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Klage abgewiesen: Patienten müssen rezeptfreie Medikamente selbst zahlen

DPAPatienten, die rezeptfreie Medikamente vom Arzt verordnet bekommen, müssen diese weiterhin selbst zahlen. Das hat das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe entschieden - und damit die Klage eines chronisch Kranken abgewiesen.

http://www.spiegel.de/gesundheit/dia...-a-878009.html
  1. #1

    Rezeptpflicht und Erstattung

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Patienten, die rezeptfreie Medikamente vom Arzt verordnet bekommen, müssen diese weiterhin selbst zahlen. Das hat das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe entschieden - und damit die Klage eines chronisch Kranken abgewiesen.
    Auf den ersten Blick merkwürdig erscheint der vom Gesetzgeber hergestellte Zusammenhang zwischen Rezeptpflicht und Erstattung in der Tat. Denn Rezeptpflicht besagt ja lediglich, daß ein Medikament besonders gefährlich oder nebenwirkungsreich ist. Der Gesetzgeber argumentiert wohl, daß ein solches Medikament nur dann zum Einsatz kommt, wenn sein Nutzen seinen Nachteil überwiegt und damit besonders groß sein muß.

    Tatsächlich ist es allerdings so, daß ja nicht der Nutzen, sondern das Kosten-Nutzen-Verhältnis relevant ist. Und hier schneiden rezeptfreie Medikamente teilweise besser ab als rezeptpflichtige. Der Gesetzgeber war hier wohl an eine Lösung interessiert, bei der er nicht selbst den Nutzen prüfen muß, sondern sich einfach an eine bestehende Bewertung, die Rezeptpflicht, anhängen kann, auch wenn diese nicht genau das besagt, um das es dem Gesetzgeber eigentlich geht.
  2. #2

    Huh?

    Der Kläger leidet an einer chronischen Atemwegserkrankung, die sein Hausarzt dauerhaft mit einem schleimlösenden Medikament behandelt.
    Zudem sei gewährleistet, dass für Medikamente, die als Therapiestandard bei schwerwiegender Erkrankung anerkannt sind, die Krankenkasse ausnahmsweise die Kosten übernimmt.
    Anscheinend doch nicht... oder wie?! Wenn man ohne Medikamente nicht richtig atmen kann, würde ich das schon irgendwie als eine "schwerwiegende Erkrankung" bezeichnen...
  3. #3

    Wat soll's, ...

    atmen an sich wird eh nur überbewertet.

    Das ganze Gesundheitssystem läuft hier völlig aus dem Ruder. Die einzigen, denen das nicht weh tut, sind m.E. die Pharmakonzerne und die Kassen.
  4. #4

    28,80 Euro monatlich

    .. bis zum Bundesverfassungsgericht. Wunderbar.
  5. #5

    Kenne ich auch

    Ich benötige Augensalbe zur Nacht und tagsüber Augengel, weil nach langjähriger Krebs- und Kortisonbehandlung die Tränendrüsen nicht mehr funktionieren. Bevor ich das wusste, ist dadurch eine Hornhaut gerissen, die transplantiert werden musste. Das Augenlid "klebte" an der Hornhaut und hat sie zerrissen. Auf dem Auge sehe ich bis heute wenig.
    Ohne diese Medikamente drohte die selbe Verletzung wieder. Sowohl auf dem guten Auge, als auch auf dem mit der HH-Transplantation. Die Kasse macht sich einen schlanken Fuß, weil die Medikamente nicht rezeptpflichtig sind. - Die Kosten einer weiteren HH-Transplantation würde sie tragen. Die einer Erblindung ebenfalls...
  6. #6

    versicherungen kündigen

    falls es sich nicht rumgesprochen hat, ein großteil der vielen versicherungsangebote sind sinnfrei. sinnfrei für den zahler. im schadensfall zahlt die versicherung sowieso nicht.
    während meiner studi zeit bei versicherung gearbeitet. man mag es nicht glauben wie leute sich über ihre versicherungsnehmer amüsiert haben. der idiot hat bei uns seit 20jahren eine versicherung und jetzt will er geld haben. lol, hust, schaut mal was der schreibt ...
  7. #7

    Nicht ganz richtig

    Zitat von dkoedo Beitrag anzeigen
    atmen an sich wird eh nur überbewertet.

    Das ganze Gesundheitssystem läuft hier völlig aus dem Ruder. Die einzigen, denen das nicht weh tut, sind m.E. die Pharmakonzerne und die Kassen.
    Was denken Sie wie toll es für die Pharmaindustrie wäre, könnten sie jedes Hustensäftchen und jede Kopfschmerztablette auf Rezept losschlagen. Zumal der Patient in der Arztpraxis auch als Verbrauer agiert und erst lmal "alles mitnimmt".
    Die Kassen wollen tatsächlich sparen, was ja auch in unserem Interesse ist. Die einzigen, die das nicht einsehenm sind die weltfremden linken Realitätsverweigerer. Die meinen immer "die da oben, oder wahlweise die Reichen, sollen zahlen".
  8. #8

    optional

    Die gesamten Kosten des Gesundheitssystems auf die Einkommenssteuer umlegen, Krankenversicherungen abschaffen, und wer krank ist, geht zum Arzt. Funktioniert anderswo auch.
  9. #9

    .

    Zitat von NilsCA Beitrag anzeigen
    28,80 Euro monatlich .. bis zum Bundesverfassungsgericht. Wunderbar.
    Da es hier um ein grundsätzliches Thema geht ist das doch völlig in Ordnung.
    Ich jedenfalls bin froh in einem Rechtsstaat zu leben und nicht der Willkür ausgesetzt zu sein.








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