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Kino-Attentat : Bombentrupp will in Wohnung des Mörders vordringen

REUTERSDer mutmaßliche Kino-Mörder wollte offenbar noch mehr Menschen töten: In seiner Wohnung befindet sich Sprengstoff. Laute Musik sollte Nachbarn oder Polizisten in die Falle locken. Nun macht sich ein Bombentrupp bereit, das Appartement in Colorado zu untersuchen.

Denver: Bombenkommando dringt in Wohnung des Attentäters vor - SPIEGEL ONLINE
  1. #1

    Erstaunen?

    Wen erstaunt schon noch ein solches Attentat. Sieht man sich die Doppelmoral an, in der in Jugendfilmen wie z. B. "Matrix Revolutions" oder anderen Machwerken sinnloses Dauerfeuer auf Menschen abgelassen wird, wundert man sich nicht mehr. Kinder und Jugendliche lernen eben auch durch Vorbild. Bei zunehmender Isolation der jungen Männer vermischen sich plötzlich Fiktion und Wirklichkeit.

    Kein Wunder in einem Land, in dem der persönliche Waffenbesitz das höchste demokratische Gut ist und sich jeder Präsident mit der NRA (National Rifle Association) gutstellen muss.
  2. #2

    Ich glaube nicht,

    Zitat von wolfgangotto Beitrag anzeigen
    Wen erstaunt schon noch ein solches Attentat. Sieht man sich die Doppelmoral an, in der in Jugendfilmen wie z. B. "Matrix Revolutions" oder anderen Machwerken sinnloses Dauerfeuer auf Menschen abgelassen wird, wundert man sich nicht mehr. Kinder und Jugendliche lernen eben auch durch Vorbild. Bei zunehmender Isolation der jungen Männer vermischen sich plötzlich Fiktion und Wirklichkeit.

    Kein Wunder in einem Land, in dem der persönliche Waffenbesitz das höchste demokratische Gut ist und sich jeder Präsident mit der NRA (National Rifle Association) gutstellen muss.
    dass ein junger Mensch, der Psychologie studiert, sich nicht der Bedenklichkeit solcher Filme bewusst ist.

    Dies koennte ja gerade ein Grund sein, warum er dieses Kino ausgewaehlt hat.

    Mich erstaunt schon eher, dass es immer noch Idioten gibt (pardon my French), die der Meinung sind, dass der Tod vieler Menschen haette verhindert werden koennen, wenn die Kinobesucher alle bewaffnet gewesen waeren.

    Anscheinend langt es bei denen nicht dazu, sich vorzustellen, wie da um sich geschossen worden waere - jeder in der Meinung, der andere sei der Terrorist.

    Ja, ich bezeichne auch dies als Terrorismus. Ich sehe nicht ein, wieso dies nur auf politisch motivierte Anschlaege Anwendung finden soll.
  3. #3

    politischer Anschlag

    Zitat von gandhiforever Beitrag anzeigen
    ...
    Ja, ich bezeichne auch dies als Terrorismus. Ich sehe nicht ein, wieso dies nur auf politisch motivierte Anschlaege Anwendung finden soll.
    Ich habe die Vermutung, dass es sich hier sogar konkret um eine politisch motivierte Tat handelte.

    Gestern früh berichtete N24 in den 8 Uhr Nachrichten, dass der neue Batman-Film anläuft (ist halt Sommerloch) und dass irgendein durchgeknallter radikaler rechtskonservativer, republikanischer Radiomoderator seit Tagen heftig gegen den Film wettert.

    Es handele sich um eine Verschwörung seitens Hollywood, weil wohl der Bösewicht im Film phonetisch fast so klingt, wie die ehemalige Firma von Mitt Romney. Dies könne kein Zufall sein usw.

    Vielleicht hat sich der Täter aufhetzen lassen (wäre ja typisch für republikanische Wähler) und er wollte diejenigen bestrafen, die den Film sehen, damit niemand diesen bösen Film sieht, der angeblich Romney diskreditiert.
  4. #4

    Zitat von Dio_genes Beitrag anzeigen
    Ich habe die Vermutung, dass es sich hier sogar konkret um eine politisch motivierte Tat handelte.

    Gestern früh berichtete N24 in den 8 Uhr Nachrichten, dass der neue Batman-Film anläuft (ist halt Sommerloch) und dass irgendein durchgeknallter radikaler rechtskonservativer, republikanischer Radiomoderator seit Tagen heftig gegen den Film wettert.

