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Klimageschichte: Schwächelnde Sonne löste antike Kälteperiode aus

SDO / NASA / AIA / EVEWie stark beeinflusst die Sonne das Klima auf der Erde? Forscher konnten jetzt anhand von Bohrkernen aus einem See in der Eifel nachweisen, dass eine Schwächeperiode der Sonnenaktivität vor 2800 Jahren eine Kälteperiode ausgelöst hat.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/n...831401,00.html
  1. #10

    Mehr als nur Klima wichtig

    Zitat von Seraphan Beitrag anzeigen
    Der Mensch überschätzt sich maßlos. Nur weil er es geschafft hat, mit Mutwilligkeit eine gewisse Erwärmung zu verursachen, meint er, alles im Griff zu haben. Bullshit. Die Sonne muss sich nur entscheiden, ihre Aktivität zu erhöhen oder einzuschränken; und der Mensch wird nichts, aber auch gar nichts, dagegen tun können.
    Neben dem Einfluss, den die Existenz der Menschen durch Rueckkopplungen auf die Klimaentwicklung hat und ganz unabhaengig davon, obdas schaedlich sei oder nicht gibt es ja erhebliche weitere Gruende, mit den vorhandenen Ressourcen besser umzugehen. Und daran koennte der Mensch sehr wohl viel tun und aendern:
    1.
    Wir verringern durch unse Zahl und Industrie den Sauerstoffgehalt der Atmosphaere und erhoehen den des CO2. Das kann nur schlecht und niemals gut sein.
    2.
    Wir veraendern die Biosphaere durch Zunahme anthropogener Monokulturen von uns selber und durch von uns gezuechtete weitere tierische und botanische Monokulturen.
    Monolulturen, ganz gleich von was, erhoehen Krisendispositionen.
    3.
    Wir verschleudern durch unsere Primitivtechniken Ressourcen, was nach jeden Hochrechnungen unsere Nachkommen in Probleme stuerzen wird.
    4.
    Unser mangelndes Interesse an Nachhaltigkeit hat bei derzeit 7 Millarden bereits unmittelbar Schaeden im Gefolge, die nicht nur unsere Nachkommen, sondern auch uns selber bei Lebzeiten schon beeintraechtigen:
    Tschernobil, Fukushima, Bhopal, Seveso, Fertilitaetseinbrueche an gesundem Nachwuchs (waschaktive Substanzen, Antibiotika als Verseuchung in die Umwelt gelangt), herabgesetzte Nahrungsmittelqualitaet und dadurch erhoehte Krankenanfaelligkeit (gleich mehr Leiden und hoehere Allgemeinkosten), gravierende Verslumungszunahmen.

    Es braucht nicht des Klimaarguments. Es gibt viele andere noch wichtigere Gruende, nicht so weiterzumachen wir bisher.
  2. #11

    Zitat von Seraphan Beitrag anzeigen
    Der Mensch überschätzt sich maßlos. Nur weil er es geschafft hat, mit Mutwilligkeit eine gewisse Erwärmung zu verursachen, meint er, alles im Griff zu haben. Bullshit. Die Sonne muss sich nur entscheiden, ihre Aktivität zu erhöhen oder einzuschränken; und der Mensch wird nichts, aber auch gar nichts, dagegen tun können.
    Die Sonne wird sich auch entscheiden, wenn sie langsam beginnt sich zum roten Riesen aufzublähen wenn der Wasserstoffvorrat zur Neige geht und die Sonne anfängt die Ozeane langsam zu verdampfen.

    Allerdings soll das erst in einer Milliarde Jahre langsam beginnen...bis dahin bleibt die Erde wohl weiter ein lebensfreundlicher Planet.

    Trotz der "kleinen" Klimaschwankungen die unser Stern bis dahin noch weiter für die Erde auslösen wird...neben anderen Ursachen.


