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Klagelied der Jung-Schauspieler: Vergesst den Applaus, wir brauchen Geld!

Angst vor der Pleite, dubiose Angebote, dauernde Unsicherheit: Von ihrem Beruf können Jungschauspieler kaum leben. Auf SPIEGEL ONLINE berichten sechs Darsteller von Dumping-Gagen, Anzüglichkeiten und dem ewigen Kampf um die nächste Rolle.

http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...723127,00.html
  1. #140

    .

    Zitat von Hagbard Beitrag anzeigen
    Ich glaube, das waren 40.000 Euro pro Jahr.
    Ja, so ist es vermutlich gemeint, stimmt.

    Allerdings kann auch der Unternehmensberater nur 1000 Euro pro Tag verlangen, wenn jemand bereit ist, das zu zahlen. Niemand zahlt dem guten Mann soviel Geld aus der Einsicht heraus, dass der ja auch seine Miete überweisen muss.
  2. #141

    Dann

    Zitat von Shizuka Beitrag anzeigen
    Die weltbesten Serien und Filme gibt es NUR im Internet.
    Vor allem auch aus Asien, Südamerika, Osteuropa etc.
    Von einer tollen Community mit Untertiteln versehen.
    Alles das, was man sonst nie zu sehen bekäme, da es dafür in Deutschland keinen Verleih, oder keine Sender gibt.

    Den Müll aus Deutschland gibt es allerdings so gut wie nirgends, weil es niemanden interessiert und die anderen Sachen einfach Lichtjahre besser sind.
    Zum Glück gibt es das Internet und niemand ist mehr auf den Müll aus Deutschland angewiesen.

    Nennt man Freiheit, sich nicht vorschreiben zu lassen, was man wann und wo sehen muss.

    Irgendwann kommt auch mal ein internationales Film -und TV-Napster mit einer Flatrate - aber dazu müssten die ganzen gierigen Firmen ja zusammen arbeiten, was sie bis jetzt nicht zustande bekommen haben.

    Den deutschen Müll wird man da aber auch nicht finden - ist halt im Vergleich viel zu schlecht.

    Warum sollte man sich das auch antun, wenn man die Auswahl hat?

    Die Deutschen können halt nur gut jammern, aber eine tolle Geschichte als Film oder TV-Serie gut erzählen, das können eben andere viel besser.
    frage ich mich, was ihre recht unqualifizierten Posts hier zu suchen haben?
    Warum bleiben Sie nicht bei Ihren "ach-so-tollen" Internetfilmen und Serien (die sie am PC natürlch auch alle in HD empfangen und sehen können - leinwandfüllend)
  3. #142

    frage mich gerade,

    ob Einige die Gelegenheit nutzen wollen, mal so richtig Dampf auf Kosten Anderer abzulassen. Rechtfertigt eine schlechte Bezahlung etwa eine andere schlechte Bezahlung?
    Schauspiel, ist immer noch ein Beruf und für Qualität sollte es wie in allen anderen Berufen auch, eine angemessene, d.h. davon den Lebensunterhalt bestreitend könnende Bezahlung geben.
    Was bei Einigen scheinbar nicht verstanden werden will: 300 Euro bedeuten nicht 300 euro bar auf die Kralle, sondern minus Steuern, minus Krankenversicherung, minus agenturkosten, minus überbrückung von zwangsweise freien Arbeitstagen, etc., ich denke, alle nicht Festangestellten wissen worum es geht.
    Und die überaus dumme Bemerkung, "sollen sie doch was anderes machen", bitte bitte nicht. Was denn z.B. unterbezahlte Berufe Altenpflegerin?, Polizistin? Kassiererin? Dort müssten laut mancher Argumentation (nützlich und gesucht) ja Höchstgehälter zu erwarten sein, da ja der Bedarf groß ist.
    Liebe Leute, gegeseitig aufeinander draufenhauen führt ganz sicher nirgendwohin.
  4. #143

    Sascha Irgendwas

    Zitat von semper fi Beitrag anzeigen
    Da war doch dieser Sascha Irgendwas auch mit dabei. Der gehört heutzutage auch zur ÖRR-Familie.
    ....Sascha Bullcock.....ach nein, die heißt Sandra Bullock....
  5. #144

    Oberaffentittengeil

    Zitat von rudolf07 Beitrag anzeigen
    Das sind mir die Widerlichsten, erst dran aufgeilen und dann das Moralbashing!
    Wie jämmerlich ist das denn! Tzzz
    ....WIKIPEDIA ist echt megaoberaffensupertittengeil.....
  6. #145

    x

    Zitat von juerv1 Beitrag anzeigen
    Und es gibt nun Mal sehr viele Selbständige, die finanziell kaum über die Runden kommen - das gilt nicht nur für Schauspieler. Sollen die nun alle wie der von Ihnen erwähnte Unternehmensberater 40.000 pro Monat anstreben? Oder soll das nur für Schauspieler gelten?

    Die Anzahl derer, die hierzulande 40.000 pro Monat verdienen, ist relativ überschaubar. Wieso soll diese gigantische Summe plötzlich die Richtschnur für die Entlohnung von Schauspielern sein?
    Äh. Wie kommen Sie auf 40k im Monat? Das kriegt vielleicht gerade der Ackermann. ;) Es geht mehr um normale Jahresbruttolöhne von z.B. 40k.
  7. #146

    .

