Hasnain KazimEs gibt keinen Sozialstaat und zu wenige Jobs: Die Not zwingt Menschen in Pakistan zu kreativem Unternehmergeist. Selbständige verdingen sich mit einem Fahrrad, ein bisschen Obst oder einer Packung Wattestäbchen als Betriebskapital - und bleiben trotz harter Arbeit arm.
http://www.spiegel.de/panorama/gesel...819543,00.html
Woher kommt eigentlich die Annahme, dass harte Arbeit automatisch zu Reichtum führt?
Solange man tiefreligiös ist, bleibt man arm.
Solange man seine Frau zu Hause an den Herd kettet, 15 Kinder bekommt und 5 mal am Tag betet, allen Fortschritt als Teufelszeug betrachtet - bleibt man arm.
Diese Armut ist verdient und diese Leute verdienen nicht unser Mitleid.
Sie sollen so lange leiden, bis sie sich endlich von ihrem Klerus befreien - genauso wie es Europa vor 100 bis 200 Jahren gemacht hat.
So arm sind sie nun auch wieder nicht.
Sie haben ein wunderschönes, warmes, fruchtbares Land.
Sie bekommen irrsinnig viel Kinder, sie sind immer hübsch
bunt angezogen, sie hatten Zeit und Interesse auf der
Straße zu randalieren als im tausende Kilometer entfernten
Dänemark ein paar Karikaturen ihres Propheten in der
Zeitung abgedruckt wurden und sie haben eine Regierung
gewählt, die ein paar Milliarden für Atomsprengköpfe bezahlt
hat.
...ich gehöre wohl zu den wenigen Mitteleuropäern, die schonmal in Pakistan waren. Vor 9/11 allerdings. Und die Stadt Karachi hat sich in mein Gehirn eingebrannt wie weniges auf der Welt. Ich musste da immer wieder an sowas wie Dantes "Inferno" denken. Sie allerdings sind wohl nie von Ihrem deutschen Sessel weggekommen, von wo es sich halt so bequem furzen lässt. Daher mussten Sie auch noch nie z.B. mit leprakranken, verkrüppelten Bettlern kommunizieren. Sie haben wohl hauptsächlich deswegen in dieses Forum hineingequakt, weil Sie Ihrem Nick "dandy" etwas irgendwie bedeutendes zumessen wollten
habe ich so etwas arrogantes gelesen.
Es gibt dort weder soziale Sicherungssyteme noch Zugang zu (höherer) Bildung für Alle. Auch eine zweiten Bildungsweg muss man dort teuer bezahlen. Zusätzlich behindern oft religiöse u. gesellschaftliche Strukturen (z.B. die Rolle der frau im Islam, Kastenwesen im Hinduismus) individuelle Anstrengungen.
Wenn Sie mit 15 Cent /Rasur eine Familie durchbringen müssen und ihre Frau tagsüber die Kinder versorgt und Brennholz für die kalten Winternächte sammelt haben Sie weder zeit noch Geld für den sozialen Aufstieg. Selbst wenn Sie "richtig hart arbeiten" nicht.
Ein Pauschalurteil über "diese Leute" zu fällen und ihre Armut leichtfertig als "verdient" zu bewerten erscheint aus ihrer komfortablen Position heraus nicht nur zynisch sondern zeugt zusätzlich von ausgemachter Dummheit.
Mit freundlichen Grüßen
armeradel