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Klettersteige in den Alpen: Immer dem Seil nach

Stefan HerbkeDer Berg ruft und findet Gehör: Klettersteige sind der neue Trend in den Alpen. Von der Familientour bis zum Profihang - fünf Tipps für gut gesicherten Nervenkitzel am senkrechten Fels.

http://www.spiegel.de/reise/europa/0...842144,00.html
  1. #10

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Berg ruft und findet Gehör: Klettersteige sind der neue Trend in den Alpen. Von der Familientour bis zum Profihang - fünf Tipps für gut gesicherten Nervenkitzel am senkrechten Fels.
    Klettersteige und -hallen sind typisch für den Zeitgeist. Abenteuer ja, aber mit optimaler Versicherung.
    Jede anspruchsvollere Wanderung, bei der man den Weg selbst suchen muss und es auch mal echte Absturzmöglichkeiten gibt, bieten zehnmal mehr Abenteuer ;-)
    Bei echten Abenteuern ist der Ausgang offen.
  2. #11

    @Malachi

    Malachi, sie haben wenig bis nichts von der Diskussion verstanden. Es geht nicht darum, dass es keine eingebohrten Routen geben soll, sondern es geht um den Respekt vor Erstbegehungen und klassischen Touren.

    Ich selbst gehe gerne in einen gut eingebohrten Klettergarten und tobe mich aus, das ist doch auch das Normalste der Welt. Auch gehe ich mit meiner Freundin Plaisirrouten in der Schweiz, doch der erhebliche Unterschied ist ich gehe nur solche Routen die von ANFANG AN so eingebohrt waren! Das bedeutet der Erstbegeher hat das so gewollt und für richtig befunden.

    Für mich sind Kletterrouten wie kleine Kunstwerke und auch die verändert man nicht ohne Zustimmung des Künstlers. Hier beginnt das Problem. In der Kletter und Alpiniszene galt ein ungeschriebenes und nicht rechtlich gültiges Gesetz, dass der Erstbegeher das Recht hat die Sicherung in einer Route festzulegen. Wenn der nun einmal die Route ohne Bohrhaken eingerichtet hat dann ist das eben so. Punkt aus. Das war lange "common sense". Jetzt kommen die Konsumkletterer und sagen: buhuuu, da können wir uns ja weh tun das muss eingebohrt werden, sonst verletzt sich noch jemand und aus diesem Grund werden viele Routen ohne Abstimmung mit den Erstbegehern "saniert" und als Kinderspielplatz eingerichtet.

    Sollen sich diese Leute doch selber die Mühe machen und schöne Linien im Fels finden, putzen und einrichten, anstatt das Werk anderer Leute zu verändern! Denn ja ich weiß die Leistung von Erstbegehern zu schätzen, doch beschränkt sich dies nicht nur auf ein paar Borhaken, sondern eben auch auf dei Leistung eine Route zu finden! Leider ist dieses "Gesetz" rechtlich nicht binden und viele kommerzielle Interessenten (Bergführer, Tourismusverbände, DAV) ignorieren es einfach um ihren Kunden das begehen von "klassikern" zu ermöglichen und bohren die Routen tot.

    Es gibt so viel Fels, sucht Euch doch einmal Eure eigenen Wege und baut dort Autobahnen, dieses Recht spricht Euch doch keiner ab! Aber toleriert doch auch, dass es Leute gibt, die gerade die Erfahrung suchen einen Berg mit möglichst wenig Hilfsmitteln zu bezwingen. Ich weiß nicht wie viele tausend Tode ich bspw. in der Pfalz in einem alten 5er Klassiker gestorben bin obwohl ich im oberen 8ten Grad klettere, oder wie ich fast verzweifelt bin in den Dolomiten weil das Seil langsam ausging und ich immer noch keinen Stand hatte oder ich in der sächsischen einfach 4 Tage meinen Freunden beim Klettern zu geschaut habe weil ich mich geweigert habe Knotenkeilen mein Leben anzuvertrauen ;) Würde ich darum sagen bohrt mehr Haken!? Nein! Ich klettere in der Pfalz mit mehr Umsicht, plane in den Dolomiten meine Stände früher und klettere einfach nicht in der Sächsischen ;)

    Lasst doch die Vielfalt des Klettern am Leben und akzeptiert einfach, dass man nicht alles in einem 3 Tage DAV Kurs lernen kann und für manche Routen extrem viel Training und Nerven notwendig sind. Ich sage doch auch nicht: komm chip mal ein paar mehr Tritte in die action directe damit ich die auch endlich klettern kann...
  3. #12

    Zitat von Malachi Beitrag anzeigen
    Und über solche Leute wie Sie sind rege ich mich und mein Bekanntenkreis auf. Ich wüsste nichts (!) was gegen eingebohrte Routen spricht. Es ist das ständige Credo, das man in etlichen Klettervereinen hört: "Wer es nicht kann, soll es halt lassen!" - man fürchtet um seinen elitären Sport (der er schon längst nicht mehr ist!).
    Statt dessen wird ignoriert, dass hier ein erhebliches Maß an Sicherheit geschaffen wird - welcher Kletterer hat nicht schon den Moment erlebt, in dem der Keil/Friend sich gelöst hat und ein Sturz bis zum nächsten Bohrhaken folgte? Ich für meinen Teil bin dann immer froh, dass irgend wer sich mal die Mühe machte, die Dinger in die Wand zu setzen. Die ganze Harten müssen sie ja nicht benutzen und können weiterhin "klassisch" (=unter erhöhter Gefahr für Leib und Leben) die Tour begehen.

    Persönlich habe ich noch keinen Klettersteig begangen, jedoch wird das früher oder später auch einmal anstehen. Von daher finde ich die Touren eine tolle Bereicherung für Bergbegeisterte, die nichts von Friends/Keilen/Bandschlingen/Expressschlingen usw. wissen wollen.
    Schon mal was über die aktuelle Diskussion vom Cerro Torre gelessen? Die Welt jubelt, weil die Maestri entfernt wurde. Am Mauerläufersteig wurden übrigen auch mehrere Kletterrouten durchkreuzt. Auch nicht Sinn der Sache.
    In der Pfalz werden Keil und Friend akzeptiert und beschweren tut sich keiner (übrigens gab es mehr Unfälle dieses Jahr ausserhalb der Südpfalz in Klettergärten durch menschliches Versagen, als in der Pfalz selbst, ergo: Sicherung ersprt keine Aussbildung). Daher ist niemand elitär, nur weil er weiss was er tut. Warum musste ich schon zwei mal jemand das Abseilen zeigen, nachdem er eine Plaisir Route geklettert ist?
  4. #13

    Besonderer Klettersteig

    In der Tiroler Ferienregion Hall-Wattens http.//www.hall-wattens.at wartet mit dem Absamer Klettersteig zur Bettelwurfhütte im Karwendel ein Klettersteig der Superlative, mehr unter http://www.hall-wattens.at/de/absamer-klettersteig.html


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