    Zitat von mmueller60 Beitrag anzeigen
    Äh. Wie kommen Sie auf 40k im Monat? Das kriegt vielleicht gerade der Ackermann. ;) Es geht mehr um normale Jahresbruttolöhne von z.B. 40k.
    Davon gehe ich mittlerweile auch aus. Wäre halt hilfreich gewesen, wenn der Ursprungsposter diese Zahl ganz konkret als Jahresgehalt beziffert hätte.

    Tut aber im Kontext der Diskussion eh nicht viel zur Sache...
  8. #147

    ...

    Zitat von juerv1 Beitrag anzeigen
    Der geniale Oskar Werner dagegen hätte in Hollywood ganz groß rauskommen können, hat dann aber lieber am Burgtheater gespielt.
    ein Engagement an der Wiener Burg als gescheiterte Karriere zu betrachten finde ich, mit Verlaub, ein wenig vermessen ...

    Wenn jemand bereit ist, die existenzsichernde Gage zu zahlen - warum nicht. Aber wenn für einen Schauspieler nur 10 Drehtage pro Jahr anfallen, kann er doch nicht verlangen, dass ihm, aus Gründen der Existenzsicherung, für jeden 1500 Euro bezahlt werden.
    Doch. Zumindest wenn die Produktion dahingehende Summen erwirtschaftet - und das ist im kommerziellen Bereich ganz überwiegend der Fall - ist diese Summe vertretbar und wird auch gezahlt.

    Wenn ich mich für eine Existenz als freier Künstler entscheide, habe ich automatisch das Recht auf eine existenzsichernde Entlohnung.
    Ich finde es in JEDEM Job legitim, eine existenzsichernde Entlohnung zu fordern. Deswegen würde ich auch jedem raten, lieber zum Amt zu gehen, als sich auf ein Arbeitsverhältnis einzulassen, wo die Bezahlung so ausfällt, dass sie selbst bei Rundumdieuhreinsätzen nicht reichen würde, einen erwachsenen Menschen zu finanzieren. Leider gibt es die Tendenz, eine solche Dumping-Entlohnung als völlig okay zu bewerten. Das hat mit dem Thema Künstler gar nichts zu tun.

    Was ist mit den, wie ich gelesen habe, 100 000 Schauspielern in den USA? 90 % von ihnen arbeiten anscheinend als Kellner oder Taxifahrer. Wem gegenüber sollten die das Recht auf eine existenzsichernde Entlohnung einklagen?
    Wie bereits erwähnt, es geht nicht darum, was zu tun ist, wenn ich keine Arbeit als Künstler finde, sondern um die Gagenverhandlungen bei faktisch schon offerierten künstlerischen Engagements.
  9. #148

    Zitat von E_B Beitrag anzeigen
    ein Engagement an der Wiener Burg als gescheiterte Karriere zu betrachten finde ich, mit Verlaub, ein wenig vermessen ...
    Wie kommen Sie denn auf den Trichter? Habe ich irgendwas von "gescheiterter Karriere" geschrieben? Setzen Sie sich doch mit dem auseinander, was ich tatsächlich sage.

    Zitat von E_B Beitrag anzeigen
    Doch. Zumindest wenn die Produktion dahingehende Summen erwirtschaftet - und das ist im kommerziellen Bereich ganz überwiegend der Fall - ist diese Summe vertretbar und wird auch gezahlt.
    Das Klagelied der Jungschauspieler ging doch aber so, dass eben viel zu wenig gezahlt wird. Wer hat denn nun recht?
    Zitat von E_B Beitrag anzeigen
    Ich finde es in JEDEM Job legitim, eine existenzsichernde Entlohnung zu fordern. Deswegen würde ich auch jedem raten, lieber zum Amt zu gehen, als sich auf ein Arbeitsverhältnis einzulassen, wo die Bezahlung so ausfällt, dass sie selbst bei Rundumdieuhreinsätzen nicht reichen würde, einen erwachsenen Menschen zu finanzieren.
    Ist doch ein anderes Thema: Sittenwidrig niedrige Bezahlung bei normalen Arbeitsverhältnissen.

    Hier geht es aber um freie Künstler, die nur ein paar Tage im Jahr arbeiten können, weil eben nur eine geringe Nachfrage nach ihren Diensten da ist. Wer als Schauspieler nur einen Tag pro Monat arbeiten kann, der kann eben nicht auf eine existenzsichernde Bezahlung pochen.

    Klingt hart, ist aber nun Mal so: Wer eine Karriere als Künstler wählt, kann froh sein, wenn er irgendwie über die Runden kommt, ohne zum Amt gehen zu müssen.
  10. #149

    Existenzsicherheit in der Kunst?

    Schon bei der Berufswahl müsste einem klar sein, dass in diesem Metier nur wenige Erfolg haben können.
    Als Absolvent hat man dann natürlich schon viel investiert. Die beschriebene Realität ist wenig glamourös und frustrierend. Das ist verständlich.
    Mit ungefähr 25 kann man ja auch nochmal was anderes machen, vielleicht Beamter werden oder so...








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