Klima-Rekonstruktionen: Kleine Veränderungen geben der Erde Hitzeschocks

IARCDie Bahn der Erde um die Sonne verändert sich regelmäßig. Der kleine Effekt hat in der Vergangenheit extreme Klimaerwärmungen ausgelöst, wie zwei neue Studien belegen. Jetzt könnte der vom Menschen verursachte CO2-Ausstoß dafür sorgen, dass erneut eine kritische Schwelle überschritten wird.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/n...825973,00.html
  1. #50

    Zitat von stimmvieh_2011 Beitrag anzeigen
    Endlich beschäftigt sich die Klimaforschung mal mit der Sonneneinstrahlung als auslösendes Moment eines Klimawandels.
    Das tut die Klimaforschung schon seit Jahrzehnten. Das haben auch schon die Ägypter und die Babylonier vor Jahrtausenden gemacht. Die Babylonier hatten über 700(!) Jahre den Lauf der Gestirne beobachtet und dokumentiert. Selbstverständlich macht die Sonne das Klima, aber nicht den Klimawandel, weil die Sonnenstrahlung sich nur minimal und nur in langen Zeiträumen verändert. Dagegen sind Zustandsänderungen der Erde wie Eisschmelze und Ozeanerwärmung viel wichtiger für die Veränderungen des Klimas.
  2. #51

    Klimaskepsis 2.0

    Zitat von lanre Beitrag anzeigen
    Die Klimaveränderung ist nicht zu leugnen. Was allerdings (zu recht) angezweifelt wird, ist das der Mensch daran Schuld ist.

    Ich finde es immer putzig wenn Menschen sich hinstellen und sagen das es schlimm für die Natur ist, dass die Temperaturen steigen. Der Natur ist das PIEPEGAL. Der Mensch hat Angst davor, weil er weiß das seine gewohnte Lebensumgebung sich ändert und er noch mehr Angst hat das nicht zu überleben.

    Frei nach Dieter Nuhr:"Ob der Meerespiegel um 10 Meter steigt, dass ist doch dem Meer egal!"
    Herzlichen Dank die belanglose These und die schöne Illustration von Klimaskepsis 2.0.

    Wie war das noch mal?

    Klimaskepsis 1.0: Eine globale Erwärmung findet nicht statt.

    Irgendwann, als auch dem Dümmsten auffiel, dass die Rekordsommer sich häufen, die Gletscher schmelzen, etc., also als man diese abstruse These nicht aufrecht erhalten konnte, kam

    Klimaskepsis 2.0: Eine Erwärmung? Ja vielleicht, aber das CO2 bzw. Klimagase sind nicht Schuld. Als diese These auch nicht mehr aufrecht erhalten werden konnte,weil der Zusammenhang zwischen CO2 und Treibhauseffekt unstrittig ist, kam

    Klimaskepsis 3.0: Eine Erwärmung? Ja vielleicht, hat es aber schon immer mal wieder gegeben. Aber der Mensch ist nicht Schuld.

    Wilde Theorien entstehen, um den anthropogenen Einfluss zu relativieren - die Beweise allerdings sind erdrückend und so kam es zu nächsten Stufe der

    Klimaskepsis 4.0: Eine Erwärmung? Ja vielleicht, vielleicht ist auch der Mensch Schuld, aber das Leben ist wie eine Pralinenschachtel: Vielleicht ist das für mich oder uns sogar von Vorteil - wer weiß?

    Und ausserdem gibt es andere Probleme, die wohl wichtiger sind. Wenn die Klimakatastrophe kommt, können wir - wir heisst in dem Fall hoffentlich nicht die aktuelle Generation - immer noch reagieren.

    Dies führt dann zu letzten Stufe:
    Klimaskepsis 5.0: Zu spät - jetzt hilft nur noch Geoengineering.

    In den USA werden solche Leute ja direkt von der Öl- und Kohle-Lobby bezahlt, andere laienhafte Wichtigtuer können sich zumindest in eine Reihe stellen mit angeblich aufrechten aber verfemten Wissenschaftlern.

    Man kann sich ein bisschen fühlen wie Galilei ohne Anstrengung und Gefahr...
  3. #52

    Zitat von wr4th Beitrag anzeigen
    Die Sonneneinstrahlung wird in jedem Klimamodell das jemals entwickelt wurde beruecksichtigt. Der Einfluss wurde auch in jedem der IPCC Berichte diskutiert und quantifiziert. Nachzulesen fuer jeden den es Interessiert.