    Aber das interessante...wer auch nur ein kleines Teleskop besitzt und den Ringnebel im Sternbild der Leier oder den Hantelnebel im Sternbild Fuchs findet und durchs Teleskop betrachtet schaut womöglich in die Zukunft unseres eigenen Sonnensystems...auch unseres wird wahrscheinlich mal als "planetarischer Nebel" enden.

    FG
  3. #12

    Anthropogener Einfluss

    # Tengoinfo,

    Der Einfluss des Menschen auf das Klima beruht darauf, dass durch Landnutzungsaenderungen sich die Albedo des Systems Erde-Atmosphaere im solaren Bereich aendern kann. Dadurch kann sich die Absorption solarer Strahlung in diesem System aendern. Eine Aenderung des Klimas ueber die anthropogene Emission sog. Treibhausgase existiert nicht.

    Hier ein Beispiel: Hansen et al. (2011, Atmospheric Chemistry and Physics) haben eine Energieimbalanz von 0,58 W/m^2 fuer den Oberrand der Atmosphaere fuer das Intervall 2005-2010 diagnostiziert, die u.a. dazu verwendet wurde, einen beschleunigten Anstieg des Meeresspiegels zu begruenden. Die Autoren haben aber mit einer Solarkonstanten gearbeitet haben, die seit geraumer Zeit als zu hoch gilt. Statt den Wert von 1361 W/m^2 zu verwenden, wie er von den Satelliten SORCE/TIM (seit 2003) und ACRIM3 (seit 2000) geliefert wurde, verwendeten Hansen et al. einen Wert von 1366 W/m^2. Haetten Hansen et al. (2011) mit der
  4. #13

    # Tengoinfo

    der Mensch kann nur durch Aktivitaeten, die die Albedo des Systems Erde-Atmosphaere im solaren Bereich aendern, die Energetik der Atmosphaere beeinflussen. Zu diesen Aktivitaeten zaehlen vor allem Landnutzungsaenderungen.
  5. #14

    ich finde das auch witzig

    Ich finde das auch witzig: diese Einteilung in "seriöse" und dann wohl auch unseriöse Wissenschaftler. Seriöse - sind das die Mainstreams? Die, die im Mittelalter alle überzeugt waren, dass die Sonne sich um die Erde dreht ("ptolemäisches Weltbild"). Oder wie habe ich mir das vorzustellen? aj
  6. #15

    Nutzung von Berylliumisotopen für Paläoklimatologie ist nichts groß neues

    Herrn Beckers Artikel läßt a) den Eindruck erwecken, die Untersuchung von Berylliumistopen für Klimathemen sei einzigartig oder neu. Das ist keineswegs der Fall, man vergleiche http://www.sciencebits.com/files/articles/GACV32No1Veizer.pdf und weitere Arbeiten zu kosmogenen Klimaeinflüssen - einmal beryllium und climate googlen reicht, http://wattsupwiththat.com/2009/03/17/beryllium-10-and-climate/ ist oben auf der Liste.
    b) ist der hauptsächlich umstrittene Faktor nicht die Sonnenwirkung sondern die Wolkenbildung, was sich auch beim IPCC in einer seit über 20 Jahren unverändert großen großen Bandbreite der sogenannten Klimasensititvität ausdrückt.

    Interssant ist, daß sich das PIK nicht mehr wie 2003 komplett verweigert. Die Diskussion von Rahmstorf und Co zu der Untersuchung geht wohlweisslich nicht um den tatsächlich umstrittenen Faktor hier - das wäre die kosmische Höhenstrahlung und deren vom Sonnenwind und Erdmagnetfeld modulierter Klimaeinfluss, sondern ein unbekannter Sonneneinfluss debattiert wird. Im übrigen wäre Klimapolitik nach wie vor notwendig, wenn der menschengemachte CO2 Einfluss geringer wre als von einigen angenommen - es wäre aber dann sinnvoller, Klimafolgen regional anzugehen und abzufedern als sich weiter im IPCC Rahmen auf eine top down globale Einheitslösung zu versteifen. Sprich wir haben es weniger um wissenschaftliche Wahrheit als mit einen administrativen Konflikt zwischen Leuten zu tun, die globale Einheitslösungen fordern und solchen die regional unterschiedliche Strategien bevorzugen.
  7. #16

