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Körperspender-Stau: Leichen über Leichen
Bert Bostelmann / BildfolioAb ins Formalin und keinen Ärger für die Angehörigen - so stellen sich das Körperspender vor. Doch zu viele Menschen wollen ihren Leichnam inzwischen einer Uni überlassen. Immer öfter müssen Hochschulen deshalb potentiellen Spendern sagen: Sorry, ihre Leiche wollen wir nicht.
http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...830950,00.html
- #1 14.05.2012 08:38 von
Und die Organspenden
Sehe ich das richtig, das Problem der Organspenden ist auch gelöst? Nieren haufenweise?
Nein?
Dann bitte ich um Aufklärung, lieber Autor. - #2 14.05.2012 08:43 von
Verwirrt
Ich bin jetzt verwirrt, die leute wollen nicht ihre Organe nach dem Tot spenden (siehe Artikel im SPON dazu), aber mit dem kompletten Körper haben die kein Problem? Kann es sein, das im Falle des kompletten Körpers die Beerdigung die Uni übernimmt, bei der Organspende trotz dieser die Angehörigen?
- #3 14.05.2012 08:51 von
- #4 14.05.2012 08:56 von
Und die Lehre bleibt auf der Strecke?
Wie kann es da sein, dass die Lehre dabei wieder einmal auf der Strecke bleibt? Die Berliner Charité kann ihren vorklinischen medizinischen Semestern keine praktischen Präparierungskurse mehr anbieten, aus Kostengründen natürlich.
Welche Kosten?
Da gibt es Menschen die sich dankenswerter Weise freiwillig der medizinischen Lehre zur Verfügung stellen, aber niemand will sie haben, weil es zu teuer ist 2000 € für eine anschließende Bestattung und Grabpflege aufzubringen? Wie peinlich ist das denn, bitte schön?
Mal abgesehen davon, dass es hier um die Ausbildung unserer zukünftigen Ärzte geht, denen damit ein ganz fundamental wichtiger Anschauungsteil genommen wird, ist es leider wieder einmal symptomatisch für den Zustand unserer Gesellschaft, dass die kurzfristige Bilanzabrechnung zum Jahresende über die nachhaltige Bildung und Ausbildung unserer Jugend gestellt wird. Warum erkennen wir nicht, dass wir mit einer solchen Politik den Ast, auf dem wir sitzen, mittelfristig selbst absägen? - #5 14.05.2012 09:05 von
- #6 14.05.2012 09:33 von
Etwas darüber nachdenken würde auch helfen.
Warum sollte der Autor darüber Aufklären? Das Thema des Artikels ist nicht Organspende sondern Körperspende um Bestattungskosten einzusparen.
Sie übersehen da ein paar Dinge:
1) Körperspender sind auch dann geeignet wenn eine Organspende nicht möglich ist (z.B. wegen verschiedener Krankheiten)
2) Nach einer Organspende ist ein Körper auch nicht mehr zur Körperspende geeignet
3) Das ablehnen einer Organspende hat nichts mit einer Körperspende zu tun. Da der gespendete Körper in Frieden und Ruhe sterben darf, auch im Beisein der Familie, nicht künstlich am Leben gehalten wird, und auch nach allen möglichen Vorstellungen definitiv Tot ist wenn er nach ein paar Monaten von Studenten untersucht wird.
4) Bei einer Körperspende bezahlt die Klinik die Bestattung bei einer Organspende die Angehörigen - #7 14.05.2012 09:34 von
Wenn ein Medizinstudium den Staat immernoch 250.000 Euro kostet, dann müsste man langsam mal drüber nachdenken, ob man es zulassen sollte, dass dann die hier ausgebildeten Ärzte im Ausland steuergünstig ein höheres Einkommen beziehen.
Den Abwanderern sollte man die Kosten ihrer Ausbildung in Rechnung stellen. Das wäre nicht die Lösung des Problems, aber ein Schritt in die richtige Richtung. - #8 14.05.2012 09:38 von
Das ist nur so halb richtig. Es gibt auch sog. "old to old-Programme" bei denen die Organe von älteren Spendern älteren Patienten transplantiert werden, die sonst kein Organ bekommen hätten.
Der wirkliche Grund für die Diskrepanz zwischen den Interessenten für Körperspenden und Organspenden ist ein anderer: Bei einer Organspende müssen sie ein vitales Organ entnehmen, deshalb muss zuvor der Hirntod diagnostiziert werden. Bei allen anderen Todesarten nehmen die Organe zu grossen Schaden für eine Transplantation.
Bei der Anatomie ist es anders, da geht im Grunde jede Todesart, nur gewaltsame Tode sind schwierig, weil dabei wichtige Strukturen zerstört werden können. Es geht eben nur um die Anatomie und nicht mehr um die Funktion.
Ich hoffe, das reicht Ihnen als Antwort auf ihre Frage.
Das wirklich tragische dabei ist doch, dass sich offenbar viele Leute keine Beerdigung mehr leisten können oder niemanden haben, der sich um ihr Grab kümmern könnte. - #9 14.05.2012 10:04 von
Trotz unserer modernen Medizin ist da nicht zu holen?
Das ist klar, aber ist es nicht egal, von der Pysche her, ob man seinem Körper nun teilweise oder ganz irgendwelchen Herren und Damen in weiß zur Verfügung stellt, damit die daran rumschnibbeln?
ja, das alte PR-Problem dr Organspenden.
Also doch, das wäre bei mir nämlich auch ein Grund darüber nachzudenken.
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