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Kleine Lösung: EU-Länder auf dem Weg zur "Finanzsteuer light"

Die Finanzmarktsteuer im großen Rahmen ist vom Tisch - eine Einigung aller 27 EU-Länder kommt wohl nicht zu Stande. Deutschland, Frankreich und Österreich drängen auf die kleine Lösung mit mindestens neun Ländern.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...840425,00.html
  1. #1

    Druck machen

    Ohne Finanzsteuer kein Fiskalpakt und ohne den kein ESM ganz einfach.
  2. #2

    Placebo für das gute Gewissen der Linken …

    … mehr ist dieser Aktionismus nicht und auch die Finanztransaktionssteuer wird keinesfalls einen Beitrag zur Lösung der Finanz-Krise bringen. Erstens wird sie ohnehin nur von denen zu entrichten sein die sie nicht umgehen können … und die ganz großen können. Zweitens ändert sie nichts am Wuchern der Geldberge, selbst wenn einige Pünktchen des Zinseszinses zusätzlich abgeschöpft werden könnten.

    Ehrlicher wäre es, die Befürworter dieser Placebo Steuer würden es den Menschen auch genauso ehrlich vermitteln, tun sie aber nicht, stattdessen verladen sie weiter die Bürger und enthalten ihnen die gravierenderen Ursachen der Krise vor, ein weltweit kaputtes Geldsystem.

    Für Interessierte vielleicht noch mal der Blick auf das Gegenstück der Krise:
    Schuldenkrise eskaliert, jetzt auch noch Guthabenkrise … und genau diese „Guthabenkrise“ wird rein gar nicht thematisiert in den Medien. Und die Betroffenen lachen sich nicht nur einen Ast über soviel Dummheit, nein, sie verstehen sich sehr wohl darauf die in ihren Händen befindlichen Medien von all zu deutlichen Hinweisen darauf abzuhalten … (°!°)
  3. #3

    optional

    Sie sind doch nichts weiter als die Stimme ihres Herren !!
  4. #4

    Was ist eigentlich geplant?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Finanzmarktsteuer im großen Rahmen ist vom Tisch - eine Einigung aller 27 EU-Länder kommt wohl nicht zu Stande. Deutschland, Frankreich und Österreich drängen auf die kleine Lösung mit mindestens neun Ländern.

    Einführung der Finanztransaktionssteuer aller 27 EU-Staaten vom Tisch - SPIEGEL ONLINE
    Der entscheidende Punkt ist, dass der Sekunden-Handel mit Optionen, Knock-out-Zertifikaten und anderen hochspekulativen Produkten unrentabel gemacht wird. Eine Besteuerung von Aktienhandel, Überweisungen und Abhebungen vom Sparbuch usw. dagegen wäre ganz kontraproduktiv. Warum erfährt man nie, was eigentlich geplant ist? "Finanztransaktionssteuer" ist bloß eine Worthülse. Weiß die Presse nichts Genaueres?
  5. #5

    Ehrlicherweise muss man leider sagen, von dieser Finanztransaktionssteuer sind wohl nur die kleinen Leute betroffen. Die Hedgefonds, Investmentbanker, Spekulanten oder das, was man sich darunter vorstellt, die großen Finanztransakteure, sitzen im steuerfreien Ausland, z.B. in London. Daher entfällt die erwünschte Steuerungsfunktion völlig.
    Hoffentlich werden wenigstens die Erträge aus dieser Steuer sinnvoll verwendet. Da bin ich noch nicht sicher.
  6. #6

    Die typische politische Lösung (-ssimulation)

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Finanzmarktsteuer im großen Rahmen ist vom Tisch - eine Einigung aller 27 EU-Länder kommt wohl nicht zu Stande. Deutschland, Frankreich und Österreich drängen auf die kleine Lösung mit mindestens neun Ländern.

    Einführung der Finanztransaktionssteuer aller 27 EU-Staaten vom Tisch - SPIEGEL ONLINE
    Es kommt die typische politische Lösung:

    Der Name bleibt, der Umfang wird erheblich reduziert, und diejenigen, die damit ursprünglich zu gesellschaftskonformeren Handeln gezwungen werden sollten, werden davon ausgenommen.
  7. #7

    ...

    Zitat von c++ Beitrag anzeigen
    Ehrlicherweise muss man leider sagen, von dieser Finanztransaktionssteuer sind wohl nur die kleinen Leute betroffen. Die Hedgefonds, Investmentbanker, Spekulanten oder das, was man sich darunter vorstellt, die großen Finanztransakteure, sitzen im steuerfreien Ausland, z.B. in London. Daher entfällt die erwünschte Steuerungsfunktion völlig.
    Hoffentlich werden wenigstens die Erträge aus dieser Steuer sinnvoll verwendet. Da bin ich noch nicht sicher.
    Nö, die werden in der EU verbraten.
    Die meisten Investoren gehen entweder woanders hin,
    oder reichen die Kosten ganz einfach nach unten durch.
    Die Politik geht dabei davon aus, das ihre evtl. Einnahmen
    dann stets konstant bleiben würden, aber das ist
    Selbsttäuschung. Die Investoren werden einfach auf
    andere Märkte ausweichen und den Standort wechseln.
    Die Börsenplätze sind dann weniger Konkurrenzfähig und
    Kapital und Jobs wandern ab.
    Letztendlich hat man weniger als vorher.
  8. #8

    Ich bin dann mal weg...

    Ein Gedanke, den ich vor kurzem hörte: "Bisher zahle ich schön meine Abgeltungssteuer, denn ich bin der Meinung, von Gewinnen kann man ruhig Steuern zahlen. Kommt die FTS, müsste ich auch auf Verluste Steuern zahlen und das geht mal gar nicht. Ich bin dann weg, irgendein schönes Land mag mich bestimmt. Dann gibt's für Deutschland keine FTS und auch keine Abgeltungssteuer mehr. Die 10 Arbeitsplätze, die ich bisher stelle, sind dann natürlich auch weg."
    Ist dieser böse Spekulant alleine mit diesem Gedanken?
  9. #9

    ...vergesst die Symptomdokterei, bei der wieder der Staat am Unrecht verdient:

    ...think BIG!

    „Das Verbot des Zinses ist nicht bloß eine einzelne wirtschaftlich-soziale Maßregel, sondern ein gewaltiges Prinzip: die Verhinderung der Geldherrschaft. In diesem Sinne geht das Zinsverbot durch die christliche Kultur. … Es gilt in der ganzen altchristlichen Zeit und im Mittelalter. Zinsnehmen bleibt Wucher. Erst die kirchliche Reformation und die weltliche Renaissance heben das Zinsverbot auf und öffnen damit jener Entwicklung zum Kapitalismus die Bahn, welche die Geldherrschaft zuletzt auf den Gipfel bringt, Gott und den Menschen durch den Mammon verdrängend....

    (Prof. Dr. Leonhard Ragaz)








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