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Klage gegen Musikpiraten: Gema will echte Namen oder Geld

DPADer Verein Musikpiraten hat ein Album mit Liedern unter Creative-Commons-Lizenz herausgebracht. Weil zwei Künstler nur unter Pseudonym auftreten, klagt nun die Gema. Sie fordert echte Namen.

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzp...841099,00.html
  1. #1

    Echte namen?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Weil zwei Künstler nur unter Pseudonym auftreten, klagt nun die Gema. Sie fordert echte Namen.
    Was sind denn all die "Künstlernamen"?
  2. #2

    Unfassbar

    Wenn ich sowas lese wie hier dann kann ich nur mit dem Kopf schütteln...

    Die GEMA legt es darauf an, in Schutt und Asche gelegt zu werden. Die Arroganz dieser Vampire ist einfach gigantomanisch.

    Und fragt mal Künstler, was sie von der GEMA haben... Nichts... Ein Freund von mir ist seit 30 Jahren Musiker, in seinem Genre sehr bekannt, hat abertausende Platten verkauft aber von der GEMA nur wenige Cent effektiv bekommen.

    Das ganze System ist auch nicht reformierbar sondern gehört zerschlagen und eine Alternative zur fairen Entlohnung von Künstlern aufgebaut.

    Und da behauptet die GEMA, Google würde zB 20 PR-Leute unterhalten, die gegen die GEMA "hetzen". Aha. Alles klar. Durch die Handlungen dieses Dinosauriers, der seit 1933 (sic!) dieses Land auf gut deutsch verarscht werden mehr Menschen Gegner der GEMA als durch Millionen PR-Fuzzies von Google und DEHOGA und co...
  3. #3

    Typisch GEMA

    Da sieht man mal wieder, wie die Gema drauf ist. Da veröffentlichen die Musikpiraten ein paar Stücke, an denen keiner etwas verdienen will, die Autoren und Komponisten verzichten freiwillig und dann kommt die GEMA und kann das nicht akzeptiere.
    Nun, das ist ja auch kein Wunder, wenn man weiß, dass das meiste Geld, das die GEMA kassiert, in den eigenen Kassen verbleibt; im eigenen Apparat versickert.
    So kann sie es natürlich nicht akzeptieren, dass da Musiker, indem sie auf ihre eigenen Honorare verzichten, letztendlich den Gewinn der GEMA angreifen.
    Hier wird wieder einmal deutlich, dass die GEMA nicht im Interesse der Musiker auftritt, sondern überwiegend im eigenen.

    So lange es die Musiker nicht schaffen, sich von einer solch unseriösen Vermarktungsorganisation zu trennen, dürfen sie sich nicht wundern, dass die Diskussion über die Urheberrechte so ablehnend verläuft.
    Das Musik-Kopierer weiß ja, dass er nicht in erster Linie die Musiker schädigt, sondern überwiegend eine Gesellschaft von Raffzähnen.

    Man kann nur hoffen, dass das Gericht der GEMA ihre Klage um die Ohren haut, und ein klarstellendes Urteil fällt.
  4. #4

    Mich würde einmal interessieren, was die GEMA eigentlich an ihrer Arbeit verdient? Wieviel von den eingenommenen Gelder bleibt bei diesem "Serviceprovider" denn hängen? Wieviel verdienen die Spitzenfunktionäre der GEMA? Solch stures und verbohrtes Handeln kennt man nämlich meist von Berufsverbänden mit Zwangsmitgliedschaften (Ärztekammern, Handwerkskammern etc.), die kaum Leistungen für ihre Zwangsmitglieder erbringen, diese meist eher noch gängeln, dafür dann aber grotesk hohe Mitgliedsgebühren verlangen und sich selbst so ein sehr gutes Auskommen ermöglichen (abgesehen von einer Bestandssicherheit, die sonst kein Mensch hat). Falls jemand zu den Einnahmen der GEMA unddem, was die GEMA selbst daran verdient, Zahlen und Quellen kennt, wäre ich für einen Hinweis dankbar!
  5. #5

    Was efka526 geschrieben hat,

    kann ich nur bestätigen und unterstützen. Es macht einen fassungslos, mit welcher gnadenlosen Arroganz und jeder Abwesenheit von Gespür diese Monopol-Organisation ihre Interessen (und sonst gar keine!) durchsetzt. Eigentlich müsste man (auch Politiker) fragen: Wer stoppt diesen Moloch? Aber in einem Land mit so einer verkommenen Regierung ist das wohl ziemlich sinnlos...
  6. #6

