Forum


 

Koalition: Westerwelle sieht Spielraum für Steuersenkungen

Die Wirtschaft hat die Krise überraschend gut überstanden, das Wirtschaftministerium erwartet drei Prozent Wachstum - und FDP-Chef Westerwelle drängt schon wieder auf Steuersenkungen. Natürlich hat er auch ausgemacht, wem die wirtschaftliche Erholung anzurechnen ist.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...711902,00.html
  1. #160

    Spielraum für Steuersenkungen?

    "Die, den Aufschwung erwirtschaftet haben, sollen belohnt werden" so heißt es bei Vongesternwelle.

    Klar, die Menschen, die bei KiK sechs Winter in einer Filiale ohne Heizung arbeiten sollten oder mußten, haben Ihrer Firma dadurch einen Gewinn "erwirtschaftet" und KiK muß jetzt belohnt werden.

    Als Anfang des Jahres 2010 die ersten Daten-CDs mit Namen von Steuersündern auftauchten, sagte Hr. Westerwelle: "Das seien alles nur Einzelfälle."

    Inzwischen sind ca. 35.000 Namen auf den Steuer-Daten-Cds aufgetaucht.

    Und die Menschen, die im Niedriglohnsektor arbeiten, und der Staat diese "Löhne" aufstocken muß, haben diesen "Aufschwung" nicht erwirtschaftet ?

    Usw. usw.


    Hr. Westerwelle, nehmen Sie doch einfach die brutalen Sparpakete weg, die jetzt geplant sind.
  2. #161

    Fairness

    Zitat von matt1981bav Beitrag anzeigen
    Es wäre aber sinnvoller wenn ein Handwerker ihr Haus mit von mir aus goldenen Tapeten verschönert als wenn das Geld vom Staat eingesammelt und als Sozialausgaben wieder ausgezahlt wird. Bei niedrigeren Steuern wird mehr konsumiert, vor allem auch Dienstleistungen, das sorgt für Beschäftigung.
    Man steuert den Leuten alles weg und sie konsumieren nicht mehr. Die vielen Fachgeschäfte die es früher gab sind nicht verschwunden weil es der Mittelschicht zu gut geht.
    vielleicht versuchen Sie einmal einen fairen Ansatz. Es würden mehr Steuern eingenommen, wenn wir wieder ein vernünftiges Lohngefüge hätten. Dieses " Mehr " an Einnahmen, könnte dann auch zu einem Sinken der Steuerlast führen, solange aber nahezu jeder 5te im Billiglohnsegment sein Geld verdient und zur Staatsquote nichts beiträgt, solange wird auf den übrigen Arbeitnehmern, die Last hoch sein. Das nenne ich Logik. Den diejenigen, die wirklich über Mittel verfügen, verfügen auch über den entsprechenden Steuervermeidungsmechanismus.
    Ich finde es unerträglich, wenn man die Profiteure dieses Systems aus der Betrachtung herausnimmt und die Opfer dieses Systems verunglimpft.
    Sicherlich hat es immer auch Faulpelze gegeben, aber das ist kein Grund jeden Billigjobber zu disqualifizieren, das ist unfair. Ich bin dankbar, dass es mich nicht getroffen hat, aber niemand kann sich wirklich in Sicherheit wähnen, der Absturz kommt plötzlich und es geht rasant nach unten.
    Ich habe übrigens nicht von meinem Haus geredet sondern von der letzten Einraumwohnung, nur zum Verständnis: Das letzte Hemd hat keine Taschen.
    Ich habe einfach keine Lust mich mit diesen einfachen Wahrheiten zu beschäftigen, die nichts anderes will, als nach oben zu buckeln und nach unten zu treten. Das ist unsympathisch. Ich schaue lieber hin und frage mich, warum haben einige von der Krise noch profitiert, für die andere so bitter bezahlen mussten. Ist das eigentlich völlig jenseits jeglicher Diskussion.
    Wo ist das Geld geblieben, dass in der Krise veruntreut worden ist. Diese Frage sollte man endlich einmal beantworten und nicht mit " ich hab´noch einmal die Kurve gekriegt, jetzt trete ich nach unten " kommen.
    Das sind einfache Strukturen, die das Nachdenken vermeidet
  3. #162

    ..,-.,

    Zitat von matt1981bav Beitrag anzeigen
    Die vielen Fachgeschäfte die es früher gab sind nicht verschwunden weil es der Mittelschicht zu gut geht.
    Oder auch weil es immer mehr Niedriglöhner gibt, die sich nur noch Aldi und co leisten können. Abgesehen von der Flut der Minijobber im Handel seit der Minijobreform, die Fachpersonal ersetzen.
    Und weil Unternehmen wie Kik ihre niedrigen Preise u.a. mit abgegriffenen Sozialbeiträgen für Aufstocker subventioniert bekommen, während konkurrierende Fachgeschäfte ihre Mitarbeiter entlassen müssen.

