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Klage gegen Immobiliengigant Gagfah: Dresden riskiert den Kampf gegen die Heuschrecke

Marode Bauten, überforderte Sachbearbeiter: Seit ein US-Finanzinvestor den Wohnungskonzern Gagfah übernommen hat, macht die Firma vor allem Negativschlagzeilen. Jetzt hat die Stadt Dresden Klage eingereicht, es geht um bis zu eine Milliarde Euro.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...753027,00.html
  1. #60

    Dresden muss klagen

    Zitat von gsm900 Beitrag anzeigen
    oder allgemeiner linke Anspruchsmentalität wie das Grundeinkommen für Arbeitsscheue.
    Gegen diese Abzocker etwas zu unternehmen hat nichts mit SED Mentalität zu tun. Bei Fortress, der die Gagfah gehört, handelt es sich um einen "Investor" der brutalen Sorte den weder die Gagfah, noch die Wohnungen, noch die Menschen in den Wohnungen interessieren. Fortress interessiert nur ein möglichst hoher Gewinn und dann wird versucht, die Gewinnmaximierung mit aller Gewalt durchzusetzen. Wenn sich die Stadt nun gegen diesen Investor wehrt, da er sich nicht an den geschlossenen Vertrag hält da dieser der Gewinnmaximierung entgegensteht, ist es die verdammte Pflicht der Stadt Dresden, gegen diesen Vertragsbruch mit allen rechtlichen Mitteln vorzugehen.
    Wenn Sie aber auch das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland für ein Überbleibsel der SED Mentalität halten, leben Sie einfach im falschen Land. Den in diesem Grundgesetz ist festgehalten, dass dieses Land ein sozialer Rechtsstaat ist und Eigentum dem Wohle der Allgemeinheit zu dienen hat.
    Wenn Sie diese Regeln unserer Verfassung nicht anerkennen wollen, kann man den Verdacht hegen, Sie gehören zu den Leuten, die nicht auf dem Boden der freiheitlich demokratischen Grundordnung stehen und somit ein Fall für den Verfassungsschutz sein könnten.
  2. #61

    Stuttgart

    Zitat von paul spears Beitrag anzeigen
    (die Mieten in Stuttgart sind horrend!!!!)
    Ja, das ist halt die extrem hohe Nachfrage einhergehend mit der sehr hohen Wirtschaftskraft und der sehr hohen Lebensqualität der Region!
  3. #62

    Top!

    Zitat von Crom Beitrag anzeigen
    Die Stadt Dresden scheint mir hier eher der großen Gewinner im Immobiliendeal zu werden. Durch den Verkauf ist man zunächst schuldenfrei (Pluspunkt 1). Treibt man die Woba in die Pleite, so .....
    Die Sachsen haben ein Bombengeschäft gemacht. Sehr clever! Weiter so!
  4. #63

    Man kann nur hoffen

    Zitat von Crom Beitrag anzeigen
    Die Stadt Dresden scheint mir hier eher der großen Gewinner im Immobiliendeal zu werden. Durch den Verkauf ist man zunächst schuldenfrei (Pluspunkt 1). Treibt man die Woba in die Pleite, .....
    Wenn das so eintreffen sollte, kann man Dresden nur gratulieren. Dann haben sie ein gutes Geschäft gemacht und den Nachteil hat mit Fortress das richtige Unternehmen, dass dann an der eigenen Gier gescheitert ist. Dann könnte man sagen, Fortress ist mit den eigenen Waffen geschlagen worden.
    Man kann nur hoffen, dass es so wie von Ihnen beschrieben, kommt.
  5. #64

    .

    Zitat von dr.épernay-boiler Beitrag anzeigen
    Dresden kommt nichtmal mit der UNESCO und einer Brücke sinnvoll zurecht. Nun ein Megalodon?
    Gegen Tote kämpft es sich halt leichter.
  6. #65

    .

    Zitat von shaxvapula Beitrag anzeigen
    PROUD to be LINKE

    Gez.
    asmoRAGE
    Deren Dresdner Fraktion hat dem Verkauf damals mehrheitlich zugestimmt. (Im Gegensatz zur SPD, übrigens.)
  7. #66

    Die ewige Brücke

    Zitat von dr.épernay-boiler Beitrag anzeigen
    Dresden kommt nichtmal mit der UNESCO und einer Brücke sinnvoll zurecht. Nun ein Megalodon?
    Wieso? Dresden hat sich, dank seiner Bürger, klar entschieden.
    Ja zur verkehrstechnisch notwendigen Brücke.
    Nein zu einem touristisch völlig wirkungslosen Titel.

    Sie werden überdies, ich bin Exil-Dresdner, feststellen, dass viele Touristen lieber fließend durch den Dresdner Innenstadtverkehr kommen wollen, als irgendwann über drei marode Brücken mit Tempo 10 schleichen; denn diese Zahl ist es: drei veraltete und dringend renovierungsbedürftige Brücken. Das "Blaue Wunder" müsste sogar von den Trägern genommen werden, damit die verschliessenen Trageelemente ersetzt werden können.

