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Koch-Tipp: Déjà Vu in der Ursuppe

Bohnenkaffee, Käsekuchen, die gute Butter – die Erinnerung an Mamas Herdkünste wärmt das coolste Herz. Leib und Seele dagegen kommen mit einem Teller kräftiger Rinderbrühe auf Betriebstemperatur. Hier ist das Geheimrezept gegen die Herbstdepression: Consommé Double, ein wahrer Alptraum für jeden Vegetarier.

http://www.spiegel.de/kultur/gesells...508328,00.html
  1. #1

    Dummzeug!

    Also diese gesülze, daß es bei muttern am besten geschmeckt hat, geht mir langsam auf den geist. wenn ich an die "gutbürgerliche küche" bei uns denke, vergeht es mir heute noch: erstens - an jedem wochentag das gleiche, zweitens - alles schön lang zerkocht, 3 - ausser salz gab's höchstens mal eine prise weisen pfeffer, der durch jahrelange lagerung eh keinen geschmack mehr hatte oder eine ganz leichte prise muskat.

    was dann allerdings den vorteil hatte, daß ich mich in jungen jahren selbst an der herd stellte um es besser zu machen.

    und daß ich besser als meine frau koche, erkennt sie auch an
  2. #2

    Doktor Liebig lässt grüßen

    Das klingt ja alles ganz gut. Doktor Liebig hat das wohl auch so gemacht und dann ist der Maggisuppenwürfel daraus entstanden.
    Eine Beinscheibe kochen und dann flux ein Süppchen daraus gemacht bringt es wohl auch.
    Bedenklich finde ich das Einfrieren. Das ist ja dann wirklich letztes Jahrhundert und der Energieverbrauch sollte nicht vernachlässigt werden.
    Ich möchte lieber nicht wissen wieviele Tonnen eingefrorene Speisen in diversen Gefrierschränken auf ihr Verfallsdatum warten. Wir haben unsere „Gefriereinheit“ ausgestellt, da eigentlich immer nur altes Zeug darinnen war. Bin dann eher doch der Befürworter des frischen Zubereitens. Und sollte einem nicht immer was einfallen gibt es ja nun das www. Meine Lieblingsseite, die keinem Dogma hinterherrennt, ist ein werbefreier Blog auf dem immer was zu finden ist, www.volkskueche.net
  3. #3

    Wie Geschmacklos

    Ich las das Rezept mit starrem Entsetzen. Und dann die Erklärung: "Als Soundtrack zum Dauersuppenköcheln eignet sich die zweieinhalbstündige Folk- und Pop-Geschichtsstunde "The Essential" von Paul Simon - die wärmt auch das Herz von innen. (Warner Music)."
    Vor dieser Küche wird also schon akustisch gewarnt, nett ;)
  4. #4

    Déjà Vu in der Ursuppe

    Wegwerfen? Nicht in MEINER Küche!
    Das graue Eiweiß - immerhin Eiweiß - wird abgeschöpft. Auch bei überschaubaren Mengen. Und das durchgeköchelte Gemüse wird auch nicht dem Biomüll überantwortet. Beides wird mit dem Pürrierstab klein gemixert und weggelöffelt. Schmeckt prima!
    Was der Artikel nicht zum Ausdruck bringt, ist der bestialische Gestank, der bei der ersten Kochorgie Wohnung und Treppenhaus verpestet!
    Koreanische Variante: für Koreaner sind die im Artikel genannten Mengen und die Zubereitungsart absolut geläufig, allerdings mit großzügiger Beifügung von Knochen. Die Suppe kocht dort drei Tage. Den ersten Aufguss bekommen die Großeltern, den zweiten die Familie, der dritte wird ebenfalls verwendet. Der Geruch grenzt an Umweltverschmutzung. Der Geschmack - köstlich!








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