    Und weil Internetversand so schön billig ist durch Hungerlöhner bei den Kurierdiensten.

    Und was war die Position der FDP dazu? Damit legen wir die Grundlage für den "Wohlstand für alle".

    Wenn die Mittelschicht FDP wählt, wollte sie doch abkassiert werden. Nicht jammern, wenn man vorher darum gebettelt hat.
  4. #163

    Höflichkeit sollte man üben

    Zitat von Satiro Beitrag anzeigen
    Und schon hat es der grünlich fluoreszierende Spiegel geschafft, dass das rot-grüne Gesocks, das sich SPON -Forum tummelt, wieder einmütig und geschlossen an Deck ist.

    Ich wäre schon zu zufrieden, wenn es die liberalen und konservativen Kräfte in diesem Lande schaffen würden, dass keine neuen Steuern und Zölle (Autobahnmaut für alle) kreiert würden.

    Augstein würde sich im Grabe umdrehen, wenn er wüsste, was aus seinem einstmals liberalen Magazin inzwischen geworden ist.
    hübsches Vokabular. Wo lernt man dieses? Was heißt
    " Gesocks "? Ich glaube woran es uns auch sehr mangelt, ist ein Mindestmaß an Höflichkeit.
    Sie dürfen gern eine gegensätzlich Meinung haben, aber die Grundlage jeder guten Diskussion, ist ein Mindesmaß an Respekt.
    Ich habe mich sehr genau mit der deutschen Geschichte beschäftigt, unter anderem habe ich mir eine Sammlung von Texten des "Stürmers" angetan. Ich kann Ihnen bestätigen, dass dort auch Ausdrücke wie " Gesocks ", vorkommen.
    Wenn es heute wieder modern wird, Menschen, die man vielleicht glaubt zu kennen, mit einem derartigen Vokabular zu belegen, dann kann man wirklich Angst bekommen.
    Schade, dass die Fähigkeit zur Diskussion so unterentwickelt ist.
  5. #164

    ihre Logik ist recht dürftig

    Zitat von christiane006 Beitrag anzeigen
    vielleicht versuchen Sie einmal einen fairen Ansatz. Es würden mehr Steuern eingenommen, wenn wir wieder ein vernünftiges Lohngefüge hätten. Dieses " Mehr " an Einnahmen, könnte dann auch zu einem Sinken der Steuerlast führen, solange aber nahezu jeder 5te im Billiglohnsegment sein Geld verdient und zur Staatsquote nichts beiträgt, solange wird auf den übrigen Arbeitnehmern, die Last hoch sein. Das nenne ich Logik. Den diejenigen, die wirklich über Mittel verfügen, verfügen auch über den entsprechenden Steuervermeidungsmechanismus.
    Ich finde es unerträglich, wenn man die Profiteure dieses Systems aus der Betrachtung herausnimmt und die Opfer dieses Systems verunglimpft.
    Sicherlich hat es immer auch Faulpelze gegeben, aber das ist kein Grund jeden Billigjobber zu disqualifizieren, das ist unfair. Ich bin dankbar, dass es mich nicht getroffen hat, aber niemand kann sich wirklich in Sicherheit wähnen, der Absturz kommt plötzlich und es geht rasant nach unten.
    Ich habe übrigens nicht von meinem Haus geredet sondern von der letzten Einraumwohnung, nur zum Verständnis: Das letzte Hemd hat keine Taschen.
    Ich habe einfach keine Lust mich mit diesen einfachen Wahrheiten zu beschäftigen, die nichts anderes will, als nach oben zu buckeln und nach unten zu treten. Das ist unsympathisch. Ich schaue lieber hin und frage mich, warum haben einige von der Krise noch profitiert, für die andere so bitter bezahlen mussten. Ist das eigentlich völlig jenseits jeglicher Diskussion.
    Wo ist das Geld geblieben, dass in der Krise veruntreut worden ist. Diese Frage sollte man endlich einmal beantworten und nicht mit " ich hab´noch einmal die Kurve gekriegt, jetzt trete ich nach unten " kommen.
    Das sind einfache Strukturen, die das Nachdenken vermeidet
    Den Billiglohn-Sektor bekommen Sie nicht so einfach weg. Die Alternative wäre dass die Leute ganz arbeitslos sind. Die Leute arbeiten ja nicht freiwillig für so geringe Löhne sondern weil sie keine besser bezahlten Jobs finden. Wenn das Angebot an Arbeitnehmern knapper ist steigt der Preis (=Lohn) ansonsten gibts keine Möglichkeit dies staatlich zu orchestrieren. Bei höhen Mindestlöhnen steigt wiederum die Arbeitslosigkeit, sonst nichts. In ganz Ostdeutschland und auch im Osten von Bayern haben sie zudem die Konkurrenz in Polen und Tschechien mit noch tieferen Löhnen.

