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Klima: Grüne Wäsche für die Welt
Der Schutz der Wälder wird zum zentralen Thema des Klimagipfels in Cancún. Mit Milliarden Dollar sollen jene Länder belohnt werden, die ihre Urwälder schonen. Experten jedoch fürchten Missbrauch: Die Förderung könnte den Raubbau anfachen, statt ihn einzudämmen.
http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,733065,00.html
- #1 06.12.2010 16:20 von
Hoffnungslos
Erst wenn der letzte Baum gefällt ist merken wir, wie dumm wir doch sind. Wir, die wir hier sitzen, sind doch größtenteils Schuld an diesem Problem.
- #2 06.12.2010 16:26 von
Effizienz?
Glaub irgendjemand ernsthaft, dass dieser Geldtransfer irgendetwas bewirken würde in Ländern, die nicht gerade für Transparenz und eine effiziente Verwaltung bekannt sind? Das wird eine gigantische Umverteilung von Vermögen in die Schweiz geben. Da werden wieder irgendwelche Projekte umgelabelt und mit einem grünen Mäntelchen versehen. Am besten wäre es, mit dem Geld die energetische Sanierung hierzulande zu fördern und unseren Verbrauch gegen Null zu fahren. Geldtransfers in Entwicklungsländer sind rausgeworfenes Geld.
- #3 06.12.2010 17:09 von
Hoppla!
Nö?
Tatsächlich?
Da überlegt man sich ein tolles System mit finanziellen Anreizen (bestimmt ganz marktgerecht, wie die CO2-Zertifikate) und dann kommen welche und machen mit ihrer Profitgier alles kaputt?
Haben die denn einfach gar nichts vom Westen gelernt? - #4 06.12.2010 17:14 von
Hoffnungslos ist es
Aber ich kann bei mir keine persönliche Schuld ausmachen.
Die Industrialisierung, verbunden mit extremer Geldgier hat bereits lange vor meiner Geburt begonnen.
1973/74 hatten wir die ersten Ölkrisen, bereits damals haben warnende Stimmen auf die Endlichkeit des Öls hingewiesen. Aber was ist seit dem geschehen? Verbrauchen wir jetzt weniger Öl als damals? Nein, wir exportieren die Benzinfresser jetzt sogar nach China, damit eine Milliarde Chinesen helfen diese Ressource noch schneller zu verbrauchen.
Raten Sie mal womit die Menschheit heizt, wenn kein Öl mehr sprudelt? Dann werden auch noch die allerletzten Bäume gefällt.
Die Welt ist verloren, die Menschheit hat keine Zukunft, jedenfalls nicht mit dieser Milliardenpopulation.
Vielleicht höchstens in der Größenordnung, wie es die "Georgia Guidstones" empfehlen.
Ich dachte es hilft, wenn ich persönlich auf ein Auto verzichte, inzwischen habe ich aber resigniert und dieses Jahr, nach 15 Jahren öffentlichen Nah- und Fernverkehrs, einen Mercedes gekauft. - #5 06.12.2010 17:15 von
Die Deppen von der EU
Die Eu bezahlt doch die Abholzerei zb. in Indonesien.
Urwald roden, endlose Palmölmonokulturen die ständig mit Chemie gesprizut werden, damit man am anderen Ende der Welt Biodiesel der die neuen Motoren kaputt macht tanken kann/muss.
Und es werden weiter die großen Spritschlucker gebaut.
Hallelulia!
Und in CANCUN machen die Politclowns Hollyday. - #6 06.12.2010 17:16 von
....
Entschuldigen Sie, daß ich nicht vor lauter Scham im Boden versinke. Asche zum aufs Haupt streuen ist leider auch schon aufgebracuht und meine Geißel schon ganz abgenutzt von der jahrelangen Selbstkasteiung, die ich mir meinem globalen Gewissen zur Folge täglich auferlegen muß, da meine ruchlosen Taten die Entwicklungsländer ausbeuten, den Ärmsten das letzte nehmen, geld immer nur von unten nach oben verteilen und obedrein auch noch das Klima verändern.
Ich bin ein so schlechter Mensch, daß ich bessere aufhören sollte Steuern zu zahlen, von denen hartz IV bezahlt wird genauso wie Entwicklungshilfen, Kranken- und Sozialversicherungen, Spenden an Wohltätigkeitsvereine und nicht zuletzt einfach nur den Gegenwert von Waren, die mir andere zum Kauf anbieten, weil sie davon leben, meine Job aufgebe, indem ich Werte schaffe und die Versorgung anderer sichere und meinen Trost im Jenseits suchen.
