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Kirchhofs Steuerrevolution: Die Rückkehr des Bierdeckels

Lange war Paul Kirchhof aus der Öffentlichkeit verschwunden. Nun unternimmt der Mann, dessen Reformeifer*Angela Merkel*2005 fast die Kanzlerschaft gekostet hätte, einen neuen Anlauf zu einer radikalen Steuerwende. Wieder mit dabei: der ungeliebte Einheitssteuersatz von 25 Prozent. *

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...770843,00.html
  1. #180

    Höchststeuersatz

    Zitat von richie Beitrag anzeigen
    Wie kommen Sie darauf?
    Ich vermute weil damit dann bei Großverdienern der Steuersatz von ca. 45 % auf 25 % gesenkt wird oder?
  2. #181

    Der Typ hats`erfasst,

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Lange war Paul Kirchhof aus der Öffentlichkeit verschwunden. Nun unternimmt der Mann, dessen Reformeifer*Angela Merkel*2005 fast die Kanzlerschaft gekostet hätte, einen neuen Anlauf zu einer radikalen Steuerwende. Wieder mit dabei: der ungeliebte Einheitssteuersatz von 25 Prozent. *

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...770843,00.html
    Leider werden wir von Polit-clowns verarscht,
    die verhindern das`solche logisch geniale Lösungen umgesetzt werden.
    Der neue Fahrkartenautomat der Db ist ja auch das`Vorzeigemodell, wenn sich Politiker einmischen.
  3. #182

    ...

    Zitat von schoppenhauer Beitrag anzeigen
    Prima Idee! Aber wieso nur 25 Prozent?! Das ist doch nicht einmal eine halbe Sache...
    Wenn schon, dann sollte der Einheitssteuersatz 100 ......
    Das wäre dann Kommunismus, wie er mal geplant war.....
  4. #183

    ....

    Zitat von berns Beitrag anzeigen
    Perfekt wäre ein Steuersystem folgender Art:

    Alle Einkommen sind bis 1.500 Euro monatlich (bzw. 18.000 Euro p.a,) vollkommen steuerfrei.

    Alle Einkommen darüber werden mit 50 Prozent besteuert.
    Lassen Sie mich raten: Sie verdienen ca. 1500 EURO im Monat, nicht wahr?
  5. #184

    kein Titel

    Zitat von johannm Beitrag anzeigen
    Wirklich radikal und Anreize setzend wäre eine Steuer auf Einkommen unter 20% (setzt Leistungsanreize) und eine Besteuerung von Erbschaft/ Geschenken deutlich über 30%+x (bei durchaus sehr großzügig bemessenen Freigrenzen), wobei "+x" eine Progression bei sehr großen Erbschaften meint ("Milliardenerbe-S-Kurve").
    Im Kurztext: weitgehende Freistellung von Erträgen aus Leistungen und die Belastung von Erträgen ohne Leistung, sowie steuerliche Erfassung und Belastung gesellschaftlicher Kosten.
    Und was erreichen Sie damit? Soweit ich weis, hat der Besitzer von Müller Milch sich nach Österreich abgesetzt/umgezogen. Dort gibt es keine Erbschaftssteuer. Aber immer das selbe neidgegeiere. Merke: wer alles will kriegt nichts. Und Steinbrück ein Fachmann? Ich lach mich schlapp. Der Mann ist Lehrer und wie man an seinem "Kavaleriegeschwafel" erkennen konnte, ein Supergau für D.
  6. #185

    Warum nicht?

    Zitat von hauptkommissartauber Beitrag anzeigen
    Wissen Sie, was eine Abschreibung ist?

    Die Feststellung von Einnahmen ist ja noch recht einfach, die von Ausgaben ist aber schon kompliziert. Angenommen,......
    Das kommt darauf an, wie man es sieht. In dieser Branche kauft kaum noch jemand ein Auto, es wird geleast und das ist steuerlich voll absetzbar, egal wie alt das Auto ist.
    Selbst wenn das Auto gekauft wird, ist es letztendlich egal wie man die Sache betrachtet, ob nun die Abschreibung auf 4, 5 oder was auch immer wieviel Jahre dem Gesetzgeber dazu einfallen, über die Verrechnung mit dem Verlust kann in den Folgejahren ganz gut damit lebt werden. Zu dieser Berechnung ist jeder 8Klässler in der Lage, dazu Bedarf es den von den Steuerzahlern subventionierten Steuerberaterberuf in den wenigsten Fällen.
    Die Unübersichtlichkeit der Steuerrechtes ist staatlich gewollt und somit werden immer auch wieder die Steuerberater von großen Teilen der Steuerzahler benötigt. Wirklich brauchen würden die Steuerzahler die Steuerberater bei einem so dargestellten vereinfachten Steuerrecht nicht. Dieses Gesetz würde als aller erstes die von der Undurchsichtigkeit des Steuerechtes profitierenden Steuerberater treffen. Ob der Einheitssteuersatz von 25% dabei gerecht ist oder nicht, darüber lässt sich sicherlich streiten. Vor allem unter dem Gesichtspunkt, dass dann auch sämtliche Lebensmittel etc. mit diesem Steuersatz belegt werden. Aber auch hier gilt, ob mit oder ohne dieses Vorschlages zur Steuervereinfachung, die Pläne für die 21,23 oder 25% MwSt, liegen bereits im Schubkasten der Regierung.

