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kino.to: Ermittler*verhaften mutmaßliche Betreiber*von Raubkopie-Seite
Es ist ein Großschlag gegen illegale Raubkopierer: Die Staatsanwaltschaft Dresden ermittelt gegen die Streaming-Seite kino.to. Bei Razzien in mehreren europäischen Ländern wurden*13 Personen verhaftet. Ihnen wird die Bildung einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen.
http://www.spiegel.de/netzwelt/netzp...767375,00.html
- #80 08.06.2011 14:27 von
- #81 08.06.2011 14:30 von
Trauriges Fazit...
Im Grunde kann man alles stehlen. Die Frage hierbei ist nur, ob die Betreiber, worum es hier geht, selbst direkt etwas gestohlen haben und/oder dazu angestiftete haben, Filmmaterial zu entwenden und durch Dritte hoch laden zu lassen und entsprechend zur Schau zu stellen.
Solange, was ich selbst auch nicht glaube, die Betreiber "freiwillig" Links zugesandt bekommen und diese in die Datenbank einpflegen, machen diese sich auch nicht Strafbar.
Beispiel: Ein Bekanter von mir betreibt ein Portal, wo neue Filme dargestellt werden, jedoch nur die Trailer, wo User über den Film diskutieren können.
Wenn jetzt ein Film davon auf die Blacklist kommt würde er sich schon Strafbar machen, in dem er den Trailer auf seiner Seite sichtbar hat, weil er Inhalte gelisteter Filme teilweise zugänglich macht. Aus dem Grund nutzt er für die Filme auch YouTube. Er verlinkt darauf.
Wenn Kino.to, dessen Betreiber, festgenommen wurden, weil sie Verlinkungen anbieten, dann müssten alle anderen, die Inhalte nur Verlinken z.b. zu YouTube (Trailer, Musikvideos usw.) ebenfalls festgenommen werden.
Fakt ist; der Filmindustrie ist Kino.to ein Dorn im Auge. Seit Jahren versuchen sie, Kino.to entfernen zu lassen. Der Staat, so gutgläubig wie dieser ist, glaubt der "großen Filmindustrie" und "handelt" (auch wenn es lange dauert...)
Am Ende, ob traurig oder nicht, werden die Kino.to-Betreiber ungestraft frei kommen und weiter machen wie bisher.
Ich selbst gucke mir Filme ebenfalls im Netz an, jedoch nur via "Maxdome" usw., sprich legal. Jedoch sehe ich auch, das Angebote der Film/Musik-Industrie seit Jahren schon fehlen.
Sollte dort ein Nachrüsten kommen, dann wird es zwar weniger Seiten/User geben, die es illegal anbieten/angucken, jedoch wird sich auch das niemals auflösen.
Gruss Michael - #82 08.06.2011 14:32 von BeitragszahlerwiderWillen
.
Das man gegen Anbieter von Raubkopien gegen Bezahlung vorgeht, ist verständlich. Das man jedoch auch diejenigen kriminalisiert, die sich privat eine einzige Kopie ziehen, ist mir unverständlich. Zumal die verlangten Strafen in keinem Verhältnis zum Verstoß stehen.
Vermutlich wird jetzt auch noch gegen die ermittelt, die sich in ihrer Jugend eine geliehene Schallplatte auf Kassette kopiert haben. Und gegen die, die sich einen Vidoefilm aus der Videothek holten und zu Hause mit ihrem Videorecorder überspielten... - #83 08.06.2011 14:32 von
- #84 08.06.2011 14:32 von
- #85 08.06.2011 14:33 von
Richtig, das Daten "geklaut" werden können ist ein rhetorischer Trick von Urheberrechtsverwertern, um die Kopie, auf der das digitale Zeitalter nunmal beruht, zu kriminalisieren. Es ist ein klassischer Dysphemismus.
Diebstahl heisst eigentlich, jemand nimmt jemandem etwas weg. Und was weg ist ist dann auch weg bzw. hat unrechtmäßig den Besitzer gewechselt. Daten können aber den Besitzer nicht wechseln, es sei denn man spricht von Datenträgern und die Daten sind nur auf diesem einen vorhanden.
Wohlgemerkt ich werte hier NICHT die Strafrechtlichkeit von Urheberrechtsverletzungen, sondern weise darauf hin, dass das stellen einer Kopie auf die selbe Stufe wie mit einem Materialgüter-Delikt ein Missbrauch der Begriffe darstellt. - #86 08.06.2011 14:33 von
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Nö und das wird auch nicht richtiger je öfter man das wiederholt.
Noch mal: Es gibt keine Raubkopien
Das ist ein erfundener und sinngemäß falscher Ausdruck, welcher auch zu einer falschen Betrachtungsweise führt.
Raub und illegales Vervielfältigen sind immer noch zwei verschiedene Dinge. - #87 08.06.2011 14:34 von
- #88 08.06.2011 14:34 von
Die verdienen keineswegs direkt mit. Die werden in der Regel gebucht, einmalig bezahlt und gut ist. Sobald die Produktionskosten rein sind, landet alles beim Vermarkter. Vernünftiger wären Modelle, die vorher vom potentiellen Publikum das Geld einsammeln und denen das Produkt dann zur Verfügung stellen - und alles, was hinterher verdient wird, geht Anteilig an alle an der Produktion beteiligten. Solche Modelle gibt es in vielen Bereichen bereits, zuminest im englischsprachigen Raum. Keine Bezahlung zahlreicher Zwischenhändler am Künstler vorbei zu Gunsten riesiger Konzerne. Man zahlt, was man unterstützen will, mit soviel Geld, wie man sich leisten kann. Das Publikum wird direkt involviert und als netten Nebeneffekt identifiziert es sich auch noch viel mehr mit "seinem" Produkt.
Aber das ganze ist ein beinahe unendlich weites Feld. Warum bekommt ein Regisseur/Schauspieler in Hollywood Millionen, während einer von gleichem Talent und Können anderswo mit Bruchteilen auskommen muß. Wie überall in unserer Geldgesellschaft wird Können und Qualität durch monetären Erfolg definiert. Aber darüber sollten wir irgendwann endlich mal erhaben sein. Wieviele heute hochgeschätzte Künstler sind zu Lebzeiten fast verhungert? War deren Qualität schlechter, als sie noch lebendig waren? Wer weiß welche Leute in 100 Jahren als Genies gelten, für die sich heute keiner interessiert. Geistige, kreative Leistung sollte gut entlohnt werden, aber es muß keiner Millionär werden, und es sollte auch keiner, der wirklich was drauf hat, am Hungertuch nagen (wie auch heute viele wirlich gute Leute), nur weil er sich noch nicht am Markt durchgesetzt hat. Kann Geist überhaupt Eigentum sein? Wie bemisst man dessen Wert? An Verkaufszahlen? Dann sind Talkshows und Realityshows wahrscheinlich Hochkultur. Naja, ich hör schon wieder welche Kommunismus schreien, aber in vieler Hinsicht sind kommunistische Ideen nunmal gar nicht so schlecht.
Es kommt doch nicht von ungefähr, dass es für gewöhnlich die Industrie ist, die über die Kopierer jammert, nicht die eigentlich Produzenten. Die sehen nämlich in der Mehrzahl der Fälle den geringsten Teil des von ihnen geschaffenen Mehrwerts (die "Superstars" mal ausgenommen). - #89 08.06.2011 14:35 von
Wozu brauchts eigentlich kino.to und Co wenns das usenet gibt?
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