    Der Titel hat zudem nur eine, ich zitiere mal jemanden aus meiner Verwandschaft, "von Hunden vollgeschissene Wiese" geschützt, nicht aber die prachtvollen Bauten rechtsseitig der Elbe, z.B. Schloss Pillnitz.

    Dresden sollte sich lieber dafür um einen Titel bemühen; diese Bauten reißt niemand ab, da kommt auch nie eine Brücke hin.

    -------

    Ansonsten: mal sehen wie Dresden die Prozesse gegen Gagfah fährt. So gänzlich unbedarft sind die gewählten Vertreter da nicht, im Gegensatz zu anderen Organen in der Bundesrepublik. Hätten die Dresdner noch ein Wörtchen mitzureden, sähe es gleich ganz anders aus.
  8. #67

    Abgezockte Abzocker!

    Zitat von Zorpheus Beitrag anzeigen
    Zum Glück gibt es in Deutschland Gesetze, die die Mieter umfangreich schützen. Die Gagfah glaubt, das ein bisschen dehnen zu können, und Dresden setzt jetzt die Gesetze vor Gericht durch.
    Was soll schon passieren? Wenn die Gagfah sich das nicht mehr leisten kann geht sie halt pleite. Dann bekommt normalerweise der die Häuser, der am meisten dafür bietet. Und das könnte durchaus wieder Dresden sein. Dresden hat überhaupt nichts zu verlieren, hatten sie auch bei dem Kauf nicht.
    Eben. Das vergessen immer viele: Dresden hält seit Jahren die Bevölkerungszahl durch Eingemeindungen halbwegs stabil, gewinnt nur leicht durch Zuzug, es ziehen aber auch viele Weg. Der Wohnungsbestand in Dresden beträgt etwas weniger als 300.000 Wohnungen, davon stehen rund 10% leer (Zahlen 2009).

    Was Dresden gemacht hat, war der Verkauf von einigen "überzähligen" tausend Wohnungen an einen Investor - statt selbst die Kosten für den Unterhalt oder Rückbau zu tragen, steht nun der Investor in der Pflicht; auch leerstehende Wohnungen müssen minimal beheizt werden, kleinere Reparaturen bleiben nun auch beim Investor, Renovierungsarbeiten sowieso.

    Idealer Schnitt. Ich bezweifle, dass andere ostdeutsche Städte auch so sehr vom Wohnungsleerstand profitieren können wie Dresden: Profite mit unprofitablen Altlasten zu machen ist schon 'ne Leistung; da wurde ein Abzocker abgezockt.

    Ob Dresden jetzt die Wohnungen zurückkauft, glaube ich nicht; höchstens die Sahnestückchen vielleicht. Der Rest bleibt da, wo er jetzt ist: beim Investor. Ich denke nicht, dass Dresden leerstehende Wohnungen bzw Häuser mit schlechter Wohnauslastung zurückkaufen wird.
  9. #68

    Wo bleibt Hamburg ?

    Bravo, dass Dresden etwas unternimmt. Ich frage mich aber, warum man in Hamburg und anderen Städten nichts unternimmt.
    Man hat Verträge zum Schutz der Mieter abgeschlossen und setzt nun den Vertrag nicht durch. Ein Schelm wer böses dabei denkt oder Korruption riecht.
    Das hier beschworene Prozessrisiko dürfte minimal sein, da mehrfache und offensichtliche Vertragsbrüche vorliegen. Wenn den Städten das Risiko zu hoch erscheint, können sie ja einen Prozessfinanzierer wie Fortis ? einschalten.
  10. #69

    Unwissenheit schützt vor Strafe nicht!

    Zitat von return33 Beitrag anzeigen
    Und was kann der Eigentümer dafür wenn der Mieter nicht vorher rechnet?
    Und gehen Sie davon aus 12 Monatsmieten verzicht auf die Kaltmiete hätte man Ihnen auch gewährt. Wenn Sie 500 Euro im Monat Kaltmiete (nicht Warmmiete) zahlen sind das 6000 Euro für die gesamten Arbeiten. Setzen Sie eine Wohnung mit Fachfirmen in Stand (eine Hausverwaltung kann schlecht n schwarz beschäftigen wie n Privater) kosten Boden, Malern, Küche, Bad weit über 10.000 Euro.

    Aber nochmal was kann der Eigentümer dafür? Sie haben n schlechtes Geschäft freiwillig abgeschlossen.
    :-) Im Nachhinein, Mr. return33, ist mir das natürlich auch bewusst! Manchmal muss man natürlich einfach schmerzhaftes Lehrgeld zahlen.
    In Zukunft wird mir das natürlich nicht so einfach passieren... es war allerdings auch das erste Mal, dass ich eine Renovierung vornahm!
    Ich möchte mich nicht als Opfer darstellen (bin ich doch mittlerweile ganz glücklich, hier), allerdings denke ich, dasss mein Sachbearbeiter einfach die Unwissenheit zu seinen Gunsten ausgelegt hat!
    Un JAAAA, Unwissenheit schützt vor Strafe nicht! ;-)


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