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Klimarettung: Australien plant Abschuss Hunderttausender Kamele

Australien ist im Kampf gegen den Klimawandel auf eine ungewöhnliche Idee gekommen: Die Regierung will Hunderttausende wilde Kamele töten lassen - weil sie zu viel rülpsen.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/n...767707,00.html
  1. #180

    ...

    Zitat von die_andere Beitrag anzeigen
    Das mag ja sein, aber hier reden Sie die armen Kamele schlecht, die nichts dafür können, dass sie dort sich selbst überlassen blieben und es nun zu solchen Problemen kommt.
    Da haben Sie mich aber gründlich missverstanden, nichts liegt mir ferner als "Kamele schlecht zu reden". Wie kann diese ausdauernden Trampeltiere nicht mögen, und für ihr Verhalten können diese erst recht nichts. Aber gerade deswegen ist für diese wie für alles andere wohl über ein Management notwendig. Für Überpopulationen und Nutzerkonflikte, gerade bei eingeführten Tieren, müssen halt Lösungen gefunden werden, und die fallen teilweise nicht unbedingt schön aus. Aber eine zu starke emotionale Komponente ist da kaum hilfreich..

    Nun ja, es hatten hier ja bereits Fachleute gesagt, dass die Wüstentiere in der Wüste weniger kaputt machen als Rinder.
    Dem ist sicher so, generell sind wilde Kamele verglichen mit anderen eingeführten Arten eher unproblematisch. Aber unproblematischer ist halt nicht immer problemfrei.

    Darauf bezog ich mich. Wenn Kamelfleisch schmeckt, warum sollte man da nicht umdenken können?
    Wie gesagt, es gibt auch Kamelfarmen, es ist also effektiv nicht so, dass niemand auf die Idee kam, das wirtschaftlich zu nutzen. Bloss sind die Möglichkeiten letztlich limitiert, und Essgewohnheiten ändern sich nicht leicht, insbesondere mit etwas, das eher schwierig zu handhaben ist. Känguruh etwa ist ja auch kein Marktschlager, trotz konkurrenzlosem Preis und gutem Geschmack.

    Also, warum nicht das Outback touristisch besser erschließen und so was anbieten?
    Ach, das hat der Bayer natürlich nicht erfunden: http://camelfarm.com/. Im Grunde haben wir hier aber sowieso eine thematische Diskrepanz. Touristische Nutzung domestizierter Kamele am einen Ort löst halt kein Wildkamel-Problem am anderen Ort.

    Daran habe ich mich beteiligt, wie andere auch, die auch vorschlugen, die Kamele an den Wasserstellen einzufangen und zu schlachten.
    Bei dem Punkt kann ich immer noch nicht ganz folgen. Wo liegen der Unterschied zwischen "einfangen und schlachten" und "abschiessen"? Mal davon abgesehen, dass ersteres grösseren Stress für die Tiere und höhere Kosten für die Jäger bedeutet? Ausserdem, ohne zusätzliche wirtschaftliche Anreize ("Abschussprämien") funktioniert beides nicht.

    Welche sind denn das? Sterben einheimische Tiere, weil die Kamele ihnen alles wegfuttern?
    Es ist anzunehmen, dass die Kamele andere Tiere verdrängen oder beeinträchtigen. Selbst wenn sie eine eigene Nische besetzen bleibt ein solche Veränderung eines Ökosystems selten folgenlos. Aber das müsste man wohl genauer untersuchen..

    Aber dieser Profit scheint Ihnen nicht genug zu sein.
    Im Interesse des australischen Steuerzahlers scheint mir der volkswirtschaftliche Nutzen grösser, für derartige Unterfangen private Firmen zahlen zu lassen. Sie können natürlich auch Umweltsünder höhere Steuern zahlen lassen und das Geld anschliessend wieder als Jagd-Subventionen ausschütten, aber das führt zum gleichen Resultat auf umständlichere Weise.

    Ansonsten scheint Ihnen ja eher der Profit Einzelner am Herzen zu liegen wenn Sie sich so für die Subventionierung weitgehend unnötiger Arbeitsplätze für Jäger oder Touristiker einsetzen..
  2. #181

    ...

    Zitat von die_andere Beitrag anzeigen
    Warum gehen Sie denn immer nur von sich selbst aus? Ich hätte z.B. gar keine Lust Haie zu "schauen". Schon gar nicht in Australien.
    Ich habe lediglich meine Präferenzen dargelegt, darf man doch noch. Aber gut, vielleicht bin ich als Nicht-Jäger eine schlechte Referenz..

    Wie auch immer, nein, Australien bietet - offenkundig - etliche so einzigartige wie faszinierende Meereshabitate. Wer ernsthaft an Naturerlebnissen interessiert wird sich das kaum entgehen lassen wollen. Wobei, nichts gegen andere Orte, gerade Südafrika steht Australien kaum nach. Bloss finden Sie dort natürlich nicht exakt die gleichen Arten von Haien oder sonst irgendwas. Ausserdem dachte ich, wir würden von Touristen in Australien sprechen, und nicht einem weltweiten Vergleich. Zumal das eher ein Eigentor wäre, da sich dann Ihr touristisches Kamel-Konzept global behaupten müsste. U.a. auch gegen das originale Kamel-Feeling in Nordafrika oder Arabien..