Ich bin so schlecht.... - #7 06.12.2010 17:26 von
Verdrehung von Ursache und Wirkung des Raubbaus an Primärwäldern
Als standardisierte Ursache für die Primärwaldabholzung wird von offizieller Seite meisst die Armut vor Ort (bzw. die Armut der betreffenden Staaten) genannt, die aufgrund fehlender wirtschaftlicher Alternativen der dortigen Bevölkerung zur zerstörerischen Ausbeutung der Naturresourcen führt. Das ist als Ursache allerdings viel zu kurz gegriffen und deswegen nicht zutreffend.
Ergo der gängigen Theorie:
Hätte die dortige Bevölkerung Alternativen, gäbe es keinen Naturraubbau. Diese gängige Argumentation unterschlägt allerdings völlig den Fakt, dass der Mensch - ob arm oder nicht arm - inkl. Abholzungsfirmen erst durch Infrastruktur wie einfache Pisten etc. dorthin gelangen und diese Gebiete wirtschaftlich nutzen bzw. bevölkern. Neuerschliessung, Raubbau und Neubesiedlung gehen Hand in Hand.
Das heisst, die betreffenden Gebiete mit ihren zusammenhängenden Primärwäldern werden neben finanziellen Begehrlichkeiten vor allem erst aufgrund des explodierenden Bevölkerungswachstums auf diese endgültig zerstörerische Weise von der Zivilisation überrollt.
In Gebieten, die ausschliesslich durch Ureinwohner besiedelt werden (Bsp.: Borneo) gibt es KEINEN Raubbau DURCH DIESE menschl. Populationen. Raubbau findet überall da statt (selbstverständl. besonders auch auf Borneo) wo die unkontrollierte Neuerschliessung der Primärwälder stattfindet inkl. dem parallelen Vordringen der menschl. Zivilisation.
Das dortige Bevölkerungswachstum und die damit verbundene illegale wirtschaftliche Brachialneuerschliessung unberührter Natur, d.h. das immer weitere Vordringen der menschl. Zivilisation mit all ihren Begehrlichkeiten sind die Ursache - nicht primär die Armut! - #8 06.12.2010 17:30 von
Malaysia relativiert eigene Naturzerstörung im quantitativen Vergleich zu Europa
Der Verweiss einiger Schwellenländer mit grossen Primärwaldbeständen auf die weitaus stärker dezimierte Natur der westlichen Industrienationen (zur Reinwaschung des eigenen Gewissens) ist eine denkbar fadenscheinige Argumentation.
Beispielsweise Malaysia verweist PLAKATIV sehr gern auf die weitaus stärker dezimierten Wälder Europas, um die eigene Naturzerstörung QUANTITATIV zu relativieren. Die tropischen Regenwälder haben allerdings eine Biodiversität und damit eine Qualität, die die gemässigten Wälder im Vergleich dazu beinahe als "biolog. Todeszonen" erscheinen lassen. Eine bekannte Tatsache.
Erst diese enorme Biodiversität - diese besondere Qualität macht diese Regionen zu den unersetzlichen Schätzen für das Ökosystem des gesamten Planeten, weit mehr als die gemässigten Wälder Europas. Deswegen wird bei deren Abholzung weit mehr Schaden angerichtet, als es bei Ökosystemen der gemässigten Breiten jemals der Fall sein könnte!
Einzig deshalb wiegt die Zerstörung dieser Primärwälder weit schwerer, als diejenige europäischer Ökosysteme, womit sich auch Malaysia und weitere nicht länger mit dieser Banlargumentation heraus reden dürften. - #9 06.12.2010 17:32 von
Ist doch klar...
Emissionsrechtehandel hat so rein gar nichts mit Marktwirtschaft zu tun, weil die Emissionsrechte von Bürokratien ausgegeben werden.
Dass da natürlich ein paar Schaluberger auf Ideen kommen, ist nicht nur nicht überraschend, sondern geradezu der Sinn der Sache.
Alle, die sich da in Cancun in der Sonne aalen, haben ihre Interessen, die einen wollen ein bisschen Geld kassieren, die anderen ein bisschen welches verteilen, dass sie aber zuerst einmal bei ihren Leuten eintreiben wollen und dabei dürfen sie selbst auch nicht zu kurz kommen. Ob in finanzieller Hinsicht oder in politischer ("wir tun was für's Klima!") lasse ich mal dahingestellt.
Aber dass das ganze am Ende nur politische Bauernfängerei ist, war doch von Anfang an klar, oder?
Nur schade, dass wir dabei unser eigenes Land deindustrialisieren und am Ende die Autos, die wir ja trotzdem noch kaufen möchten, bei denChinesen kaufen müssen, das treibt mir schon die Tränen in die Augen.
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