    Die Frage ist also warum kommen Leute wie Sie auf die Gegenteilige Behauptung? Interessiert Sie die Frage so wenig, dass Sie sich nicht die 5 Minuten Zeit nehmen koennen Ihre Aussage zu ueberpruefen.
    Das Problem ist die Quantifizierung. Dort wird nämlich immer ganz schnell gesagt: die Sonneneinstrahlung ist als Quelle der Erderwärmung zu vernachlässigen. Was nachweißlich falsch ist. Die Auswirkung der Sonneneinstrahlung ist im Gegenteil so groß, dass alle anderen Größen vernachlässigbar sind. Nur gegen Sonneneinstrahlung kann man sich nicht durch Geldverschleuderung wehren.
  4. #53

    Was in dem Bericht fehlt

    Zitat von 4flieger30 Beitrag anzeigen
    Ich habe mal einen Bericht gelesen, wonach in Europa Warmzeiten auch Friedenszeiten warten, währen in Kaälteperioden regelmäßig kriegerische Konflikte ausbrachen. In Warmzeiten ist die Vegetationszeit länger, in kalten Landstrichen ist Ackerbau möglich. Es gibt also auch Vorteile durch die Erderwärmung. Im Übrigen denke ich, der Planet wirds überleben und sich noch um die Sonne drehen, wenn es den Menschen nicht mehr gibt. Vielleicht gibts stattdessen dann andere Lebensarten...
    Was in dem Bericht fehlt ist ja wohl die Tatsache, das in der extrem warmen Periode von ca. 55 Mio Jahren die Tier- und Pflanzenwelt viel reichhaltiger war als heute. Es haben sich in dieser Zeit zahlose neue Arten gebildet wie Forschungen im Amazonas Urwald zeigen. Die Natur generell bevorzugt eine etwas höhere Temperatur. Der Begriff Klimakatastrophe ist hier völlig fehl am Platz.
    Davon abgesehen ist die globale Erwärmung wie richtig im Artikel beschrieben grundsätzlich unaufhaltsam. Die massive Freisetzung von Methan aus dem Meeresboden und den Permafrostböden ist doch längst am Laufen und dass verleiht dem Treibhauseffekt den richtigen Schub. Der weltweite Bedarf nach Öl und Gas steigt ja noch stetig an, kein Wunder bei 8 Mrd. Menschen, und damit auch die zivilisationsbedingte CO2 Produktion.
  5. #54

    uuuhhhhh jetzt habe ich aber angst

    witzig wie einfahc MEnschen durch geielt interpretierte Statistiken beeinflussbar sind.
    MAn sollte sich immer fragen wer von dieser geschürten "Klimaangst" provitiert, dann wird vieles klarer.
    Wieviel Prozent der CO2-Emission wird nochmal vom Menschen verursacht? Wieviel Prozent entfallen davon auf Industrie und Verkehr?
    Allein das dürfte dem naiven Gläubigen die Augen öffnen.
    Warum waren eigentlich die Alpengletscher vor ca 2000 Jahren geschmolzen, warum gab es schonimmer Warm- und Kaltzeiten in der Geschichte der Erde? Welches CO2 war denn daran Schuld?
  6. #55

    Zitat von thueringenomsker Beitrag anzeigen
    der Natur ist eben nicht egal!! Und den Menschen schon gar nicht!!
    Dann geht es eben ohne Menschen weiter in der Evolution. Wo liegt das Problem? Fast keiner der heute lebenden Menschen ist in 100 Jahren noch am Leben. Wen kümmert es, was danach passiert?

    Die Natur wird sich an die gestiegenen Temperaturen anpassen. Das Leben findet immer einen Weg. Wenn der Mensch sich nicht anpassen kann, dann wird er eben wie andere erfolglose Arten verschwinden.

    Nicht von heute auf morgen, aber langsam. Und bei einer Population von 7 Milliarden dauert das Verschwinden lange.
  7. #56

    Zitat von reuanmuc Beitrag anzeigen
    Das tut die Klimaforschung schon seit Jahrzehnten. Das haben auch schon die Ägypter und die Babylonier vor Jahrtausenden gemacht. Die Babylonier hatten über 700(!) Jahre den Lauf der Gestirne beobachtet und dokumentiert. Selbstverständlich macht die Sonne das Klima, aber nicht den Klimawandel, weil die Sonnenstrahlung sich nur minimal und nur in langen Zeiträumen verändert. Dagegen sind Zustandsänderungen der Erde wie Eisschmelze und Ozeanerwärmung viel wichtiger für die Veränderungen des Klimas.
    Eisschmelze und Ozeanerwärmung werden durch die Sonne ausgelöst. Also macht doch die Sonne einzig und alleine das Klima...
  8. #57

