Angst vor der Pleite, dubiose Angebote, dauernde Unsicherheit: Von ihrem Beruf können Jungschauspieler kaum leben. Auf SPIEGEL ONLINE berichten sechs Darsteller von Dumping-Gagen, Anzüglichkeiten und dem ewigen Kampf um die nächste Rolle.
http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...723127,00.html
ob Einige die Gelegenheit nutzen wollen, mal so richtig Dampf auf Kosten Anderer abzulassen. Rechtfertigt eine schlechte Bezahlung etwa eine andere schlechte Bezahlung?
Schauspiel, ist immer noch ein Beruf und für Qualität sollte es wie in allen anderen Berufen auch, eine angemessene, d.h. davon den Lebensunterhalt bestreitend könnende Bezahlung geben.
Was bei Einigen scheinbar nicht verstanden werden will: 300 Euro bedeuten nicht 300 euro bar auf die Kralle, sondern minus Steuern, minus Krankenversicherung, minus agenturkosten, minus überbrückung von zwangsweise freien Arbeitstagen, etc., ich denke, alle nicht Festangestellten wissen worum es geht.
Und die überaus dumme Bemerkung, "sollen sie doch was anderes machen", bitte bitte nicht. Was denn z.B. unterbezahlte Berufe Altenpflegerin?, Polizistin? Kassiererin? Dort müssten laut mancher Argumentation (nützlich und gesucht) ja Höchstgehälter zu erwarten sein, da ja der Bedarf groß ist.
Liebe Leute, gegeseitig aufeinander draufenhauen führt ganz sicher nirgendwohin.
....WIKIPEDIA ist echt megaoberaffensupertittengeil.....
ein Engagement an der Wiener Burg als gescheiterte Karriere zu betrachten finde ich, mit Verlaub, ein wenig vermessen ...
Doch. Zumindest wenn die Produktion dahingehende Summen erwirtschaftet - und das ist im kommerziellen Bereich ganz überwiegend der Fall - ist diese Summe vertretbar und wird auch gezahlt.Wenn jemand bereit ist, die existenzsichernde Gage zu zahlen - warum nicht. Aber wenn für einen Schauspieler nur 10 Drehtage pro Jahr anfallen, kann er doch nicht verlangen, dass ihm, aus Gründen der Existenzsicherung, für jeden 1500 Euro bezahlt werden.
Ich finde es in JEDEM Job legitim, eine existenzsichernde Entlohnung zu fordern. Deswegen würde ich auch jedem raten, lieber zum Amt zu gehen, als sich auf ein Arbeitsverhältnis einzulassen, wo die Bezahlung so ausfällt, dass sie selbst bei Rundumdieuhreinsätzen nicht reichen würde, einen erwachsenen Menschen zu finanzieren. Leider gibt es die Tendenz, eine solche Dumping-Entlohnung als völlig okay zu bewerten. Das hat mit dem Thema Künstler gar nichts zu tun.Wenn ich mich für eine Existenz als freier Künstler entscheide, habe ich automatisch das Recht auf eine existenzsichernde Entlohnung.
Wie bereits erwähnt, es geht nicht darum, was zu tun ist, wenn ich keine Arbeit als Künstler finde, sondern um die Gagenverhandlungen bei faktisch schon offerierten künstlerischen Engagements.Was ist mit den, wie ich gelesen habe, 100 000 Schauspielern in den USA? 90 % von ihnen arbeiten anscheinend als Kellner oder Taxifahrer. Wem gegenüber sollten die das Recht auf eine existenzsichernde Entlohnung einklagen?
Wie kommen Sie denn auf den Trichter? Habe ich irgendwas von "gescheiterter Karriere" geschrieben? Setzen Sie sich doch mit dem auseinander, was ich tatsächlich sage.
Das Klagelied der Jungschauspieler ging doch aber so, dass eben viel zu wenig gezahlt wird. Wer hat denn nun recht?
Ist doch ein anderes Thema: Sittenwidrig niedrige Bezahlung bei normalen Arbeitsverhältnissen.
Hier geht es aber um freie Künstler, die nur ein paar Tage im Jahr arbeiten können, weil eben nur eine geringe Nachfrage nach ihren Diensten da ist. Wer als Schauspieler nur einen Tag pro Monat arbeiten kann, der kann eben nicht auf eine existenzsichernde Bezahlung pochen.
Klingt hart, ist aber nun Mal so: Wer eine Karriere als Künstler wählt, kann froh sein, wenn er irgendwie über die Runden kommt, ohne zum Amt gehen zu müssen.
Schon bei der Berufswahl müsste einem klar sein, dass in diesem Metier nur wenige Erfolg haben können.
Als Absolvent hat man dann natürlich schon viel investiert. Die beschriebene Realität ist wenig glamourös und frustrierend. Das ist verständlich.
Mit ungefähr 25 kann man ja auch nochmal was anderes machen, vielleicht Beamter werden oder so...