Da haben Sie mich aber gründlich missverstanden, nichts liegt mir ferner als "Kamele schlecht zu reden". Wie kann diese ausdauernden Trampeltiere nicht mögen, und für ihr Verhalten können diese erst recht nichts. Aber gerade deswegen ist für diese wie für alles andere wohl über ein Management notwendig. Für Überpopulationen und Nutzerkonflikte, gerade bei eingeführten Tieren, müssen halt Lösungen gefunden werden, und die fallen teilweise nicht unbedingt schön aus. Aber eine zu starke emotionale Komponente ist da kaum hilfreich..
Dem ist sicher so, generell sind wilde Kamele verglichen mit anderen eingeführten Arten eher unproblematisch. Aber unproblematischer ist halt nicht immer problemfrei.Nun ja, es hatten hier ja bereits Fachleute gesagt, dass die Wüstentiere in der Wüste weniger kaputt machen als Rinder.
Wie gesagt, es gibt auch Kamelfarmen, es ist also effektiv nicht so, dass niemand auf die Idee kam, das wirtschaftlich zu nutzen. Bloss sind die Möglichkeiten letztlich limitiert, und Essgewohnheiten ändern sich nicht leicht, insbesondere mit etwas, das eher schwierig zu handhaben ist. Känguruh etwa ist ja auch kein Marktschlager, trotz konkurrenzlosem Preis und gutem Geschmack.Darauf bezog ich mich. Wenn Kamelfleisch schmeckt, warum sollte man da nicht umdenken können?
Ach, das hat der Bayer natürlich nicht erfunden: http://camelfarm.com/. Im Grunde haben wir hier aber sowieso eine thematische Diskrepanz. Touristische Nutzung domestizierter Kamele am einen Ort löst halt kein Wildkamel-Problem am anderen Ort.Also, warum nicht das Outback touristisch besser erschließen und so was anbieten?
Bei dem Punkt kann ich immer noch nicht ganz folgen. Wo liegen der Unterschied zwischen "einfangen und schlachten" und "abschiessen"? Mal davon abgesehen, dass ersteres grösseren Stress für die Tiere und höhere Kosten für die Jäger bedeutet? Ausserdem, ohne zusätzliche wirtschaftliche Anreize ("Abschussprämien") funktioniert beides nicht.Daran habe ich mich beteiligt, wie andere auch, die auch vorschlugen, die Kamele an den Wasserstellen einzufangen und zu schlachten.
Es ist anzunehmen, dass die Kamele andere Tiere verdrängen oder beeinträchtigen. Selbst wenn sie eine eigene Nische besetzen bleibt ein solche Veränderung eines Ökosystems selten folgenlos. Aber das müsste man wohl genauer untersuchen..Welche sind denn das? Sterben einheimische Tiere, weil die Kamele ihnen alles wegfuttern?
Im Interesse des australischen Steuerzahlers scheint mir der volkswirtschaftliche Nutzen grösser, für derartige Unterfangen private Firmen zahlen zu lassen. Sie können natürlich auch Umweltsünder höhere Steuern zahlen lassen und das Geld anschliessend wieder als Jagd-Subventionen ausschütten, aber das führt zum gleichen Resultat auf umständlichere Weise.Aber dieser Profit scheint Ihnen nicht genug zu sein.
Ansonsten scheint Ihnen ja eher der Profit Einzelner am Herzen zu liegen wenn Sie sich so für die Subventionierung weitgehend unnötiger Arbeitsplätze für Jäger oder Touristiker einsetzen..

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