    Zitat von einbelgier Beitrag anzeigen
    Sie messen den Treibhauseffekt vom weltraum aus via Emissionsspektrum?
    Erklären Sie doch mal, wie man damit eine Wärmerückleitung durch IR-angeregte CO2 Moleküle aus Höhenlagen um -40°C gegen den Temperaturgradienten der Troposhäre "beweist"....
    Das ganze nennt sich Strahlungstransport. Ist seit Jahrzehnten extrem gut verstanden und kann in jedem Labor nachgemessen werden. Es wird z.B. erfolgreich in Modellen fuer Stern- und Planetenatmosphaeren benutzt.

    Da Diskussionen mit Ihnen waren aber leider nicht sehr ergibig in der Vergangenheit, weil Sie offensichtlich ihre eigene Definition Physik haben. Was natuerlich Ihr gutes Recht ist, es hilft nur leider nicht, wenn man die Natur in unserem Universum beschreiben moechte. Daher wird das diesmal meine einzige Antwort zu dem Thema zu Ihnen bleiben. Es langweilt einfach nur noch.

    Fuer alle die es wirklich interessiert:
    Amazon.com: Radiative Transfer (Dover Books on Physics) (9780486605906): Subrahmanyan Chandrasekhar, Physics: Books
    Amazon.com: Atmospheric Science, Second Edition: An Introductory Survey (International Geophysics) (9780127329512): John M. Wallace, John Michael Wallace, Peter V. Hobbs: Books
  9. #58

    Zitat von stimmvieh_2011 Beitrag anzeigen
    Dort wird nämlich immer ganz schnell gesagt: die Sonneneinstrahlung ist als Quelle der Erderwärmung zu vernachlässigen. Was nachweißlich falsch ist.
    Zeigen Sie doch mal Ihre Nachweise! Können Sie genaue Messungen angeben?
  10. #59

    Zitat von stimmvieh_2011 Beitrag anzeigen
    Endlich beschäftigt sich die Klimaforschung mal mit der Sonneneinstrahlung als auslösendes Moment eines Klimawandels.

    Leider wird das sofort wieder kleingeredet und in Bezug zu CO2 gebracht.

    Wann sehen die so genannten Klimaforscher endlich ein, dass einzig und allein die Sonne für eine signifikante Erderwärmung verantwortlich ist? CO2 ist lediglich eine Begleiterscheinung der Erwärmung - nicht der Auslöser.
    Die Charakterisierung "Stimmvieh" ist hier anscheinend zutreffend, auch im nicht-politischen Sinne, wenn jetzt schon irgendwelche Hobby-Foristen von sich selbst denken, sie wüssten mehr über Atmosphäre, Geologie, Sonnenaktivitäten und deren Folgen als die Physiker, Geophysiker, Geowissenschaftler, Meteorologen, Mathematiker, Atmosphärenforscher, Astrophysiker usw., die sich Jahrzehntelang mit ihren jeweiligen Fachgebieten umfassend und bis ins Detail befassen. Glauben Sie, es wäre noch nie ein Wissenschaftler auf die Idee gekommen, zu untersuchen, welchen Einfluss die Sonne aufs Klima hat und wie dies im Zusammenhang mit der Zusammensetzung der Atmosphäre funktioniert? Haben Sie mal recherchiert, welche unzähligen Fachpublikationen es zu diesem Thema aus den letzten 100 Jahren gibt? Sie müssen die naturwissenschaftliche Elite der Welt (denn das sind sämtliche Naturwissenschaftler nunmal) ja für ziemlich blöd halten.

    Aber Sie können uns ja gern mal darlegen, welche naturwissenschaftlichen Leistungen Sie zu einem solchen impliziten Urteil qualifiziert.
    Sie erinnern mich ein bisschen an einen der Zehntausenden von Hobby-"Physikern", die meinen, Einstein und überhaupt die ganze Physik komplett widerlegt zu haben und endlich die Weltformel gefunden zu haben, die Existenz des ganzen Universums erklärt ... und nur die bösen Wissenschaftler, die sich in Ihrem Leben Jahrzehnte lang intensiv mit diesen Themen beschäftigen wären zu blöd gewesen und würden die Ergebnisse unterdrücken oder ignorieren.