Klagen über Arbeitsstil: Piratenvorstand verbündet sich gegen Ponader
dapdMit einer umstrittenen Spendenaktion sorgte er für Wirbel, nun hat er den Groll des gesamten Bundesvorstands auf sich gezogen: Der politische Geschäftsführer der Piraten, Johannes Ponader, ist im Vorstand offenbar vollkommen isoliert. Über Twitter lieferten sich mehrere Oberpiraten einen heftigen Streit - auch bei einem Treffen gab es anscheinend Zoff.
Mich wundert es nicht, dass die Piraten unter 5% gedrückt werden. Aus jeder Mücke wird ein Elefant gemacht, jede Diskussion oder Streit gleich aufgeblasen. Als ob das bei den anderen, "etablierten" Parteien nicht so wäre. Die wissen eben nur besser, wie man sowas medienfern macht. Da sind die Piraten mit offenen Kommunikationswegen eben verwundbarer.
Schade, dass überhaupt nicht über die wirklich gute Arbeit der Piratenfraktionen in den Landtagen berichtet wird, denn dort zeigen die meiner Meinung nach wirklich Einsatz und versuchen doch etwas zu verändern...
Und jetzt warte ich mal auf den üblichen Anti-Piraten-Shitstorm in den Kommentaren, der wirklich bei jedem Piratenartikel aufkommt. "Keine Inhalte, Kindergarten, blabla" ;)
Die Piraten werden von dieser unhaltbaren Führungsriege frontal an die Wand gefahren. Da gibt es die unsäglichen Selbstdarsteller, die keinen öffentlichen Auftritt scheuen. Es gibt die, die unverhohlen ihren persönlichen, monetären Vorteil verfolgen und Parteigrundsätze nach Belieben über den haufen werfen oder, schlimmer, sophistisch uminterpretieren, wie es gerade paßt. Es gibt die Unsichtbaren vom Typ Leitender Beamter, die es sich auf ihrem Pöstchen bequem gemacht haben und nur mit sporadischen Interviews auffallen, in denen sie dann aber gleich der gesamten Partei wie aus dem Nichts eine fundamentale (neoliberale) Neuausrichtung im Alleingang verpassen wollen.
Nein Herrschaften, das Spiel ist aus für diese Partei. Es hilft nur ein kompletter Rücktritt nebst Neuwahlen des Vorstands auf dem BPT in Bochum in wenigen Wochen. Dies muß unverzüglich in die Wege geleitet werden, damit die Neuwahl satzungsgemäß auf den Einladungen angekündigt werden kann.
Die Piraten sind bei 4% angelangt - aber es gibt ja auch Wortmeldungen aus dem Vorstand, die das gleichgültig erscheinen lassen oder sogar erstrebenswert.
Vorstandswahlen sofort!
sicher ist es nicht böse gemeint wenn er sagt: "lässt du die Mehrheit entscheiden was nicht in ihrem Entscheidungsrahmen liegt", nun ist doch bekannt das in der Piratenpartei ein Vakuum der Ratlosigkeit und Orientierungslosigkeit herrscht. Es gibt bei den Piraten immer wieder Probleme, wenn es darum geht Entscheidungen zu treffen und voran zu schreiten! Da gehören viele dazu, sabotieren tun sich die Piraten nur selber indem Sie uneinig sind, vielleicht wird aber die Uneinigkeit auch geschürt durch eigene Parteimitglieder, die eigentlich im Auftrag anderer Parteien dort sind! Und wenn sich ein Vorstand nicht auf seine Mitglieder verlassen kann, dann sehe ich für den ganzen Verein Schwarz. Perfekt organisieren und verwalten machen andere schon seit 49, es geht ums Regieren! Sind die Piraten überhaupt Volksnah? Es braucht nicht viel um ein paar Zettel zu drucken und in der Stadt unabhängige Umfragen zu starten!
Erstaunlich, wie schnell Spiegel Online reagiert, wenn es um 'Shitstorms' geht! Als gäbe es keine Piraten, die ganz ohne auskommen, dafür aber gute Arbeit machen!
Wie lange will die Presse sich noch auf Köpfe konzentrieren statt auf Inhalte? Die Basis kann mehr! Leider wird das nicht beachtet! "liebes Publikum, bist du wirklich soo dumm?"
a) Politik ist - bekanntlich - die »Kunst des Machbaren«. Wer das Machbare nicht erkennt oder diese Kunst nicht beherrscht, darf sich nicht wundern, wenn er in der politischen Versenkung verschwindet.
b) Alleingänge wie jene von Herrn Ponader waren bisher das Credo der Piratenpartei. Noch am 24.09.2012 schreibt die Piratenpartei unter der Überschrift »Piratenpartei unterstützt wachsenden Widerstand gegen verfassungswidrigen Fraktionszwang« u. a.: »Abgeordnete sollten – wie im Grundgesetz vorgesehen – ohne Druck und nur nach ihrem Wissen und Gewissen abstimmen. [...] Abweichler werden regelmäßig unter Druck gesetzt und abgestraft. Die Piratenpartei hält dies für einen Politikstil, der sich überlebt hat. Abgeordnete müssen wieder freier werden. Gerade bei strittigen Fragen muss es ihnen wieder möglich sein, ihrem Gewissen zu folgen, ohne Repressalien auch informeller Art durch ihre Fraktion fürchten zu müssen.« - Offenbar hat die Piratenpartei den guten Konrad Adenauer entdeckt: »Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern«. Somit besteht augenscheinlich auch für die Piraten ein himmelweiter Unterschied zwischen Reden und Handeln. Die Realität holt die Piratenpartei schneller ein, als ihr lieb ist.
Nur wer nicht so blöd ist wie Onkel Donald, kann über dessen Blödheit lachen. Bei den Piraten wird Onkel Donald aber vom Scheitel bis zur Sohle ernst genommen und als Vorbild verehrt. Schade nur, dass das Walt-Disney-Unternehmen das Urheberrecht darauf hat. Grummel, grummel, groll!
Selbstverständlich werden auch unter den Piraten einige vernünftige Menschen sein, die für durchaus gute und/oder verständliche (Gemeinschafts)Ziele eintreten.
An sich sind diese Menschen zu bedauern, dass der gesamte Pöbel wahlberechtigt ist und einen Menschen wie Ponader gewählt hat.
Aber so läuft eben Demokratie.
Im Grossen wurde ja sogar schwarz-gelb gewählt.. *gg