    Ehm.. wenn sich IHR Geschäft nur durch Subventionen lohnt aber nicht nachhaltig Arbeitsplätze schafft - im Gegensatz zu meinem Vorschlag -, können Sie doch nicht immer wieder mit "ökonomischen Nutzen" ankommen? Das/die von mir vorgeschlagene(n) Geschäft/e würden sich selbstverständlich auch erst dann lohnen, wenn man dafür Subventionen bereitstellte. Worin liegt jetzt also der Unterschied des auszugebenden Geldes?
    Der Unterschied liegt darin, dass Zertifikatehandel eben keine Subventionen sind, sondern private Unternehmen die Massnahmen bezahlen und dadurch deren Kosten für Emissionen erhöht werden. Ausserdem können so oder so keine nachhaltigen Arbeitsplätze entstehen, da es darum geht, den Kamelbestand massiv zu deziminieren. Was per Definition eine zeitlich begrenze Angelegenheit ist.

    Nun, dieses Bild habe ich, weil mit Koalas streicheln im Zoo seit Jahrzehnten für Reisen nach Australien bei uns geworben wird.
    Gut, das ist dann aber effektiv eher Werbung von bescheidener Qualität. Aber wenn es offenbar funktioniert..

    Als Tourist dort, würde ich mir außer dem Strand und ein paar Städten, wo ich hoffentlich nicht länger als 2 Tage bleiben muss, aber vor allem den Outback gerne ansehen wollen.
    Ich denke, den meisten Australienreisenden geht es ähnlich. Hätte zumindest noch niemanden getroffen, der das anders sieht, und ehrlich gesagt könnte ich das auch nur schwerlich nachvollziehen. Allerdings muss man da auch sagen, dass der durchschnittliche Europäer die Dimensionen und Möglichkeiten von Australien gerne unterschätzt. Gerade wer an Wildnis und Wandertouren interessiert ist kann sich da zwischen Hobart und Darwin, Perth und Sydney problemlos monatelang beschäftigen..;)

    Dass es da aber schöne, interessante Unterkünfte gibt, habe ich noch nie gehört. Nur dass es riesige Privatfarmen gibt, wo man dann für Rinderfarmer schwer schuften kann/darf/möchte, sofern man ein gewisses Alter nicht überschritten hat.
    Gut, "working holidays" sind relativ beliebt, aber wenn man es finanziell nicht nötig hat geht es natürlich auch komfortabler. Problematisch sind hier halt allenfalls wieder die Dimensionen und generell dünn gesiedelte Infrastruktur. Gerade im Landesinnere gibt es halt schnell mal hunderte Kilometer gar nichts ausser einem Highway, den man hier eher Feldweg nennen würde. Wobei es natürlich auch für das Lösungen gibt, wenn man es sich leisten kann..
  3. #182

    Tiere töten? - welch eine Kunst!

    Zitat von 23 1/3 Beitrag anzeigen
    endlich mal ein sinnvoller vorschlag dem klimawandel entgegenzutreten. die tötung der tiere dürfte außerdem der bedrohten fauna des fünften kontinents wieder mehr platz zum atmen verschaffen. dürfen wir nun hoffen das die reglung auch auf weitere paarhufe ausgeweitet wird ?! ... ich denke schon, auch hierzulande befindet sich gerade im bereich der landwirtschaft erhebliches einsparpotenzial, eine umstellung der menschlichen ernährungsweise auf rein pflanzliche kost würde allerdings einen echten gesellschaftlichen paradigmenwechsel bedeuten, der hoffentlich in zukunft breiter in der kritischen öffentlichkeit diskutiert wird.
    Da muß ich deutlich widersprechen!
    Hätte ich die Wahl, würde ich lieber 300.000 Autos stillegen!
    Oder auf schadstoff-freien Antrieb umrüsten.
    Für die Versäumnisse der Menschheit Tiere zu töten, ist wohl das Letzte!
    Wir können froh sein, daß unsere Mitgeschöpfe nicht auch so gegen uns agieren. Da hätten wir ansonsten nichts zu lachen!

    Dennoch kann ich der zitierten Meinung im 2.Punkt zustimmen:
    Eine Ernährung mit rein pflanzlicher Kost könnte viel zum Klimaschutz beitragen. Ich bin bereits seit vielen Jahren Vegetarier und verzichte oft auf Milchprodukte.
  4. #183

    Fleischkonsum

    Hat niemand mal daran gedacht den Fleischkonsum zumindest reduzieren?Das würde der Umwelt helfen, aber es geht ja wie immer um PROFIT.








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