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Kluftinger mit Knaup: Dieser Kommissar ist unverständlich
ARDSo echt klang die deutsche Provinz im Fernsehen lange nicht: In dem ARD-Krimi "Milchgeld" spielt Herbert Knaup den beliebten Kommissar Kluftinger - und spricht ein für viele Zuschauer völlig unverständliches Allgäuerisch. Ist das jetzt mutig? Oder schlicht eine Frechheit?
http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,829675,00.html
- #50 27.04.2012 10:48 von
- #51 27.04.2012 10:55 von
@ nurich666
Der Dialekt war bei vielen - Musiker/Kluftingers Frau/sein Kollege - echt. Thilo Prückner als K's Vater hatte ihn nicht so drauf. Das beurteilt ein "hessischer Allgäuer", der - siehe Posting 44 - seinen Dialekt noch so beherrscht, dass Einheimische meinen: "Du kasch des abr no guat". :-) - #52 27.04.2012 11:18 von
fand ich diesen "Krimi" für einen Ostwestfalen. Zumindest meine Frau und ich hatten damit keine Probleme...Im Übrigen fand ich ihn gut und Knaup macht seine Sache klasse....
Wenn ich hier die Bauern platt küern höre wird es für mich Eingeborenen teilweise unverständlicher als das allgäuerisch dieses Kluftingers.... - #53 27.04.2012 14:36 von
Fragen Sie sich das erst jetzt? Also mir geht das schon seit vielen, vielen Jahren so. Das Konzept GEZ ist an sich gesehen eine Unverschämtheit. Jeder wird gezwungen für ein Programm, das er nicht sehen möchte zu zahlen... Da finde ich persönlich Pay-TV ehrlicher...
Da entgeht ihnen jedoch etwas. Vor allem bei japanischen Filmen geht mit einer Synchro einiges an Betonung verloren.Filme mit Untertitel habe ich mir mein Lebtag noch nicht angetan.
So besoffen kann man gar nicht sein! - #54 27.04.2012 20:02 von
,
Doch, bestimmt.
Ich finde, gerade in einheimischen Filmen ist es besonders wünschenswert, z.B. auch die sprachlichen Eigenheiten der jeweiligen Region auszudrücken. Richtiger Dialekt ist das ohnehin nicht. Der wird ja nur eingestreut und ist in vielen Dialogen nicht mehr als die Andeutung eines regionaltypischen Tonfalls.
Ich finde es gut und ich hatte auch keine Probleme, das zu verstehen. - #55 27.04.2012 20:14 von
Eben, eben. Ich habe noch nie das Gefühl gehabt, im Norden nicht verstanden zu werden. Und umgekehrt ist mir noch nie einer aus anderen Bundesländern begegnet, den ich nicht verstanden hätte.
Ich glaube, das kommt daher, weil das, was wir von unserem Gegenüber aus der jeweils anderen Region hören, nicht deren Dialekt ist, sondern deren Versuch, Hochdeutsch zu sprechen.
Ich glaube einen echten Dialekt -egal woher- versteht man tatsächlich nicht so einfach.
Ein gutes Beispiel sind die Wiener. Den Wiener Dialekt glaubt man aus der Musik (Wolfgang Ambros und Co.) oder aus dem Fernsehen (Kottan und Co.) zu kennen. Was man da hört, ist aber zum großen Teil einfach nur ein regionaltypischer Tonfall und ein paar eingestreute Ausdrücke, die sich aber aus dem Zusammenhang erschließen. Wenn man Wienern untereinander zuhört wenn sie echten Wiener Dialekt sprechen, versteht man genau so wenig oder viel wie bei Platt, Kölner Dialekt oder bei Bayerisch. Und irgendwie glaubt sowieso jeder, er hätte den speziellsten Dialekt. - #56 27.04.2012 21:16 von
Die vielen Krimis und Spielfilme mit norddeutsch sprechenden, nuschelnden, silbenschluckenden und flüsternden Schauspielern, mit einer alle Dialoge störenden "musikalischen" Untermalung gehören schon lang mit Untertiteln versehen. Im Übrigen ist das herrliche Allgäuerisch nicht zwischen Schwäbisch und Bayrisch angesiedelt, sondern lupenreines Schwäbisch, weit besser, authentischer und kräftiger als beispielsweise das dekadente Stuttgarter Schwäbisch. Mir hat Kluftis Milchgeld einen Heidenspaß gemacht, herzlichen Dank an Knüpfel, Kobr und Knaup samt BR und ARD!
- #57 28.04.2012 17:09 von
Ich habe nicht lange geschaut, mir ist nur aufgefallen, daß ich eigentlich jedes Wort verstanden habe und ich mich deswegen gefragt habe was daran so schwer verständlich sein soll. Keine Ahnung ob Sie Heinz Becker kennen, der redet selbstverständlich nur ein bisschen saarländisch eingefärbt. Weshalb ich auch gemeint habe es hier auch so zu verstehen, ansonsten wäre das ein wirklich sehr gut verständlicher Dialekt. Zumindest für mich und ich habe in Bayern und Österreich schon recht grosse Schwierigkeiten gehabt bis ich mich an die "Sprache" gewöhnt hatte.
- #58 02.05.2012 17:18 von
Hochdeutsch - Sprache aus der Retorte
Sicher deutlich über 95 % der TV-Produktionen laufen doch ohnehin auf Wichtigtuer-Deutsch, da ist es geradezu eine Wohltat, Dialekte zu hören, auch die krasseren. Ohne Allgäuer zu sein, verstand ich eigentlich alles, und ich habe mich auch noch köstlich über den schrägen Dialekt amüsiert. Auch den Anfang einer "Neues aus Büttenwarder"-Folge in Platt habe ich schon mal gesehen, dann wurde mir aber die Handlung zu doof - leider.
Andersrum habe ich aber auch schon die ersten 60 Minuten von irgendwelchen Fernsehfilmen gesehen, bis beispielsweise endlich einmal kurz die Türme der münchner Frauenkirche in einem Schwenk durch's Bild gehuscht sind - aha, in München soll das also handeln, wäre ich nie darauf gekommen. Sowas ist wirklich schwach! Die, die sowas drehen, sollten lieber ganz weit weg auswandern, wenn sie sich so für ihr Heimatland schämen, aber nicht dem Gebührenzahler ihren geschmacksneutralen Käse aufdrängen.
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