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Klimageschichte: Schwächelnde Sonne löste antike Kälteperiode aus

SDO / NASA / AIA / EVEWie stark beeinflusst die Sonne das Klima auf der Erde? Forscher konnten jetzt anhand von Bohrkernen aus einem See in der Eifel nachweisen, dass eine Schwächeperiode der Sonnenaktivität vor 2800 Jahren eine Kälteperiode ausgelöst hat.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/n...831401,00.html
  1. #30

    Hybris

    Schon die Differenzierung zwischen "natürlich" und "anthropogen" in Bezug auf das Klima lässt deutlich die Hybris des Menschen erkennen, der glaubt hier wesentlichen Einfluss ausüben zu können.
    Wir haben erst seit etwa 100 Jahren eine zuverlässige Temperaturaufzeichnung und auch das nur in besiedelten Gebieten. Von einer global flächendeckenden Temperaturerfassung kann erst seit ein paar Jahrzehnten die Rede sein.
    Alle anderen Angaben zu globalen Temperaturverläufen beruhen auf hochgerechneten Daten, die an wenigen Stellen des Planeten anhand von Sediment- oder Eisbohrkernen ermittelt wurden. Auch wenn anhand der Bohrkerne erstaunlich präzise Aussagen zu den Bedingungen am Standort des Bohrkernes möglich sind, bleibt bei der Modellierung des globalen Klimas ein erhebliches Schwankungspotenzial. Man darf nicht vergessen: Wir reden über wenige Zehntelgrade.
    Wenn ich mir anschaue, wie hoch heutzutage der messtechnische Aufwand ist, um auf ein Zehntelgrad genau zu messen, kann ich nur staunen, wie man anhand von wenigen indirekten Messungen (Bohrkerne) die Veränderung der globalen Temperatur über einen Zeitraum von Jahrtausenden so präzise angeben kann.
    Dann kommt noch dazu, dass man schlicht davon ausgehen muss, dass die Modelle nicht alle Einflussfaktoren adäquat abbilden, weil wir nicht alle Einflussfaktoren auf das Klima kennen. Es fließen selbstverständlich nur die Faktoren ein, von denen wir heute glauben, dass sie die wesentlichen Parameter der Klimabeeinflussung darstellen.
    Kurz: Wir wissen nicht, in welchem Ausmaß wir das Klima beeinflussen, weil wir nicht gut genug wissen, wie das Klima überhaupt funktioniert. In Bezug auf das Klima sind wir auf diesem Planeten ein Teil das Ganzen und nicht der Regisseur, wie durch die Differenzierung "natürlich" vs. "anthropogen" gelegentlich suggeriert wird.
  2. #31

    Die mehrheit der seriöseren Wissenschaftler?

    Dass sie seriöser sind, merkt man wohl daran, dass sie die richtige Meinung vetreten? In der ZEIT waren es vor geraumer Zeit "besser informierten" Wissenschaftler - das kommt wohl aufs selber heraus.
  3. #32

    Zitat von ehrenwerter_geschäftsmann Beitrag anzeigen
    Ich bin durch diese Form der Berichterstattung schockiert! Hier unterschreitet der Spiegel ein Qualitätsminimum. Die Redaktion muss sich schleunigst für die Passage "Insbesondere Klimawandel-Skeptiker behaupten gern, dass die Sonne ein wichtigerer Faktor sei als die Aktivität des Menschen, während die Mehrheit der seriöseren Wissenschaftler das Gegenteil annimmt." entschuldigen! Ich beziehe mich vor allem auf die "seriösen Wissenschaftler". Solche Formulierungen sind nicht einmal in einem Kommentar in Ordnung.
    Jo die formulierung ist wirklich merkwuerdig. Als ob irgendein Wissenschaftler den Einfluss der Sonne abstreiten wuerde. Tatsaechlich gibt es viele Effekte, die Frage ist doch eher welcher davon momentan der dominante ist. Die traurige Wahrheit ist aber natuerlich, dass die Skeptiker behaupten es sei ausschliesslich die Sonne, was natuerlich physikalischer Unsinn ist.
  4. #33

    optional

    Ein Wissenschaftler ist wohl nur ein "seriöserer", wenn er die Meinung des Artikelverfassers teilt. Dummerweise fehlt vermutlich demjenigen ein Verständnis vom Begriff "objektiv" und "wissenschaftlich".
  5. #34

    Widerlegung leicht gemacht

    Zitat von wr4th Beitrag anzeigen
    Die traurige Wahrheit ist aber natuerlich, dass die Skeptiker behaupten es sei ausschliesslich die Sonne, was natuerlich physikalischer Unsinn ist.
    Die traurige Wahrheit ist aber natürlich, daß nicht einmal im SPON-Artikel dies behauptet wird.