    Man kann durchaus Parallelen ziehen zu anderen Bereichen, wo ganz bewusst durch Überregulierungen verhindert wird, dass der mündige Bürger den Durchblick behält.

    Wir dürfen nicht vergessen, dass zu allererst unsere Regierung deren Klientel zufrieden stellen muss, heißt, zurücklehnen, die Vereinfachung des Steuerechtes wird nicht kommen. Die die von dem vereinfachten Steuersätzen profitieren sollen, tun dies schon längst und der klägliche Rest der Steuerzahler, der soll mal schön weiter bluten.
  7. #186

    Eine Stufe fehlt....

    Alles über 100.000€/Jahr müsste mit 60% besteuert werden... :)
  8. #187

    Über den Satz von 25% kann man streiten...

    ...über das Prinzip von Herrn Kirchhoff nicht. Leider ist die Umsetzung wohl illusorisch. Aber was wäre das für ein herrlich unbürokratisches System. Heerscharen von Finanzbeamten und Steuerberatern, deren Stellen man nie wieder besetzen müsste. -Einfach zu schön um wahr zu sein!
  9. #188

    ...

    Zitat von TS_Alien Beitrag anzeigen
    Man könnte sich durchaus mit einem einheitlichen Steuersatz auf Einkommen aller Art anfreunden, wenn gleichzeitig die indirekten Steuern abgeschafft werden, insbesondere die Mehrwertsteuer, die hochgradig asozial ist.
    Also - das kann ich nicht nachvollziehen. Einheitlicher Einkommenssteuersatz ist okay - Mehrwertsteuer asozial?

    Es gibt einen höchst sonderbaren Umstand im Lohnerwerbsmodell. Löhne werden im Grunde falsch berechnet - denn steuerbar am Lohn kann eigentlich nur das sein, was den Lebensunterhalt übersteigt (wie bei Betrieben - Abzug der Betriebskosten der Ressource Mensch...).

    Mithin ist unter diesen falschen Voraussetzungen eine EK-Steuer-Berechnung mit einheitlichem Steuersatz falsch und unsozial, weil dem AN ein viel zu hohes EK besteuert wird. Das gilt im Übrigen auch für Kleinunternehmer mit Einkommen in ähnlicher Region.

    Hier werden beide Gruppen (zufällig? sehr große Gruppen) vom gegenwärtigen System ausgepresst wie Zitronen.

    Deutlich höhere EK dagegen - unabhängig von ihrer Herkunft - haben die Möglichkeit, zu hohen Anteilen an Märkten teilzunehmen, die sich auf legale Steuerhinterziehung spezialisiert haben - und so drückt man dort die theoretisch hohe Steuerlast beachtlich.

    Sozial an der Mehrwertsteuer ist somit zunächst mal, dass sie ohne Wenn und Aber erhoben wird.

    Hiermit sichert sich der Staat u.a. auch die Mittel, uns Sozialsysteme nach US-Vorbild zu ersparen - und ich wage die Behauptung, dass vor allem kleinere Einkommen hiervon mehr Nutzen haben, als von einem Lebensbehalt ohne Mehrwertsteuer. Nennenswert mehr als den Lebensunterhalt haben die meisten eh nicht zur Verfügung...

    Grundsätzlich aber ist klar - hohe und höchste Einkommen müssen hoch besteuert werden.

    Das liegt einfach systemisch einfach daran, dass die gesellschaftlichen Vorleistungen für die Gewinnakkumulation nirgendwo eingepreist sind. Da diese aber keineswegs kostenlos sind, müssen jene, die davon besonders profitieren, hierzu eben auch einen entsprechenden Beitrag leisten.

    Von Abschreibungen sollte man die Finger lassen - dies ist ein hoch komplexer und in Unternehmen weltweit in etwa vergleichbar vernünftig geregelter Bereich.

    Eine kräftige Erhöhung der Bemessungsgrenzen für die SozVers und die Abschaffung jeder Möglichkeit, sich aus ihnen heraus stehlen zu können, würde zu mehr Gerechtigkeit beitragen.

    Unter dem Strich würde der Staatshaushalt deutlich entlastet - und damit könnten die Spitzensteuersätze zu höheren Einkommen hin verschoben werden. Zusammen mit dann möglichen Beitragssenkungen käme es zu einer spürbaren Entlastung für den "Mittelstand".
  10. #189

    Selbstbedienung

    Es bleibt für mich ein Rätsel, dass der Wähler bei der vorletzten Bundestagswahl dem Wunsch nach Abschaffung der schreienden Ungerechtigkeit der Steuertrickserei eine Abfuhr erteilt hat. Gleichzeitig könnte man bei einem einheitlichen Steuersatz die Klauerei beenden, die darin besteht, dass man sich bei jedem, der mehr hat als man selbst, bedient.


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