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Kletterskandal in Patagonien: Metalldiebe in der Steilwand

Darf man*Hilfshaken an einer historischen Kletterroute entfernen, weil sie den Berg verschandeln? Am weltbekannten Cerro Torre in Argentinien haben zwei junge*Alpinisten*genau das getan. Jetzt stehen sie im Zentrum einer Kontroverse um Ethik, Umweltschutz und Bergsteiger-Tradition.

http://www.spiegel.de/reise/fernweh/...813002,00.html
  1. #40

    Och Joh!

    Die Aktion der Entfernung von Hilfshaken an einer historischen Kletterroute hätte mich beeindruckt, wenn dieses bereits beim Aufstieg erfolgt wäre.
    In der gezeigten Vorgehensweise sehe ich lediglich die Tat gelangweilter Wohlstandskletterer, die einen schwierigen Gipfel "problemlos" erklimmen und wieder verlassen, gleichwohl aber auch mal in die Schlagzeilen kommen wollten!
  2. #41

    Es wäre vielleicht hilfreich, wenn der ein oder andere geneigte Hobbykletterer die Konsequenzen seines Handelns fertigdenken würde. Mit den "aufbereiteten" Routen kommen die Touristen und mit den Touristen kommt die Ausbeutung. Ausbeutung der Region, denn diese wird durch den plötzlich einsetzenden Tourigeldregen auf Tourismus gepolt und die ursprüngliche Wirtschaft liegt üblicherweise brach. Ausbeutung der Menschen dort, denn diese werden trotzdem üblicherweise mit Peanuts abgespeist. Ausbeutung für die Natur, denn mit dem Tourismus kommt unweigerlich Ressourcenverschwendung und Müll.

    Ein "Recht auf Naturgenuss", wie ein Nutzer hier einklagte, gibt es übrigens nicht, aber das drückt mal wieder die typische westliche Arroganz aus. Wenn irgendein Extremkletterer da hoch kommt, dann hab ich das gefälligst auch zu können. Wie wäre es, wenn man den Berg einfach einebnet? Das würde die Sache wesentlich vereinfachen.

    Ein bisschen mehr Weitsicht und Bescheidenheit, das würde der Welt, nicht allein auf diese Debatte bezogen, wahrlich weiterhelfen.
  3. #42

    Gute_Aktion

    Ich persönlich finde diese Aktion völlig in Ordnung, wer im Elbsandstein klettern lernt hört als erstes das nix in der Wand zu bleiben hat, sieht schön aus und weckt auch sportlichen Ehrgeiz. Deswegen ist das klettern nicht gefährlicher, man klettert einfach eben nur was man kann, ich kenn leider auch aus anderen Klettergebieten die mit Ausrüstung vollgehangenen, am Bohrhaken hängenden Egomanen die in 3h am Wochenende die Welt einreißen wollen. Dabei gibts so schöne Freiluft-Kletterwände wo sie sich austoben könnten:-), meinen Kindern bring ich bei das klettern Respekt erfordert, vor den eigenen Kräften und vor allen Dingen vor der Natur, dazu gehört nun eher Schnur und Schlinge als Kompressorbohrmaschine.


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