    "Insbesondere Klimawandel-Skeptiker behaupten gern, dass die Sonne ein wichtigerer Faktor sei als die Aktivität des Menschen, während die Mehrheit der seriöseren Wissenschaftler das Gegenteil annimmt."
  6. #35

    árte

    Zitat von Savoyen Beitrag anzeigen
    Sehr geehrter Herr Becker,

    bitte googlen Sie doch einmal folgende Begriff: "CERN Wolken Svensmark". Dann erhalten Sie einige Informationen, die für Sie scheinbar völlig unbekannt sind. Was ich persönlich eigentlich bedauerlich finde, da ich der Meinung bin, dass Journalisten eigentlich umfassend informiert sein sollten.

    Bei dieser Gelegenheit: die oben aufgeführte Implikation (Skeptiker sind keine seriösen Wissenschaftler) ist - gelinde gesagt - eine Unverschämheit. Damit beleidigen Sie in einer abstoßend arroganten Art und Weise Wissenschaftler wie Svensmark, Singer, Spötl, Mangini etc., die allesamt der Theorie des AGW skeptisch gegenüber stehen. Ich bin mir allerdings ziemlich sicher, dass Ihre fachliche Qualikation bei weitem nicht ausreicht, um eine solche Aussage fundiert treffen zu können.

    Unabhängig vom Inhalt ist die offensichtlich und unkritische Einseitigkeit des Artikels ein Armutszeugnis für das, was sich erdreistet, sich Qualitätsjournalismus zu nennen.
    Oder ab und zu mal árte TV gucken Programm | de - ARTE "Das Geheimnis der Wolken"
  7. #36

    wir nähern uns

    2005: die Sonnenaktivität hat keinerlei Einfluss; 2008: die Sonnenaktivität hat keinen messbaren Einfluss; 2010: die Sonnenaktivität hat kaum einen Einfluss; 2012: die Sonnenaktivität hat allenfalls regionalen Einfluss, 2014: ???
  8. #37

    ?

    Zitat von dick_&_durstig Beitrag anzeigen
    Oder ab und zu mal árte TV gucken Programm | de - ARTE "Das Geheimnis der Wolken"
    das große problem bei svensmark und co ist, daß bisher alle ihre arbeiten widerlegt wurden.

    bisher wurden noch keine fakten gefunden, die ihre thesen stützen.

    im gegenteil es gibt haufenweise studien, die zeigen, daß die sonne lediglich einen geringen einfluß auf die steigenden temperaturen hat (Ammann 2007, Foukal 2006, Scafetta 2006, Usoskin 2005, Haigh 2003, Solanki 2003, Stott 2003, Lean 1999, Waple 1999 and Frolich 1998 )
    zusätzlihc gibt es berge von arbeiten, die zeigen, welche faktoren einfluß haben.
    ich werde nie verstehen, warum sich die leute dann immer wieder auf einzelne widerlegte arbeiten weniger forscher stürzen, die sich zum teil auch noch widersprechen (die sonne ists, die wolken machens, klimatische sensitivität ist niedrig, treibhausgase haben keinen einfluß) und daraus ihren glauben ziehen der mensch habe keinen oder nur einen geringen einfluß.

    im gegensatz dazu zeigt der "mainstream" der klimaforschung zwar immer noch große unsicherheiten in den werten, aber doch weitestgehend einigkeit in seiner aussage, im gegensatz zur kakophonie der "skeptiker".
  9. #38

    Erstaunlich

    wie Artikel über das Klima immer wieder vor allem Klimawandelskeptiker dazu anlocken, Ihre Kommentare zum Besten zu geben. Und interessant, daß eben diese Personen Wissenschaftlichkeit für sich in Anspruch nehmen, wo sie doch in Wahrheit beide Augen fest vor wissenschaftlich wirklich fundierten Thesen wie dem Einfluß des Menschen auf das Klima verschließen.
  10. #39

    Also, dass die Sonne Einfluss auf das Klima hat...

    ist sehr überraschend - das hätte ich nicht gedacht...
    Ich bin gespannt auf die nächste Forschung, ob der Regen aus den Wolken kommt, oder von Menschen mit Gartenschläuchen veruhrsacht wird...








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