    Ihre Frage

    Zitat von chalchiuhtlicue Beitrag anzeigen
    Mich würde einmal interessieren, was die GEMA eigentlich an ihrer Arbeit verdient? Wieviel von den eingenommenen Gelder bleibt bei diesem "Serviceprovider" denn hängen? Wieviel verdienen die Spitzenfunktionäre der GEMA? [ ]
    Falls jemand zu den Einnahmen der GEMA unddem, was die GEMA selbst daran verdient, Zahlen und Quellen kennt, wäre ich für einen Hinweis dankbar!
    Gerade heute schreibt die Berliner Zeitung zum Thema:

    65 Prozent der Gema-Ausschüttungen fließen an fünf Prozent der Mitglieder.

    Streit um Gema-Gebühren: Gema, der Club der oberen 3400 | Kultur*- Berliner Zeitung
  7. #7

    Gema

    Zitat von chalchiuhtlicue Beitrag anzeigen
    Mich würde einmal interessieren, was die GEMA eigentlich an ihrer Arbeit verdient? Wieviel von den eingenommenen Gelder bleibt bei diesem "Serviceprovider" denn hängen? Wieviel verdienen die Spitzenfunktionäre der GEMA? [...] Falls jemand zu den Einnahmen der GEMA unddem, was die GEMA selbst daran verdient, Zahlen und Quellen kennt, wäre ich für einen Hinweis dankbar!
    Wie es der Zufall will, gab es dazu aus der Feder von Guido Möbius im Feuilleton der Berliner Zeitung vom 26.6.2012 unter dem Titel "Der Club der oberen 3400 - Besitzstandswahrung: Bei der GEMA fließen 65 Prozent der Ausschüttungen an fünf Prozent der Mitglieder" so einiges zu lesen. Hier mal ein paar Stichpunkte auf Grundlage des Artikels (S. 26):

    - laut Geschäftsbericht 2010 erwirtschaftete die GEMA in diesem Jahr 863 Mio Euro
    - 735,9 Mio Euro wurden an Mitglieder und Rechteinhaber ausgeschüttet
    - ca. 127 Mio Euro wurden von der GEMA selbst verbraucht für mehr als 1000 Mitgarbeiter, den Unterhalt der beiden Generaldirektionen in Berlin und München, sowie sieben Bezirksdirektionen
    - der Vorstandsvorsitzende erhielt 484 000 Euro, zwei weitere Vorstände erhielten 332 000 Euro sowie 264 000 Euro
    - 554 000 Euro gingen als Pensionen an frühere Vorstände

    - Im weiteren Verlauf des Artikels argumentiert der Autor, dass von insgesamt 65.000 Gema-Mitgliedern lediglich 3400 "ordentliche Mitglieder" sind, die die Mitgliederversammlung bilden (+ 64 Deligierte als Vertreter des Restes). Bei diesen ordentlichen Mitgliedern landen aufgrund bestimmter Berechnungsverfahren 65 Prozent der Ausschüttungen der Gema, die zuvor von ALLEN Mitgliedern erwirtschaftet wurden.

    Ich zitiere mal: "Das vornehmliche Interesse der Gema-Oberen, also der ordentlichen Mitglieder, ist das der Besitzstandswahrung. Diese oberen 3400 füttern das Gema-Image einer segensreichen karitativen Einrichtung, die sich um das Wohl sämtlicher Urheber sorgt."

    Oder hier das Fazit: "Es ist noch nicht oft genug gesagt worden: Die Gema ist keine Behörde, sondern ein privater Verein. Und trotz seines Jahresumsatzes von durchschnittlich 850 Millionen Euro untersteht er nur dem Patent- und Markenamt. So kann die Gema intern tun, was sie will, zum Beispiel auf basisdemokratische Entscheidungen pfeifen. Nach außen tritt sie wie eine Behörde auf, wie jüngst beim Youtube-Streit. Es wird Zeit, dass die Politik die Gema endlich zu dem macht, was sie sein sollte - zu einer Behörde."

    Über Letzteres mag man geteilter Meinung sein. Insgesamt scheint die Sache aber vom Kopf her ordentlich zu müffeln.
  8. #8

    heute bei Twitter...

    geisterten diese Zahlen rum...

    "GEMA hat 2010
    €863 Mio. eingenommen, davon
    €127 Mio. für sich verwendet,
    €478 Mio. für 3400 Elite-Mitglieder u
    €257 Mio. für 68 000 Musiker"...

    hmmm...
  9. #9

    Was die GEMA selbst verdient

    Siehe hier, wer sich innerhalb der GEMA bereichert: http://www.fr-online.de/kultur/streit-um-gema-gebuehren-gema--der-club-der-oberen-3400,1472786,16472672.html








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