    In der Schweiz z.B haben sie eine viel geringere Steuerbelastung und dafür einen stabilen Konsum und mehr Beschäftigung auch bei Geringqualifizierten. In der Schweiz würde niemand auf die Idee kommen für 6 Euro im Kik zu arbeiten, es gibt dort einfach bessere Alternativen im Dienstleistungssektor die durch einen höheren Konsum geschaffen werden. Die Schweizer Wirtschaft ist viel weniger von der Krise getroffen worden weil die Wirtschaft durch mehr inländischen Konsum getragen wird und weniger vom Export abhängig ist als Deutschland.

    Wo das Geld in der Krise geblieben ist? Im Ausland. Unser Wirtschaftseinbruch letztes Jahr geht fast vollständig auf den Einbruch in der Exportindustrie.
    Und wer bitte hat von der Krise profitiert? Vielleicht ein paar Hedge Funds Manager in Singapur und New York die auf fallende Kurse und absackende Währungen gesetzt haben, das liegt aber nicht in Deutschland und ist auch ausser Reichweite unserer Politik.
  6. #165

    Verfassungsfeind?

    Zitat von matt1981bav Beitrag anzeigen
    Für die Infrastruktur würde ein Bruchteil der Steuern ausreichen, es wird alles für Sozialausgaben verplempert.

    Wir kümmern uns ja seit Jahren um nichts anderes mehr als um die Befindlichkeiten der "ich kann nicht" "ich will nicht" "Staat gib mir Geld" Schicht in Deutschland.

    Der Gipfel war dann noch das Elterngeld für H4 Empfänger, eine LohnerERSATZleistung für einen nicht vorhanden Lohn den man nicht ersetzten kann.

    Es geht jetzt mal um eine Entlastung für die Leute die das alles finanzieren. Und Leute die wenig Steuern zahlen kann man naturgemäss absolut weniger entlasten als Leute die viel Steuern zahlen.

    Westerwelle und die FDP wurden genau dafür gewählt, die Umfragen sind so schlecht weil er nicht geliefert hat.
    Was Sie als für Sozialausgaben verplempert bezeichnen, sind Gelder, die für den "Humankapitalmüll", den die Wirtschaft zur Erzielung der Maximalrendiete aus den Unternehemn rausgeschmissen wurden, ausgegeben werden.
    Wenn man nur die 10 Milliarden jährlich an Subventionen zur Aufstockung von Hungerlöhnen für die Wirtschaft nimmt, dann haben Sie Recht, dass diese Gelder gespart werden könnten, wenn anständige Löhne gezahlt werden würden.
    Das den von der Wirtschaft zur Gewinnmaximierung rausgeschmissenen Menschen ein menschenwürdiges Leben garantiert wird, hat vor kurzem erst das Bundesverfassungsgericht festgestellt. Wenn Sie diese Leistungen streichen wollen, stehen Sie demnach nicht mehr auf dem Boden des Grundgesetzes.
  7. #166

    Augstein würde sich im Grabe umdrehen..

    Zitat von Satiro Beitrag anzeigen
    Und schon hat es der grünlich fluoreszierende Spiegel geschafft, dass das rot-grüne Gesocks, das sich SPON -Forum tummelt, wieder einmütig und geschlossen an Deck ist.

    Ich wäre schon zu zufrieden, wenn es die liberalen und konservativen Kräfte in diesem Lande schaffen würden, dass keine neuen Steuern und Zölle (Autobahnmaut für alle) kreiert würden.

