Effiziente Flugzeuge, enge Bestuhlung und hohe Auslastung: Im Klimaranking der 150 größten Fluggesellschaften der Welt liegt Tuifly ganz vorne. Beste europäische Linien-Airline bei dem Ranking von Atmosfair wurde Air Berlin. Insgesamt ist die CO2-Emission der Branche deutlich gestiegen.
http://www.spiegel.de/reise/aktuell/...854884,00.html
Klingt im 1. Moment vielleicht ganz positiv, hat aber einen ganz anderen Hintergrund: Die "Maximalbestuhlung" bringt den Airlines bei sehr hoher Auslastung maximale Einnahmen. Ich bin mir sicher, daß keine einzige Airline sich primär Gedanken um ihre CO2-Bilanz macht, sondern solche Entscheidungen trifft, um ihren Profit zu maximieren.
"Unterdurchschnittlich dicht bestuhlt" wie z.B. bei LH heißt im Klartext, daß die Passagiere hier noch etwas mehr Komfort durch Beinfreiheit haben.
Bei einem 2-Stunden-Flug mag das für den Fluggast nicht relevant sein, aber 12 oder mehr Stunden auf einem Langstreckenflug (erwähnt wird in dem Artikel u.a. die brasilianische Linie TAM) erinnern dann schon wieder an die Art Käfighaltung, die man bei Hühnern gerade verboten hat.
Weniger CO2 zu erzeugen macht dann am meisten Sinn, wenn grundsätzlich weniger geflogen wird. Einsparungspotential gibt es hier genug.
Die Kommunikationstechnologie ist heute so weit entwickelt, daß beispielsweise viele Meetings mit Gesprächspartnern aus aller Welt sehr komfortabel und in perfekter Qualität im "virtuellen" Raum stattfinden können, ohne daß zigtausend Meilen real per Flugzeug zurückgelegt werden müssen. Abgesehen von der CO2-Einsparung werden so auch Kosten gespart und die Mitarbeiter der Firmen leiden weniger unter Streß durch das Reisen, Jetlag usw.
Hier sollte angesetzt werden und hierfür sollte es "Awards" geben.
Genau so sieht's aus! Von einem tollen Ranking kann die sich nämlich weder etwas kaufen noch das Personal bezahlen.
Wobei die LH-Bestuhlung auf Mittel-/Kurzstrecke schon ziemlich an Käfighaltung erinnert. Ich möchte erst garnicht wissen, wie das bei den "Testsiegern" aussieht!
Wobei selbst 2 Stunden in Quetschhaltung eine Zumutung sind. Langstrecke mit einer solchen Bestuhlung wäre zumindest für mich völlig indiskutabel. Privat zahl' ich lieber mehr (aber natürlich nicht die LH-Phantasiepreise), und selbst mein Arbeitgeber hat diesbezüglich ein Einsehen.
Kaum eine Firma schmeißt für Dienstreisen viel Geld sinnlos das Fenster raus. Insofern wird bei jeder Dienstreise hinterfragt, ob's dazu keine Alternativen gibt. Trotzdem sollte man nicht übersehen, daß der persönliche Kontakt viel ausmachen kann. Eine Firma funktioniert nämlich nicht sonderlich gut, wenn mannur auf Prozesse etc. vertraut. So richtig flutscht es nämlich nur auf dem -ich übernehm' mal den Wunderwehrbegriff- "Gefreiten-Dienstweg". Oft geht dann sogar etwas, was offiziell garnicht oder nur mit einer großen Verzögerung geht.