Klüngel an der Elbe: Elbphilharmonie-Brief belastet Beust

Neuer Ärger im Fall Elbphilharmonie: Hat Hamburg dem Baukonzern Strabag Millionenvorteile verschafft,*um einen Rechtstreit*über das*Vergabeverfahren zu verhindern? Ein Brief des Ex-CDU-Bürgermeisters*Beust legt das nahe. Dabei hätte die Stadt womöglich ein Menge Geld sparen können, hätte sie die Bedenken ernst genommen.

http://www.spiegel.de/kultur/gesells...784474,00.html
  1. #10

    ...

    Zitat von neubremer Beitrag anzeigen
    In dieses Bauprojekt hat die reiche Hansestadt unter schwarz-grüner Regie einen ordentliches Stück ihres Investitionsetats versenkt.

    Jetzt fehlt das Geld für deutlich sinnigere Infrastrukturvorhaben wie den schrittweisen Aufbau einer Stadtbahn, S-Bahn-Verlängerungen oder zumindest Taktverdichtungen.
    Sie sind vielleicht ein Witzbold. In Hamburg fahren U,- und S-Bahnen im 5 Minuten Takt, selbst bei den hinterletzten Haltestellen. Der Nahverkehr ist ausgezeichnet ausgebaut und nimmt schon jetzt national den Spitzenplatz ein. Mit der Fertigstellung der U4 und dem verbesserten Anschluss zur HafenCity ist dann auch das letzte Plätzchen Hamburgs bestens und schnell erreichbar.
  2. #11

    Die große Verschwendung

    Wenn wir schon beim gemeinsamen Gürbeln sind und beim Grübeln darüber, warum in diesem unserem Lande sich kaum jemand massenhaft auf der Straße empört: Ich empfehle u.a. Wolfgang Schömels gleichnamige Gesellschaftssatire über ein "vergleichsweise kleines Arschloch". Schömel kennt, so die FAZ, "die Aktenvermerke der Behördensprache und die Vorgangsmappen der neudeutschen Eventkultur."
  3. #12

    ...

    Zitat von derlabbecker Beitrag anzeigen
    ... aber ÖPNV fährt halt der normale Pöbel, in die Oper gehen nur die oberen 10 000..... ganz einfach. Da muss man Prioritäten setzen damit diese Leute ihre Freizeitbeschäftigung haben und unter Ihresgleichen am Schampus nippen können.
    Aber 500 Mio statt 77 Mio ist schon starker Tobak... haben die noch nie was von Festpreisprojekten gehört?
    Der Spiegel verschweigt gekonnt, wie es zu dieser Kostenexplosion kam. Zu allererst: Der Grundetat betrug 190 Mio, nicht 77. Zudem gab es unvorhersehbare Schwierigkeiten bei der Trockenlegung und Bebauung des Fundamentes, da der Boden abgesackt war. Massive Planungsänderungen und der Abriss zahlreicher Elemente waren die Folge. Daraufhin verzögerte sich der Bau um viele Monate und die Kosten stiegen und stiegen.
  4. #13

    Oles Spielzeug

    Also das war so: Als der Ole klein war, ist noch an (Schein-)Heiligabend eines seiner Geschenke, seine Plastik-Ritterburg, kaputt gegangen. Da war der Ole gaaanz gaaanz traurig und hat wie am Spiess geschrien!
    Zuerst haben ihm seine Eltern ein neues Geschenk versprochen, doch das nützte nichts. Dann haben sie ihm nicht nur ein neues sondern auch noch ein zusätzliches, viel viel grösseres Geschenk versprochen. Doch auch das nützte nichts, der Ole schrie und tobte - und zwar so doll, dass der putzige kleine Kerl fast am Ersticken war.
    Seine Eltern waren ganz aufgebracht und wussten nicht so recht, was sie tun sollten, die Lage war dramatisch, fast ausweglos. Doch dann kam es dem beust'schen Papa, er hatte die Lösung und sprach:

    'Mein lieber Ole, wenn Du gross bist, bekommst Du mal eine ganze Stadt zum Spielen!'
  5. #14

    Es ist immer das Gleiche bei

    öffentlichen Bauvorhaben, erst wird künstlich billig gerechnet, um die 'Genehmigung' einfach zu machen und dann explodieren die Kosten.
    Da hilft nur eins:
    Alle im Parlament, die mit 'ja' stimmen, werden mit ihren Einkünften und ihrem Vermögen für die Überschreitung der Baukosten herangezogen. Bis runter auf Sozialhilfeniveau.
    Erst dann gibt es nur noch öffentliche Baukosten, die geringer als 'geplant' ausfallen und 'ehrliche' Schätzungen!!!
  6. #15

    blablabla

    Und einmal wieder empört sich der Wutbürger und reitet die gewohnten Platetüden ab.
    - Den Banken wird Geld geschenkt(!), das diese ja auch niemals zurück zahlen müssen,
    - gebaut wird sowieso immer nur, um auf diesem Weg Geld seinen Parteikameraden zuzuschanzen
    - und die Idioten, welche die Fehler zu Verantworten haben, sitzen in der Regierungspartei, während die Opposition alles Richtig gemacht hätte und die Presse sowieso alles schon vorher wuste es aber erst nachher schreibt.