    Augstein würde sich im Grabe umdrehen, wenn er wüsste, was aus seinem einstmals liberalen Magazin inzwischen geworden ist.
    Augstein würde sich im Grabe umdrehen, wenn er lesen und hören könnte, was "Konservative Kräfte und Liberale" sich an verbalen Entgleisungen leisten. Nicht SPON-Diskutantan, sondern KOnservative haben die "Gurkentruppe" als qualifizierendes Merkmal für die Schwarzgelbe Regierung erfunden und in Umlauf gebracht. Aber der Absender hatte sicherlich recht mit seiner Einschätzung. Und die Floskel "rot-grünen Gesocks im SPON-Forum ist sicherlich auch kein besonderer Geistesblitz !
  8. #167

    Ich freue

    mich schon wie Bolle auf Westerwelles dummes Gesicht am Abend der nächsten BT-Wahl.
    Weiter so Helga !! ;-)
  9. #168

    auch die dauernde Wiederholung

    Zitat von matt1981bav Beitrag anzeigen
    Den Billiglohn-Sektor bekommen Sie nicht so einfach weg. Die Alternative wäre dass die Leute ganz arbeitslos sind. Die Leute arbeiten ja nicht freiwillig für so geringe Löhne sondern weil sie keine besser bezahlten Jobs finden. Wenn das Angebot an Arbeitnehmern knapper ist steigt der Preis (=Lohn) ansonsten gibts keine Möglichkeit dies staatlich zu orchestrieren. Bei höhen Mindestlöhnen steigt wiederum die Arbeitslosigkeit, sonst nichts. In ganz Ostdeutschland und auch im Osten von Bayern haben sie zudem die Konkurrenz in Polen und Tschechien mit noch tieferen Löhnen.
    unter immer neuen Pseudonymen macht diese Aussagen nicht richtig. Von welchen höheren Mindestlöhnen reden Sie den? Volkswirkschaftlich gesehen steigt übrigens die Binnennachfrage, wenn mehr Geldmittel zur Verfügung stehen.
    Wir müssen also die Arbeit"entgelte" an Polen und Tschechien ausrichten. Wie wäre es mit Vietnam?

    Wo das Geld in der Krise geblieben ist? Im Ausland. Unser Wirtschaftseinbruch letztes Jahr geht fast vollständig auf den Einbruch in der Exportindustrie.
    Und wer bitte hat von der Krise profitiert? Vielleicht ein paar Hedge Funds Manager in Singapur und New York die auf fallende Kurse und absackende Währungen gesetzt haben, das liegt aber nicht in Deutschland und ist auch ausser Reichweite unserer Politik.
    Gottseidank hat der arme unschuldige Bankensektor komplett keinen Anzeil daran und auch keinen Euro bekommen.
  10. #169

    ?

    Zitat von matt1981bav Beitrag anzeigen
    Sie kommen den STEUERZAHLERN zu gute. Logisch werden dann die entlastet die STEUERN zahlen und diesen Staat finanzieren.

    Und niedrige Einkommen freuen sich über eine Entlastung ganz besonders. Wer wenig hat braucht umso dringender eine Steuersenkung.

    Wenn man den Steuerfreibetrag anhebt kann man die kleinen Einkommen gut entlasten.
    Niedrige Einkommen z.B. die in der Zeitarbeit so üblich sind, also genau genommen Menschen mit solchen Einkommen zahlen aber keine Steuern mehr, dazu verdienen sie zu wenig, über welche Entlastung sollten die sich also freuen ?
    Jede Entlastung muß übrigens gegenfinaziert werden. Normalerweise neigt da gerde die FDP dazu hier nach Möglichkeit die kleinen Einkommen zu belasten, es wird einfach der Staatszuschuß für die Rentenkasse gestrichen/ gekürzt oder der für die Arbeitslosenversicherung ohne dabei zu berücksichtigen das diese Zuschüße ja nur deswegen geleistet wurden um die Sozialkassen dafür zu entschädigen das sie reihenweise Aufgaben und Zahlungen übernehmen müssen und mußten die eigentlich von allen also der Staatskasse geleistet werden müssten. Diese Aufgaben die eigentlich von allen getragen werden müßten, also auch von Beamten und Selbständigen wie mir usw. werden einseitig den
    Sozialversicherungen aufgedrückt und dadurch indirekt denen mit kleinem Einkommen die doch angeblich entlastet werden sollen. Leider kommen die Schwarz/Gelben damit immer wieder durch wie Ihr Posting beweist.


TOP



TOP