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Kluft zwischen Arm und Reich: Gleich und gleich gesellt sich zu gerne
Warum geht die Schere zwischen*Arm und Reich*auseinander? Forscher haben dafür jetzt eine überraschende Antwort gefunden: Das Problem sind nicht die wachsenden Lohnunterschiede, sondern das Paarungsverhalten. Die Deutschen suchen sich häufiger*Partner mit dem gleichen Einkommen.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...753775,00.html
- #120 31.03.2011 23:34 von
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Falsch. Deshalb hatte ich auch geschrieben, dass hier irgendwelche Forscher "warmes Wasser" erfunden haben.
Es geht darum, dass seinesgleichen in der Regel seinesgleichen heiratet. Was nur logisch ist, denn man bewegt sich halt zwangsläufig "in gleichen Kreisen". Das kann der - eigentlich abgeschaffte - Adel oder der "Geldadel" sein, in Normalfall ist es aber schlicht und einfach durch das dreizügige Schulsystem bedingt, deren Abschlüsse heute eigentlich quasi an die Stelle der ehemaligen "3 Stände" getreten sind.
Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Student eine Studentin trifft (Umfeld, Freundeskreis) und sich in diese verliebt ist schlichtweg statistisch größer als die, auf eine Hauptschulabsolventin bzw. einen Hauptschulabsolventen zu treffen, um es mal krass darzustellen.
Und natürlich ist dann ein Haushalt, wo er z.B. Ingenieur ist und sie z.B. Architektin (sofern beide arbeiten) "reicher" als der, wo z.B. ein Automechaniker z.B. eine Friseurin heiratet.
Wobei es bei der Partnerwahl auch um vieles anderes geht: gleiche Interessen, Gesprächsthemen, intellektuelle Ebenbürtigkeit.
Ich kann daher auch das Geplärre der Männer nicht mehr hören, dass "sie" ja kein Problem damit hätten, "unter Stand" zu heiraten, die Frauen aber schon. Ist doch nicht unsere Schuld, dass denen ein schickes Fahrgestell immer noch wichtiger ist als andere Aspekte.
Und dass die Nachfrage ein Angebot bestimmt.
Umgekehrt wird auch ein Schuh draus: "Sie" ist im Beruf erfolgreicher und verdient mehr als "er". Das mag er in den meisten Fällen eigentlich überhaupt nicht, denn das stellt ja im Grunde sein Mannsein in Frage, die Fähigkeit, "für sein Weibchen" vernünftig sorgen zu können.
Weshalb die Beziehung dann scheitert und "er" sich ein "Weibchen" sucht, das ihm diesbezüglich "unterlegen" ist.
Meckert aber dann...
Ach, es ist vertrackt. - #121 01.04.2011 04:19 von
Zufall oder Zielstrebig
Richtig, wenn ich ein gewisses Einkommen habe, habe ich auch oft bestimmte Bekannte im selben Segment (kennengelernt am Arbeitsplatz oder im selben Wohnviertel). Die Wahrscheinlichkeit ist dann größer, dass ich gerade dort jemand "meines Standes" kennenlerne. Bei bestehendem Bedürfnis nach einem reichen Partner kann es daher sinnvoll sein, den Bauch einzuziehen und sich auf Reichenparties in Großstädten einzuschleichen oder z.B. in der Boxengasse der Formel 1 aufzuhalten (Stichwort Boxenluder).
- #122 01.04.2011 04:29 von
Auswahlverschulden
Es ist den Frauen aus ärmeren Ländern nicht zu verdenken, dass manche von ihnen versuchen, sich einen wohlhabenden Partner aus einem reichen Industriestaat zu suchen und dabei nicht auf die Liebe, sondern auf den Geldbeutel schaun, um besser zu (über)leben. Wenn man dann als man glaubt, dass man nach drei Briefen und zwei Telefonaten jetzt geliebt wird, weil man trotz Bierbauch und Glatze total sexy ist, dem ist auch nicht zu helfen. Aber so sind manchmal die Männer: "Wenn er steht, der Verstand"
- #123 01.04.2011 09:08 von
- #124 01.04.2011 10:39 von
- #125 01.04.2011 13:02 von
- #126 01.04.2011 13:07 von Michael Giertz
Ich kann's mir nicht leisten
Die Forscher sollten nochmal die Schulbank drücken.
Die "Ärmsten" bleiben nicht unter sich, weil sie das so wollen, sondern weil es gesellschaftlich kaum akzeptiert ist, dass man sich in die höheren Schichten "einheiratet". Wieviele Fitnesstrainer können schon Prinzessinnen heiraten?
Die Reichsten dagegen haben überhaupt kein Interesse, sich mit dem "Pöbel" abzugeben. Dorthin, wo die Wohlhabenden gehen sind die Eintrittspreise meistens höher als die Monatseinkommen normalarbeitender Menschen, ist die vorgeschriebene Kleidung mindestens nochmal so teuer und man isst auch keinen Brathering mit Kartoffeln sondern edles Kobe-Rindfleisch mit feinsten Trüffelkartoffeln.
Sagen wir mal so: die Kluft entsteht gewiss nicht durch das "Gleich-und-gleich-gesellt-sich-gern" sondern vielmehr durch die völlig unterschiedlichen Lebensweisen und -einstellungen. Wenn ich's mir leisten könnte, könnte ich auch auf einer Milliardärsparty unauffällig als einer der "ihren" wandeln - allein ich kann's mir als Normalverdiener nicht leisten. - #127 01.04.2011 14:40 von Burkhardt1949
Seit 5000 Generationen
Seit mindestens 5000 Generationen haben Männer die Familien ernährt, der schnellste Jäger mit der dicksten Keule konnte sich die beste Frau aussuchen. ( oder so viele, wieviel er ernähren könnte).
Heute findet die Jagd im Supermarkt, die Keule ist durch Kreditkarte ersetzt worden. Selbst ein emanzipierter Mann kann deswegen nicht akzeptieren, dass seine Frau mehr verdient ( selbst wenn er wollte, sein Kleinhirn akzeptiert es nie). Vieleicht in 1000 Generationen, wenn wir bis dahin die Erde nicht vernichtet haben. - #128 04.04.2011 10:59 von
Wege nach oben
Das ist Ihrer Sicht vielleicht dämlich, ansonsten aber nicht unbedingt.
Gesellschaftlicher Aufstieg lässt sich für Frauen eben leichter über das Aussehen erreichen, als über berufliche Leistungen.
Deshalb investieren viele Frauen ja auch mehr Energie, Zeit und Geld in Diäten, Schöhnheitsoperationen und Aussehen als in beruflichen Ehrgeiz. - #129 08.06.2011 15:42 von
weiterdenken!
ein ganz wichtiger grund fuer das geaenderte paarungsverhalten duerfte das deutsche scheidungs(un)recht sein. es ist schlicht ein nicht akzeptables risiko jemanden zu heiraten der unterhalb der eigenen einkommens/vermoegens klasse liegt. die sekretaerin zu heiraten kann den ruin bedeuten - also laesst man es. erst denken, dann heiraten scheint sich klugerweise durchzusetzen. dafuer dass aschenputtel heute weniger chancen hat ihren prinzen zu finden kann sie sich bei und den maskulophoben kampfweibern vom schlage alice schwarzers bedanken.
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