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Klamme Bundespartei: Geiz-Debatte entzweit Piraten
DPADie Abgeordneten der Piraten wollen nicht extra an ihre Bundespartei zahlen. Sie erklären das Thema zur Gewissensfrage. Doch die klamme Partei ist auf jeden Euro angewiesen - eine hitzige Debatte um Geiz und Geld ist entbrannt.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...847638,00.html
- #1 02.08.2012 13:27 von
- #2 02.08.2012 13:35 von
Mindestlohn?
Mindestlohn fordern, aber die eigene Sprecherin mit ein paar Piepen für 60-Stunden-Wochen abspeisen. Ist das jetzt ein Glaubwürdigkeitsproblem oder ein notwendiger Prozess um den schwierigen Spagat zwischen politischen Forderungen und realen Sachzwängen zu lernen?
- #3 02.08.2012 13:37 von
ändert sich
Mit der Bundestagswahl ändert sich das.
Gibt ja Zuschüsse für jede Wählerstimme.
Meine haben die und somit auch etwas Geld. :-) - #4 02.08.2012 13:37 von
Das Verhalten der Abgeordneten ist im diesem Fall absolut nachvollziehbar und löblich.
Die hier lästernden Mitforisten sollten sich mal überlegen, ob das System der grossen Parteien wirklich ihrem Demokratieverständnis entspricht. Deren Abgeordnete sind weder in ihren Entscheidungen frei noch dürfen sie über ihre Entlohnung selbst verfügen. - #5 02.08.2012 13:40 von
Kindergarten
Was für ein Kindergarten! Und sowas redet von "Basisdemokratie" währenddessen man sich intern noch nicht mal auf den kleinsten gemeinsamen Nenner einigen kann? Das ist wirklich grotesk bzw einfach nur noch lächerlich! Und sowas will und wird tatsächlich gewählt ... armes Deutschland!
- #6 02.08.2012 13:41 von
Den meisten Abgeordneten der "Piraten" ist doch klar, dass der Ausflug in die Politik höchstens eine Legislaturperiode dauert. Mitnehmen was geht ist die Devise. Wer etwas anders erwartet hat, ist nur naiv; aber das sind die Wechselwähler solcher politischen Eintagesfliegen ja allesamt: naiv. Die Schweine wechseln, der Trog bleibt der Selbe. Böse Überraschung für die, die glaubten jetzt die "guten" gewählt zu haben. Die gibt es nämlich nicht!
- #7 02.08.2012 13:43 von
reine Gutmenschen?
Ist klar - die Diäten gehen also hauptsächlich für Sprit- und Druckkosten und vielleicht nochmal für ein Bürgerevent drauf...oder wie hat man diese Aussage zu verstehen?"Die Diäten dienen der Abgeordnetenarbeit und ich werde sie größtenteils auch genau dafür ausgeben", sagt der NRW-Abgeordnete Oliver Bayer. "Nicht die Partei soll Nutznießer sein, sondern das Land NRW und dessen Bewohner."
Die Diäten sind für die Abgeordneten, was für andere Bürger Lohn oder Gehalt sind - zuallererst mal Lebensgrundlage.
Sicher fällt die bei einem Berufspolitiker höher aus als beim Großteil der Restbevölkerung - trotzdem geht das obige Zitat irgendwie an der Realtität dabei.
Wollen sich die Piraten hier als Robin-Hoods der Politiker darstellen?
In den nächsten Monaten müssen die Piraten zeigen, ob sie wirklich die neuen "Grünen" sind - die haben es auch geschafft sich Strukturen aufzubauen, mit denen sie auch das normale politische Tagesgeschäft (zu dem nunmal auch Wahlen und Finanzen gehören) stemmen können.
Dafür werden sie sich wohl auch zwangsweise ein wenig professionalisieren müssen - und dafür müssen sie einige Freigeister in den eingenen Reihen überzeugen.
Meine Stimme werden sie in den nächsten Jahren sicher erstmal nicht erhalten - aber ich Wünsche den Piraten bei diesem Lernprozess trotzdem viel Erfolg. - #8 02.08.2012 13:45 von
Geiz? Gier!
Bei den etablierten Parteien ist es seit langem üblich, dass die Bundes- und Landtagsabgeordneten, Minister, Bürgermeister etc. erhebliche Teile ihrer Diäten und Einkünfte an die Partei spenden, sowie für die Wahlkampfkosten Umlagen an die Parteien zahlen.
Das ist auch nur fair, denn die Abgeordneten haben es schließlich den Parteien, die den Wahlkampf organisieren zu verdanken, dass sie in ihre gut bezahlten Ämter kommen. Auf jeden Bundes- oder Landtagsabgeordneten kommen Hunderte einfache Parteimitglieder, die ihre Freizeit für Straßenwahlkampf und das Verteilen von Wahlkampfpost opfern. Dafür kriegen sie keinen cent, sondern eher noch dumme Kommentare oder mitleidiges Kopfschütteln von der Masse der politisch nicht engagierten Zeitgenossen.
Bei den "richtigen" Piraten war es ja auch nicht so, dass der Kapitän nach erfolgreichem Kapern (früher waren es Schiffe, heute sind es gut dotierte Ämter und Parlamentssitze) alles alleine kriegt und die Matrosen leer ausgehen. Da gab es klare Regeln zur Verteilung der Beute.
Alle diejenigen, die die etablierten Politiker für faul und geldgierig halten und in den Piraten eine Alternative sehen sollten hier mal genau hinsehen. Die Oberpiraten sind offenbar noch viel gieriger als ihre Kollegen von CDUCSUSPDFDPGrüneLinke - #9 02.08.2012 13:46 von
Geiz ist Geil
Erst mal mit Hilfe der Piraten an den vollen Suppentopf geraten und dann 4 Jahre durchhalten, gleich: Lebensabend ist gerettet. Und keinen Cent dazu bezahlt.
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