    Vox populi

    Zitat von spiegkom Beitrag anzeigen
    "Insbesondere Klimawandel-Skeptiker behaupten gern, dass die Sonne ein wichtigerer Faktor sei als die Aktivität des Menschen, während die Mehrheit der seriöseren Wissenschaftler das Gegenteil annimmt."
    Seriöseren Wissenschaftler - Tut mir leid, das hat nichts mehr mit ausgewogener und akzeptabler Berichterstattung zu tun. Werde doch in Zukunft vermeiden,so einen Quatsch in einem Spiegel-Artikel zu lesen.
    Für mich sind die hier als "Klimawandel-Skeptiker" diffamierten Wissenschaftler die seriösen - während die martschreierischen Klimawandel-Paniker bequem und gut alimentiert mit der Welle der Political correctness schwimmen.
  8. #17

    Zitat von spiegkom Beitrag anzeigen
    "Insbesondere Klimawandel-Skeptiker behaupten gern, dass die Sonne ein wichtigerer Faktor sei als die Aktivität des Menschen, während die Mehrheit der seriöseren Wissenschaftler das Gegenteil annimmt."
    Seriöseren Wissenschaftler - Tut mir leid, das hat nichts mehr mit ausgewogener und akzeptabler Berichterstattung zu tun. Werde doch in Zukunft vermeiden,so einen Quatsch in einem Spiegel-Artikel zu lesen.
    Wieso? Was ist an dem Satz denn unverständlich oder gar falsch? Nichts.
  9. #18

    Serioese Wissenschaft

    Ein Beispiel, was belegt, wie unserioes mittlerweile in der Klimaforschung gearbeitet wird, lieferten Hansen et al. (2011, Atmospheric Chemistry and Physics). Diese Autoren diagnostizierten eine Energieimbalanz von 0,58 W/m^2 fuer den Oberrand der Atmosphaere fuer die Zeitspanne 2005-2010. Sie verknuepften damit auch den beschleunigten Anstieg des Meeresspiegels in den kommenden Dekaden. Nur haben Hansen et al. mit einer Solarkonstanten von 1366 W/m^2 gearbeitet. Haetten sie das fuer diese Zeitspanne gueltige Ergebnis von 1361 W/m^2, wie es sowohl von SORCE/TIM (seit 2003) als auch von ACRIM3 (seit 2000) geliefert wurde, verwendet, dann haette sich ein Wert von - 0,33 W/m^2 ergeben, was bedeutet, dass mehr Energie in den Weltraum emittiert als an solarer Strahlung im System Erde-Atmosphaere absorbiert worden waere. Allerdings gehe ich davon aus, dass eine solche Energieimbalanz im Rahmen unserer Beobachtungsmoeglichkeiten gar nicht existiert. Im uebrigen sei vermerkt, dass der erste direkt gemessene Wert der Solarkonstanten (X-15 Messungen in 82 km ueber Grund) von 1968 ebenfalls 1361 W/m^2 betrug, Ausserdem berichteten Raschke et al. (1973) von einer aus Satellitenmessungen hergeleiteten Solarkonstanten von 1361,2 W/m^2. Erst mit NIMBUS7/ERB (1978) begann die Aera der erheblich hoeheren Solarkonstanten. NIMBUS7 lieferte einen mittleren Wert von 1371 W/m^2 (eine Abbildung hierzu findet sich bei Kramm und Dlugi, 2011, "Scrutinizing the atmospheric greenhouse effect and its climatic impact", http://www.scirp.org/journal/PaperInformation.aspx?paperID=9233).