    Die 500 Mio. Euro für den Bau der Elbphilamonie sind am Ende auf den Konten der reichen Parteikameraden, die Bauarbeiter, Ingenieurbüros und Lieferanten haben das alles untengeldlich gemacht.
    Lassen wird die Stadt doch so wie sie ist, sparen uns die Aufregung und packen das Steuergeld in Sozialhilfe und Wohngeld. Ach nee, die Wohnungen gehören ja auch wieder den Reichen; Hmmmm
  7. #16

    Oles Spielzeug

    Anmerkung zu hansulrich47:

    Ja, ich glaube auch, dass dieses der richtige Weg ist. Es gibt ja auch eine 'Enteignung', warum keine 'Aneignung'? Soll die CDU-Hamburg (Nein Herr Neubremer, es waren nicht die Grünen, die für den Bau gestimmt haben, die waren da nämlich gar nicht in der Regierung. Vielleicht wäre das Geld besser in Sonderschulen angelegt gewesen???)die ELb-Philharmonie doch bitte übernehmen - passt ja auch zu ihrem Klientel, welches sich später mal die teueren Eintrittskarten leisten kann! Der Steuerzahler wird ja bekanntlich nur zur Kasse gebeten - aber auch nur bis zur Kasse, in der Elb-Philharmonie möchte man ihn natürlich nicht sehen!
    Und dass dieses ein Zusatzgeschäft wird, hat das Beustchen doch von Anfang an gewusst. Alles was Geld bringt, hat er verscherbelt.
    Und dass da Freunde mit Aufträgen versorgt werden sollten, war doch auch von Anfang an klar. Warum wohl hat er das Korruptionsregister verschwinden lassen? Ist doch klar: Weil die Überschneidungen mit der Gästeliste seiner letzten Party zu gross waren!
  8. #17

    Bedaure ..

    Zitat von Pinin Beitrag anzeigen
    Aber dafür gibts doch den Finanzausgleich zwischen den Bundesländern um so etwas "abzufedern".
    Der Länderfinanzausgleich federt lediglich Härten auf der Einnahmeseite ab. Auf der Ausgabenseite kann sich jedes Bundesland immer noch selbst ruinieren.

    Zitat von SPIEGEL
    Warum aber nahm Ole von Beust die Einwände damals nicht ernst? Fünf Jahre und eine Weltwirtschaftskrise später erscheint sein Desinteresse an Sachargumenten wie aus der Zeit gefallen.
    Demnach haben wir heute die Zeit der Sachargumente? Das wäre mir aber neu! Die Frage nach dem "Warum?" ist hingegen leicht zu beantworten. Der Mann ist CDU Politiker, da gehört es zur Ideologie, die Staatsquote zu senken und das Geld des Steuerzahlers in die Wirtschaft zu pumpen.
  9. #18

    Sachlich bleiben

    Zitat von Barksdale Beitrag anzeigen
    Sie sind vielleicht ein Witzbold. In Hamburg fahren U,- und S-Bahnen im 5 Minuten Takt, selbst bei den hinterletzten Haltestellen. Der Nahverkehr ist ausgezeichnet ausgebaut und nimmt schon jetzt national den Spitzenplatz ein. Mit der Fertigstellung der U4 und dem verbesserten Anschluss zur HafenCity ist dann auch das letzte Plätzchen Hamburgs bestens und schnell erreichbar.
    Bitte benutzen Sie nicht sofort Beleidigungen, nur weil Menschen nicht Ihre Meinung teilen.

    Ob mit der Anbindung der HafenCity nun das "letzte Plätzchen" angeschlossen ist, mag jeder für sich selbst entscheiden. Aus meiner Sicht gibt es da noch gewaltig Luft nach oben und dies nicht im Hinblick das Angebot der deutschen Millionenstädte Berlin und München.

    Insbesondere bei den Querverbindungen ist Hamburg sehr schlecht aufgestellt. Entweder müssen dafür die vergleichsweise langsamen Busse genutzt werden oder V-förmige Fahrten mit der U-Bahn zurückgelegt werden, was Umstiege und Umwege impliziert.

    Wie schon gesagt: Die Messlatte für Hamburg sind nicht irgendwelche Reißbrettträumereien, sondern die real besseren Angebot in Berlin oder München.
  10. #19

    Hamburg at its best

    Zitat von Dubbel1971 Beitrag anzeigen
    Und einmal wieder empört sich der Wutbürger und reitet die gewohnten Platetüden ab.
    Ja, "Wutbürger" - wieder so eine Definition der "Gutmenschen" um Kritik jedweder Art gleich zu diskreditieren. Dahinter passt hervorragend: "Rechtspopulist" oder wahlweise "islamophob" oder "homophob".
    Wir alle wissen, wie der ehemalige Bürgermeister "tickt" und die Stadt Hamburg im besonderen. Eine Stadt, die erst Aktien der Firma SAP kauft, um dann das ganze Personalbezahlsystem auf dieses "Apotheker-Software" umzustellen, handelt nur konsequent, wenn sie das Geld des Steuerzahlers auch weiterhin "verbrennt".
    Dieses "Feierabendparlament" nach "Gnade der Wirtschaft" ist für jeden Menschen, dessen IQ nicht unterhalb der Körpertemperatur herumdümpelt, ein Affront par excellence.