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Klinische Studien in Indien: Erst der Test, dann die Moral

DPAIndien gilt als Paradies für Pharmakonzerne: Die Ärzte sind gut ausgebildet und trotzdem billig, die Patienten so arm, dass klinische Tests oft die einzige Chance auf Behandlung sind. SPIEGEL ONLINE zeigt in einem Reportage-Special, wie das Land zum globalen Medizin-Versuchsfeld wird.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...832012,00.html
  1. #1

    imperialismus

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Indien gilt als Paradies für Pharmakonzerne: Die Ärzte sind gut ausgebildet und trotzdem billig, die Patienten so arm, dass klinische Tests oft die einzige Chance auf Behandlung sind. SPIEGEL ONLINE zeigt in einem Reportage-Special, wie das Land zum globalen Medizin-Versuchsfeld wird.

    Klinische Studien: Indien ist Paradies für Pharma-Konzerne - SPIEGEL ONLINE
    oder kolonialismus mit anderen mitteln; die inder sind unsere versuchskaninchen für unser wohlergehen.
  2. #2

    Schimmstes Verbrechen

    Jedes Vorstandsmitglied eines Pharma-Konzerns, der sich an solchen Versuchen beteiligt, ist nichts weiter als ein Lump und gehört vor den Menschenrechtsgerichtshof gezerrt, verurteilt und eingesperrt.

    Jeder Konzern, der solche Menschenversuche macht, ist eine Verbrecherorganisation. Das ist wohl die schlimmste Fratze des Kapitalismus, die man sich denken kann.
  3. #3

    Zitat von zaphod1965 Beitrag anzeigen
    Jedes Vorstandsmitglied eines Pharma-Konzerns, der sich an solchen Versuchen beteiligt, ist nichts weiter als ein Lump und gehört vor den Menschenrechtsgerichtshof gezerrt, verurteilt und eingesperrt.

    Jeder Konzern, der solche Menschenversuche macht, ist eine Verbrecherorganisation. Das ist wohl die schlimmste Fratze des Kapitalismus, die man sich denken kann.
    Na ja ob wirklich garkeine behandlung besser wäre? Es ist ja nicht so als wenn sie sich die schon bekannten medikamente leisten könnten.
  4. #4

    Spielregeln!

    Zitat von zaphod1965 Beitrag anzeigen
    Jedes Vorstandsmitglied eines Pharma-Konzerns, der sich an solchen Versuchen beteiligt, ist nichts weiter als ein Lump und gehört vor den Menschenrechtsgerichtshof gezerrt, verurteilt und eingesperrt.

    Jeder Konzern, der solche Menschenversuche macht, ist eine Verbrecherorganisation. Das ist wohl die schlimmste Fratze des Kapitalismus, die man sich denken kann.
    Aber hallo, spielen wir nicht alle mit, bei diesem Spiel ums Gewinnen oder Verlieren?
    Im Übrigen hat der Mensch sich ja ohnehin schon entschieden.

    Er hat ganz offensichtlich beschlossen diesem Treiben ein Ende zu setzen.
    Klar, der Club of Rome ist eine Versammlung von obskuren Trollen, die behaupten die Resourcen der Welt seien endlich, unbegrenztes Wachstum sei logischerweise unmöglich.
    Ja, jeder Ackermann predigt das qualitative Wachstum, die Notwendigkeit zur Umbesinnung -
    gesagt und mit dem Privat-Jet ins Wochenenddomiz entschwebt.
    Sagen wir 2200 - keine Ahnung bin dann nicht mehr da - die Dyspotien sind ohnehin schon vor einigen Dekaden gut beschrieben worden.

    Keine lebenswerte Zukunft für den Menschen!
  5. #5

    typischer Pharmalobbybericht

    ...da hat die deutsche Pharmaindustrie wohl den Text vorgegeben?
    Indien läut den deutschen Firmen den Rang ab und hat erstklassige Pharmafirmen die Medikamente zu einem Bruchteil dessen verkaufen was hierzulande verlangt wird.
    Erliche Medikamente die in Indien billig produziert wurden werden hier mit bis zu 1000% Gewinn in den Apotheken vermarktet und im TV beworben, ganz schön scheinheilige Dopppelmoral wieder mal.
  6. #6

