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Kirchenkritiker: Sie sind nicht Papst

Benedikt XVI.*besucht sein Heimatland - doch vielen Deutschen ist er nicht willkommen. In Berlin protestieren Kritiker gegen die Visite, im Bundestag wollen Abgeordnete*die Papstrede boykottieren. Einen festlichen*Empfang bereiten dem Kirchenoberhaupt dagegen der*Bundespräsident und die Kanzlerin.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...787826,00.html
  1. #100

    paradoxon

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Benedikt XVI.*besucht sein Heimatland - doch vielen Deutschen ist er nicht willkommen. In Berlin protestieren Kritiker gegen die Visite, im Bundestag wollen Abgeordnete*die Papstrede boykottieren. Einen festlichen*Empfang bereiten dem Kirchenoberhaupt dagegen der*Bundespräsident und die Kanzlerin.

    http://www.spiegel.de/politik/deutsc...787826,00.html
    jedem kirchenkritiker muss das wort th. manns aus dem dr. faustus klar sein:
    "es ist ja wohl kein zweifel, dass der menschheit unendliches blutvergießen und die entsetzlichste selbstzerfleischung erspart geblieben wäre, wenn martin luther die kirche nicht wiederhergestellt hätte."

    heute stellen die kirchenkritiker die kirche wieder her.
  2. #101

    Beuqem

    Zitat von Acrux Beitrag anzeigen
    Genau, und das ist das Problem: dass Leute entscheiden wollen, was fuer andere muendige Menschen gut ist und was nicht. Unsere Gesellschaft baut grundsaetzlich darauf auf, das dass niemand darf (siehe den Freiheitsbegriff, wie ihn das GG und nachfolgende Gesetze verstehen). Wir hatten bis vor ca. 20 Jahren sogar mal eine Armee, deren einziger Zweck es war, dieses Freiheitsverstaendis zu verteidigen.



    Aus eben diesem Grunde: Wer sich anmasst, besser zu wissen was "Gut" fuer mich ist, als ich selbst, hat sich einen Feind gemacht: Mich.
    Naja, jemand, der Ihren Lebensplan in Frage stellt, muss eben abgestraft werden. Dann muss man sich nicht in Frage stellen. Bequemer geht es nicht.
  3. #102

    Grundlage für ein gelingendes Miteinander?

    Grundlage für ein gelingendes Miteinander? Nicht die Religion bildet diese, sondern einzig und allein gesunder Menschenverstand und Respekt voreinander. Und beides kann man ganz ohne irgendwelche Religionszugehörigkeit oder Glauben an irgendwelche fiktiven Figuren haben.
  4. #103

    ...

    Zitat von realpress Beitrag anzeigen
    Wenig später fand der Papst in seiner ersten Ansprache vor Schloss Bellevue deutliche Worte und beklagte eine zunehmende Gleichgültigkeit gegenüber der Religion . Für das Zusammenleben der Menschen bedürfe es einer verbindlichen Basis, sonst lebe jeder nur noch seinen Individualismus.

    Diese verbindliche Basis kann nur heissen : Humanismus, und Respekt und Achtung vor der Natur unserer kleine Kugel.

    Sicher keine Religion welche einem verspricht dass auf der anderen Seite eitel Sonnenschein herrscht und auf dieser Seite Prunk und Prahl zur Schau stellt.
    "sonst lebe jeder nur noch seinen Individualismus"
    Ich weiß ja nicht wessen Leben Sie leben aber ich als Individuum lebe meinen Individualismus.
  5. #104

    bliblablub

    Diejenigen die sich für seine Rede oder allgemein den katholischen Glauben interessieren sollen hingehen. Diejenigen die das nicht interessiert sollen sich doch bitte um ihre Angelegenheiten kümmern.
    Mich zB interessiert dieser Besuch nicht. Und was die Kosten betrifft: wenn irgendwelches Links -oder Rechtsorientiertes Pack Demonstrationen veranstaltet, müssen genauso Polizei und Sicherheitskräfte abgestellt werden.
    Bei meinem geliebten König Fussball ebenso. Kurzum: Dieser Papstbesuch treibt D nicht an die Pleite.
  6. #105

    ne ne

    Zitat von realpress Beitrag anzeigen
    Wenig später fand der Papst in seiner ersten Ansprache vor Schloss Bellevue deutliche Worte und beklagte eine zunehmende Gleichgültigkeit gegenüber der Religion . Für das Zusammenleben der Menschen bedürfe es einer verbindlichen Basis, sonst lebe jeder nur noch seinen Individualismus.