    Nun kommt allerdings das Interessante. Mein Ko-Autor und ich haben einen Kommentar zu dieser Arbeit von Hansen et al. (2011) bei der Zeitschrift Atmospheric Chemistry and Physics im Februar 2012 eingereicht. Dieser Kommentar ist auch unter http://arxiv.org/abs/1203.1289 zu finden. Einen Monat spaeter erhielten wir vom Editorial Office dieser Zeitschrift die Mitteilung, dass der Begutachtungsprozess unterbrochen sei, weil sich kein Editor bereit erklaert habe, die Begutachtung unseres Kommentars zu leiten. Das ist umso bemerkenswert, weil Atmospheric Chemistry and Physics nicht nur ueber ein Advisory Board (Leitung Paul Crutzen), sondern auch ueber fuenf "Executive Editors" und ueber 100 "Co-Editors" verfuegt. Das bedeutet, dass offenbar die blanke Angst vorherrscht, das Handhaben eines Kommentars zu Hansen et al. koenne die wissenschaftliche Karriere negativ beeinflussen. (Das gilt natuerlich nicht fuer die Ko-Editoren, die deswegen nicht aktiv werden koennen, weil sie mit uns in anderen Bereichen zusammnarbeiten und von daher generell ausgeschlossen sind.) Die Editorin, die das Manuskript von Hansen et al. begleitete, hat sich offenbar vornehm zurueckgehalten. Vor zwei Wochen erhielt ich allerdings die Mitteilung, dass nun jemand bereits sei, die Begutachtung zu leiten. Ich bin gespannt, mit welchen Argumenten nun versucht wird, unseren Kommentar zu entkraeften.

    Interessant ist noch, dass James Butler, ein Kollege von Hansen bei der NASA, zusammen mit anderen Autoren bereits im Jahre 2008 einen Artikel publizierte, in dem auf das Ergebnis von SORCE/TIM hingewiesen wurde. Noch interessanter ist allerdings, dass die Arbeit von Kopp und Lean (2010) von Hansen et al. (2011) mit der Behauptung entkraeftet werden sollte, der Absolutwert der Solarkonstanten spiele keine Rolle. Mehr physikalischen Unsinn kann man in der physikalischen Klimaforschung wohl nicht fabrizieren. Damit behaupt Hansen dann ja auch, dass die teuren Satelliten, die von der NASA in eine Umlaufbahn gebracht wurden, nicht erforderlich sind. Mittlerweile haben sich 49 bekannte NASA-Mitarbeiter in einem Offenen Brief den NASA-Administrator, Charles Bolden, gewandt. Es heisst darin:

    "We, the undersigned, respectfully request that NASA and the Goddard Institute for Space Studies (GISS) refrain from including unproven remarks in public releases and websites. We believe the claims by NASA and GISS, that man-made carbon dioxide is having a catastrophic impact on global climate change are not substantiated, especially when considering thousands of years of empirical data. With hundreds of well-known climate scientists and tens of thousands of other scientists publicly declaring their disbelief in the catastrophic forecasts, coming particularly from the GISS leadership, it is clear that the science is NOT settled."

    Read more: http://www.businessinsider.com/nasa-scientists-dispute-climate-change-2012-4#ixzz1u8OCeGmI
  10. #19

    Zitat von podschi Beitrag anzeigen
    "Insbesondere Klimawandel-Skeptiker behaupten gern, dass die Sonne ein wichtigerer Faktor sei als die Aktivität des Menschen, während die Mehrheit der seriöseren Wissenschaftler das Gegenteil annimmt."
    Unglaublich, wie ergebnisoffen doch der Herr Becker hier schreibt. Eine wissenschaftliche Ausbildung hat er wohl nicht genossen. Leider läßt aber auch seine journalistische Professionalität zu wünschen übrig. Traurig.
    Schön, daß sich anhand dieses Satzes die Klimawandel-Skeptiker outen. So kann man besser abwägen, wessen Beiträge man zukünftig nicht mehr so ernst nehmen sollte.








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