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terra-x1968
Der rund 200 Seiten starke Bericht zum Klimawandel untersucht insbesondere die Folgen für die Meere. Ein Team von Wissenschaftlern, zu dem auch Katja Philippart und Carlo Heip gehören, hat für das EU-Meeresforschungsprojekt „Clamer“ die Ergebnisse aus über 100 EU-finanzierten Forschungsprojekten der vergangenen Jahre zusammengetragen – und auch neue, unveröffentlichte eingebracht. „Der Bericht bringt alles Wissenswerte in einem einzigen Dokument zusammen“, sagt Heip.
Das Eis schmilzt, das Wasser steigt:
Die Ozeane verändern sich in einem beispiellosen Tempo, heißt es im Bericht. Während Eisdecken schmelzen, steigen Wasserspiegel und -temperatur immer schneller an. „Wir können den Klimawandel nicht mehr stoppen. Wir haben diesen Pfad längst eingeschlagen“, so die Forscher. Nur auf lange Sicht seien Folgen des Klimawandels umkehrbar, „vielleicht in Jahrzehnten oder gar Jahrhunderten“.
Allein in den vergangenen 25 Jahren habe die durchschnittliche Erwärmung der Meere zehnmal so schnell zugelegt, wie im letzten Jahrhundert. Während weltweit ein Temperaturanstieg von im Schnitt 2 Grad Celsius an der Wasseroberfläche bis zum Ende des 21. Jahrhunderts erwartet werde, soll sich die Nordsee um 1,7 Grad erwärmen, die Ostsee jedoch sogar um 2 bis 4 Grad.
Wohlfühltemperatur für Bakterien:
In dem wärmeren Wasser fühlen sich einige der „gefährlichsten bakteriellen Krankheitserreger“ wohl. Forscher, darunter auch deutsche, fanden heraus, dass durch die höheren Temperaturen die Verbreitung bestimmter Bakterien aus der Gattung der Vibrionen begünstigt werde, die auch Cholera verursachen.
Eine „potenzielle Bedrohung“ sei das, auch an deutschen Küsten, sagt Heip. „Im Augenblick haben wir aber keine Cholera in der Nordsee.“ Dennoch könnten „Gesundheitskosten in Millionenhöhe“ daraus resultieren, dass Menschen verseuchte Meeresfrüchte essen, heißt es in dem Bericht.
Nach zu lesen bei Focus Online.