    Diese verbindliche Basis kann nur heissen : Humanismus, und Respekt und Achtung vor der Natur unserer kleine Kugel.
    Und was hat das bitte mit Religion zu tun? Heißt es nicht in der Bibel: Macht euch die Erde Untertan?
    Genau, machen wir, deshalb geht sie ja auch zu grunde!
    Humanismus und Religion haben nichts, aber auch rein gar nichts mit Religion zu tun. Ich gehe sogar so weit, zu sagen, dass Beides diametral zueinander ist. Religionen sind per Definition intolerant, sonst wären sie nicht existent (oder, in einfachen Worten: der Pabst müßte befürworten, zu Allah zubeten, was einer Selbstauflösung gleich käme).
    Also: wer humanistisch und tolerant wein will, kann keiner Religion angehören, geht einfach nicht!!
  7. #106

    Seltsam

    Zitat von rufus008 Beitrag anzeigen
    Das müssen Sie doch auch gar nicht. Ich teile Ihre Sichtweise ja auch nicht. Trotzdem will ich Sie zu nichts bekehren.
    Ich auch nicht. Für mich sind Glaube, Religion, Weltanschauung, Wertvorstellung, wie auch immer man das Kind noch nennen mag, private Dinge.
    Dies halte ich sogar für so privat, dass prinzipiell jeder Mensch seinen Glauben wählen können soll, OHNE dass er von einer Seite beeinflusst wird. Missionslose Verbreitung von Glauben, wenn Sie so wollen, einfach durch persönliche Suche nach einem Sinn, Wissen, was auch immer.

    In der Hinsicht steh' ich als Atheist dem Buddhismus nah, weil ich Wissen suche - und Wissen kann man auch als "Erleuchtung" betrachten. Welcher Art diese Erleuchtung sein mag, ist jedem selbst überlassen.

    Deswegen sehe ich es kritisch, wenn Eltern ihre Kinder in dem Glauben aufziehen, den sie selbst haben. Ist das wirklich gut und richtig, in einer Gesellschaft mit Religionsfreiheit?

    Sehen Sie, das finde ich jetzt wieder ziemlich schräg. Sie wollen also die Rituale eines Vereins, dessen Werte und Regeln und Sie nicht teilen. Aber wenn Sie das so möchten, dann soll es so sein.
    Na ich feier auch Weihnachten und Ostern oder habe auch frei an den religiösen Feiertagen. Wenn ich's so eng sehen würde, dürfte ich keines dieser Feste feiern und müsste an den Feiertagen arbeiten gehen und nur an weltlichen Feiertagen zu Hause bleiben.

    So wie ich aber eben die Möglichkeit habe, das Weihnachtsfest so zu feiern, wie ich es mag (inkl. Weihnachtssingen in der - Achtung - Kirche!), so möchte ich halt auch eine christliche Trauung, weil die einfach schöner und romantischer ist.

    Weiß gar nicht, warum sich da grad die Kirche so hat?
  8. #107

    Falscher Eindruck

    Wenn man die Berichterstattung der Medien und auch dieses Forum sieht, könnte man meinen, Deutschland sei eine völlig entchristliches und säkulares Land, in dem man den Papst hasst. Sieht man jedoch genauer hin, merkt man, dass die Kritiker nur deshalb so auffallen, weil sie in den Medien auf gleichgesinnte vertrauen können und weil sie laut schreien, während die Mehrheit schweigt. 2000 Menschen auf der Gegendemo und 80000 im Olympiastadion. Das ist doch auch eine Abstimmung, oder? Also tut nicht so, als würde die Mehrheit der Deutschen den Papst ablehnen, das ist nicht der Fall.
  9. #108

    Geschichte

    Zitat von rufus008 Beitrag anzeigen
    ...
    Das ist doch nicht symptomatisch für die Kirche. Ich habe in meinen 40 nichts dergleichen aus erster Hand erlebt und kenne solche Fälle auch nur aus den Medien. Sie haben ein völlig falsches Bild.
    Ich habe in meinen 46 Jahren auch nichts von den Greueltaten der Nazis mitbekommen und doch weiß ich, dass das keine Ideologie ist, der ich etwas abgewinnen könnte. Manchmal reicht ein Blick in die Geschichte um zu erkennen, um was für eine "Religion" es sich handelt.
    Wenn die Kirche keine Kirche sondern ein Verein wäre, wäre sie längt verboten weil es eine kriminelle Vereinigung ist. Nur die Tatsache, dass etwa 75 % derjenigen, die über ein Verbot entscheiden müßten, selbst Mitglied dieses Vereins sind, schütz sie vor einem Verbot.
  10. #109

    NikT

    Zitat von Götternot Beitrag anzeigen
    20 0000 Demonstranten, ach wie wenig:
    Na eben, Gleichgültigkeit. Den meisten Deutschen ist der Papstbesuch nicht mal protestwürdig. Man erduldet es wie eine Regenfront und freut sich auf den folgenden Sonnenschein.


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