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Kluftinger mit Knaup: Dieser Kommissar ist unverständlich
ARDSo echt klang die deutsche Provinz im Fernsehen lange nicht: In dem ARD-Krimi "Milchgeld" spielt Herbert Knaup den beliebten Kommissar Kluftinger - und spricht ein für viele Zuschauer völlig unverständliches Allgäuerisch. Ist das jetzt mutig? Oder schlicht eine Frechheit?
http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,829675,00.html
- #40 26.04.2012 18:58 von
Gratuliere! Bloß nicht aus der Reihe tanzen - im Gleichschritt - Marsch!
Es ist ein Vergnügen, endlich mal wieder einen einheimischen Krimi in Wort und Bild zu sehen .... Wem es nicht gefällt, dem hat der TV-Herstellerden Segen des Umschaltknopfes gegeben.
Drum luag i do nei, weils Mia gefalla duat! - #41 26.04.2012 19:55 von
- #42 26.04.2012 20:00 von
hab's geschaut
und bin gelangweilt. Deswegen schalte ich jetzt auch wieder ab. Der Dialekt ist manchmal schon ordentlich und es wird sich ordentlich was zusammengenuschelt. Authentisch finde ich die Sendung aber nicht, denn ich habe das Gefühl, dass gerade dann, wenn es wichtig wird, langsamer und hochdeutscher/deutlicher gesprochen wird...hat wohl mit authentisch nichts zu tun.
Ein Beispiel: Als der Milchkarren vor wenigen Minuten aufgestellt wurde, habe ich kein Wort von dem Genuschel verstanden - stand das Ding und die beiden haben sich unterhalten, war es ganz einfach. Da habe ich bei echten Bayern schon viel schlimmeres gehört. - #43 26.04.2012 20:52 von
Wie schön, dass direkt nach dem Abspann eine Werbung für einen "Inselkrimi" läuft, gesprochen in bestem Hochdeutsch mit eingeworfenen Dialekt-Fetzen.
Der gesprochene Dialekt war zwar auffällig, allerdings auch "angedeutscht" (ganz zum Schluss sagt Kluftis Frau z.B. "Montag", im Dialekt ist es der "Mäddag"). - #44 26.04.2012 21:01 von
Natürlich war es für mich ein Genuss, im ERSTEN meinen unendlich schönen Dialekt zu hören.
Es ist schade dass - nicht nur im Allgäu - Dialekte zum Sterben verurteilt sind. Wie Herbert Knaup kann ich trotz 45 Jahren fern des Allgäus immer noch nahezu perfekt meinen Dialekt.
ABER: ich stimme denjenigen zu, die es für problematisch halten, diesen Krimi im ERSTEN zu senden. 3sat oder die Dritten wären dafür besser geeignet.
Im Gegensatz zum Film sagt nicht meine (preußische!) Frau "Buzzele" = Baby zu mir, sondern ich zu ihr.
Guat Nacht! - und denket dra: erhaltet Eich eiern Dialekt. Wurscht, ob im Norde, im Weschte, im Oschte odr im Süde. - #45 26.04.2012 21:12 von
Genau andersrum ...
Ich bin aus dem Norden und mich nervt die ständige Frage der Schwaben "verstehst du mich ?"
Was glaubt ihr eigentlich, wer ihr seid ? Aliens ?
Wirklich schwierig wird es erst mit dem echten Plattdeutsch.
Alle anderen Dialekte sind sinngemäß gut zu verstehen. Man muss ja nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen. - #46 26.04.2012 21:36 von
Gratulation. Sie haben eines beweisen können. "Lese eine Aussage nicht genau, sondern kommentiere sie einfach sarkastisch. Das genügt immer."
Also, jetzt haben wir alle mal gelacht. :)
By the way. Nachdem ich mir vorkomme, als ob hier im Allgäu inzwischen mehr zugereiste leben, als tatsächliche Allgäuer würde ich mal behaupten jeden Tag eine größere sprachliche Vielfalt konsumieren zu dürfen, als Sie vermuten. Zumal ich sogar noch recht nahe zu BW arbeite. Da vermischt sich einiges.
Und nochmals für Blöde (also lesen Sie ruhig weiter). Ich hatte lediglich von der TV-Landschaft gesprochen, in der Dialekte Mangelware sind. Also viel Spaß beim nächsten Kommentar. :) - #47 26.04.2012 22:02 von
- #48 27.04.2012 07:54 von
- #49 27.04.2012 09:00 von
Ich habe gestern auch kurz reingeschaut und wenn das tatsächlich Dialekt gewesen ist, dann redet Heinz Becker tiefsten saarländischen Dialekt. Ich nehme im Gegenteil an, daß der Dialekt genau so weichgespült ist wie der von Heinz Becker, im Saarland redet auf jeden Fall keiner so, zumindest nicht mit anderen Saarländern, nur mit Auswärtigen. Weshalb ich auch annehme, daß der allgäuer Dialekt ebenfalls weichgespült ist und deshalb die ganze Aufregung wohl umsonst war.
Zumal ich die ganze Aufregung nicht verstehe, ich habe immer gedacht, Sprache dient der Verständigung und nicht der Pflege des eigenen Egos, so kann man sich manchmal täuschen.
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