Schon klar, die Warner sind immer fein raus: Wenn die Katastrophe eintritt sowieso, und wenn sie nicht eintritt, haben sie sie verhindert mit ihren Warnungen. :D
Mit anderen Worten: Diejenigen, die besonnen reagieren und nicht in jeder Veränderung des Status Quo eine Katastrophe sehen, haben das Nachsehen.
Ich habe schon einmal gesagt: Wir nehmen uns zu wichtig. Wir beziehen alles, was in der Natur geschieht, auf uns. Ob Arten aussterben oder Gletscher sich verkleinern, für alles sollen wir verantwortlich sein. Wir gebärden uns wie von der namenslosen Natur beauftragte Weltpolizisten. Dabei weiß jeder, dass auch ohne uns Arten ausgestorben und Gletscher kleiner geworden sind. Wer war damals Polizist, wer hat damals die Verantwortung übernommen?
Es macht keinen Unterschied, ob Arten wegen uns aussterben oder wegen anderen Ursachen. Auch Gletscher kommen und gehen, es steht nirgendwo geschrieben, dass sich deren Zustand nicht mehr verändern darf. Nur wir sind so vermessen, von uns eben das zu fordern: Gletscher sind wichtig für uns, sie müssen also erhalten bleiben, und jeder, der das nicht einsieht, ist ein Verbrecher vor der Natur.
Dabei ist der Natur völlig Wurst, ob die Gletscher da sind oder nicht. Aber weil wir spüren, dass wir keine Legitimation haben zu bestimmen, wie die Gletscher auszusehen haben, schieben wir die sprachlose Natur vor: Wir zerstören angeblich Natur, d.h. unsere Lebensgrundlage, wenn wir das Abschmelzen der Gletscher zulassen. So ein Unsinn!
Die Welt hat ganz anders ausgesehen als unsere Vorfahren lebten, und sie wird für unsere Nachfahren wieder anders aussehen. Das ist der Lauf der Dinge. Schon immer gewesen.



