Französische Gewerkschafter haben Anzeige gegen Ikea erstattet. Die Möbelhauskette soll Mitarbeiter und Kunden ausspioniert haben. Laut einem Zeitungsbericht beschaffte ein Sicherheitsunternehmen vertrauliche Daten, auf die normalerweise nur die Polizei Zugriff hat.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...818705,00.html
billige Regale für den westdeutschen Markt fertigen lassen. Er findet das übrigens bis heute (!) durchaus vertretbar! Darum bin ich über diese Nachricht auch nicht wirklich erstaunt. Und seit ich das weiß, kaufe ich nichts mehr bei IKEA ein. Unsere Firma und befreundete Firmen übrigens auch nicht..........
In Deutschland müssen Mitarbeiter von Einzelhandelsunternehmen, die irgendwie mit Kassieren zu tun haben, doch mit der Anstellung nahezu bei jedem Arbeitgeber ein "Polizeiliches Führungszeugnis" vorlegen.
Da stehen auch Informationen drin, "auf die normalerweise nur die Polizei Zugriff hat". Da kräht kein Hahn nach. Weil das offen gemacht/verlangt wird und nicht heimlich. Und bei Ikea/Frankreich, wo dieselben Informationen über Mitarbeiter eingeholt werden, ist es eine internationale Berichterstattung wert?
Wo liegt denn da der eigentliche Skandal? Dass Ikea Frankreich sich dieselben Informationen aus dem polizeilichen Führungszeugnis holt, die in Deutschland bei jedem Einzelhändler der neu angestellte Mitarbeiter selbst beibringen muß? Und zwar als Selbstauskunft, weil nur die Person einen Auskunftsanspruch auf die eigenen Daten hat (und diese dann mehr oder weniger "freiwillig" an seinen Arbeitgeber weitergeben kann). Oder liegt der Skandal nicht vielmehr darin "französische Polizei verstößt gegen Personendatenschutz", indem in Frankreich eben wohl Firmen bei der Polizei Mitarbeiterdaten anfragen können - und diese auch erhalten.
Das ganze ist doch kein Ikea-Skandal, sondern ein Polizei-Skandal in Frankreich!