    Panikmache - Nichts Neues

    Der Bericht bemüht alte Feindbilder, die seit einem alten BBC-Bericht von vor 15 Jahren immer mal wieder hervorgeholt werden. In Indien werden klinische Arzneimittelstudien durchgeführt - richtig. Aber in Deutschland auch, und auch in fast allen anderen Ländern der Welt. Dabei bezieht man sich weltweit auf dieselben (guten) Sicherheitsvorschriften (ICH-GCP). In Indien leben fast 20% der Weltbevölkerung - aber es werden dort nur knapp 5% aller Arzneimittelstudien durchgeführt. Es ist richtig, dass Indien heute ein Hotspot ist für die Entwicklung von Medikamenten - aber die wahren Gründe werden im Bericht leider kaum erwähnt: Es gibt in Indien mehr als 600.000 gut ausgebildete Ärzte, dazu rund 20.000 Krankenhäuser mit mehr ein 1 Million Betten. Und in 1,2 Milliarden Menschen findet man eben auch leichter die "geeigneten" Patienten für die vorgeschriebenen Studien, als in 80 Millionen Deutschen. Natürlich gibt es in Indien "schwarze Schafe" - aber die gibt es in jedem anderen Land auch. Und als Fachmann für Qualitätkontrolle kann ich sagen, dass es in den Niederlanden, in Österreich, oder auch in Deutschland mindestens ebenso viele schwarze Schafe gibt - Contergan schon vergessen?
  7. #7

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Indien gilt als Paradies für Pharmakonzerne: Die Ärzte sind gut ausgebildet und trotzdem billig, die Patienten so arm, dass klinische Tests oft die einzige Chance auf Behandlung sind. SPIEGEL ONLINE zeigt in einem Reportage-Special, wie das Land zum globalen Medizin-Versuchsfeld wird.

    Klinische Studien: Indien ist Paradies für Pharma-Konzerne - SPIEGEL ONLINE
    Aber wenn medikamente ungetestet auf den Markt kommen würden, würden alle schreien.
    Man muss sich dochmal klar machen, dass diese Medikamente eine gewisse Menge an Personen brauchen die sie testen bevor sie auf den Markt kommen. Denn sonst taucht auf einmal eine Nebenwirkung auf die vorher nicht bekannt war und dann ist das Rumgeheule aber groß.

    Das fatale ist meiner Meinung nach eher, dass Tester in Europa anders behandelt werden als in Indien, denn hier bekommt man durchaus Geld für solche Tests. Dort kriegt man scheinbar nichts ausser die Hoffnung, dass das Medikament wirkt. Also muss man die Herrschaften der Indischen Regierung mal beiseite nehmen und ihnen sagen dass die Bevölkerung wichtiger ist als Schmiergelder der Pharmaindustrie.
    Und alle die meinen die Pharmaindustrie allein sei schuld daran, können ja auch mal an solchen Tests mitmachen, dann brauch man solche Tests auch nicht in Indien abhalten.
  8. #8

    Schwachsinn

    Zitat von zaphod1965 Beitrag anzeigen
    Jedes Vorstandsmitglied eines Pharma-Konzerns, der sich an solchen Versuchen beteiligt, ist nichts weiter als ein Lump und gehört vor den Menschenrechtsgerichtshof gezerrt, verurteilt und eingesperrt.

    Jeder Konzern, der solche Menschenversuche macht, ist eine Verbrecherorganisation. Das ist wohl die schlimmste Fratze des Kapitalismus, die man sich denken kann.
    Wissen Sie eigentlich, worüber Sie da schreiben? Diese klinischen Studien sind (aus gutem Grund) gesetzlich vorgeschrieben, und zwar weltweit - selbst in nicht-kapitalistischen Ländern.
  9. #9

    Ginge das nicht auch in den USA?

    Ich hab jetzt schon oft gelesen, das viele Menschen lediglich noch von ehrenamtlichen Ärzten mal eine Untersuchung bekommen - ansonsten aber genausowenig irgendwas bezahlen können. Schon gar keine Behandlung oder Medikamente. Und nein die Produkthaftung lässt man sich üblicherweise schriftlich ausschliessen.

    Ansonsten sollte man auch eins berücksichtigen: Viele Medikamente, die dort getestet werden, sind vermutlich in unseren Breiten nicht wirklich zu gebrauchen. Was wollen wir hier mit Malariaimpfungen mal als Beispiel?

    Aber was ist eigentlich die Folgerung des Autors frage ich mich? Denn mal ganz nüchtern betrachtet wird es vermutlich so sein: Die Menschen, die jetzt ab und zu Medikamente testen bekommen ohne diese Tests vermutlich gar keine. Ohne die Tests moralisch rechtfertigen zu wollen - ich glaube wenn man sie einstellt, ist den Leuten auch nicht wirklich geholfen.








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