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Kinofilm "Tomboy": Wenn die Tochter ein Sohn sein will
Alamode FilmEinfach mal das Geschlecht wechseln: In dem Film "Tomboy" ergreift ein zehnjähriges Mädchen die Chance, als seine Familie während der Sommerferien umzieht. Die Zuschauer erleben dank der großartigen Hauptdarstellerin den Rausch einer neuen Welt - und die furchtbare Angst vor den Folgen.
http://www.spiegel.de/kultur/kino/0,1518,830153,00.html
- #20 04.05.2012 13:27 von
Das ist ohnehin schon längst der Fall. Wenn das nächste Mal jemand mit Begriffen wie "Neoliberalismus", "Rechts", "Islam", "Meinungsfreiheit", "Menschenwürde" oder ähnlichem herumwirft, fragen Sie einfach mal die Beteiligten nach einer Definition. Die Menschen reden zueinander, obwohl sie nicht einmal die gleiche Sprache sprechen!
Das ist bloß deshalb kein Problem, weil diese Leute ohnehin keine Inhalte, sondern bloß Lebensgefühle austauschen. Wer dagegen auf wissenschaftlichem Niveau diskutiert, kommt um eine Begriffsklärung strittiger Begriffe nicht herum. Selbst empirische Konzepte wie "Armut" mit etablierten Definitionen werden in krass unterschiedlichen Bedeutungen verwendet. Da kann nach einer absoluten Interpretation ein Millionär superreich sein und nach einer relativen Deutung bettelarm.
Der Facility Manager ist der Hausmeister, und den Begriff finde ich völlig akzeptabel. "Gebäudeverwalter" klingt doch um einiges weniger pompös als "Master of the House". Ob man unbedingt englische Begriffe verwenden muss ist eine Sache. Aber wenn ich mir dann das Chaos mit dem generischen Maskulinum anschaue, denke ich mir wiederum, dass Deutschland ohnehin komplett auf Englisch umsteigen sollte. Würde viel "Drama" ersparen ;)
Ich weiß nicht, wer das Wort "Dramödie" erfunden hat, aber es wird auf jeden Fall verwendet. Und selbst Jahrzehnte davor wurde "Drama" schon als eigenständige Kategorie neben Tragödie und Komödie gehandhabt. Und bereits daran stören Sie sich ja.
Tatsache ist in dem Zusammenhang, dass "Drama" auch in der Alltagssprache fest verwurzelt ist, und zwar in der nicht-aristotelischen Bedeutung. Man kann also entweder die moderne Sprache ablehnen - oder sich nüchtern überlegen, ob neue Definitionen einen Gewinn an Ausdrucksvielfalt bringen. Wenn letzteres der Fall ist, dann ist mir die etablierte Lehrmeinung von vor Jahrtausenden herzlich egal, Sprache sollte unseren heutigen Bedürfnissen angemessen sein. Da bin ich pragmatisch.
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