    Es handele sich um eine Verschwörung seitens Hollywood, weil wohl der Bösewicht im Film phonetisch fast so klingt, wie die ehemalige Firma von Mitt Romney. Dies könne kein Zufall sein usw.

    Vielleicht hat sich der Täter aufhetzen lassen (wäre ja typisch für republikanische Wähler) und er wollte diejenigen bestrafen, die den Film sehen, damit niemand diesen bösen Film sieht, der angeblich Romney diskreditiert.
    Ausländische Medien berichten zudem davon, dass der Schütze die Polizisten vor den Bomben in seiner Wohnung gewarnt hat.

    Colorado Movie Theater Shooting: Suspect Bought 4 Guns, 6,000 Rounds of Ammunition in Past 60 Days - ABC News

    Deutsche Medien sehen das etwas anders ... oder sollte ich sagen die vermeindliche Urquelle aller großen deutschen "Zeitungen" ?!
  5. #5

    Zitat von wolfgangotto Beitrag anzeigen
    Wen erstaunt schon noch ein solches Attentat. Sieht man sich die Doppelmoral an, in der in Jugendfilmen wie z. B. "Matrix Revolutions" oder anderen Machwerken sinnloses Dauerfeuer auf Menschen abgelassen wird, wundert man sich nicht mehr. Kinder und Jugendliche lernen eben auch durch Vorbild. Bei zunehmender Isolation der jungen Männer vermischen sich plötzlich Fiktion und Wirklichkeit.

    Kein Wunder in einem Land, in dem der persönliche Waffenbesitz das höchste demokratische Gut ist und sich jeder Präsident mit der NRA (National Rifle Association) gutstellen muss.
    Bitte nicht schin wieder diese Pseudo-Aussagen...
    Aber um das mal weiterzuspinnen: Jeder kleine Junge spielt Cowboy und nutzt irgendwelche Stöcke als Pistole. Wenn dann müsste schon sowas verboten werden und das will sicher niemand.
  6. #6

    Zitat von Dio_genes Beitrag anzeigen
    Ich habe die Vermutung, dass es sich hier sogar konkret um eine politisch motivierte Tat handelte.

    Gestern früh berichtete N24 in den 8 Uhr Nachrichten, dass der neue Batman-Film anläuft (ist halt Sommerloch) und dass irgendein durchgeknallter radikaler rechtskonservativer, republikanischer Radiomoderator seit Tagen heftig gegen den Film wettert.

    Es handele sich um eine Verschwörung seitens Hollywood, weil wohl der Bösewicht im Film phonetisch fast so klingt, wie die ehemalige Firma von Mitt Romney. Dies könne kein Zufall sein usw.

    Vielleicht hat sich der Täter aufhetzen lassen (wäre ja typisch für republikanische Wähler) und er wollte diejenigen bestrafen, die den Film sehen, damit niemand diesen bösen Film sieht, der angeblich Romney diskreditiert.
    Das Problem an dieser These ist, dass der Täter wohl ein paar Wochen oder auch Monate Vorbereitungszeit gebraucht haben wird um das ganze Material zusammenzutragen. Das Radiointerview kann es daher wohl kaum gewesen sein.
    Wenn er eine politische Forderung mit seiner Tat verbunden hätte, dann wäre es gewiss schlau gewesen diese auch zu äußern.

    Vielleicht handelt es sich bei dem Täter einfach um einen Typen der gemerkt hat wie klein und unbedeutend er ist und der mal so richtig Aufmerksamkeit wollte. Solche Leute sind auch als Herostraten bekannt.
    Herostratos
  7. #7

    Mich wundert das ehrlich gesagt makabrerweise auch nicht

    Die Amerikaner werden tgl. mit Brutalo und Kriegsfilmen/berichten derart vollgedröhnt, laufen selber zuhauf bewaffnet rum,dass sich manche wohl in apokalyptische Visionen begeben und zu Psychos mutieren. Der Mann muß ja einen ziemlichen Hass auf seine Umwelt und Menschen gehabt haben,ansonsten ist das nicht nachvollziehbar. Ich hab schon auch mal eine Wut auf die gesamte Welt und einige Nachbarn,aber das lasse ich verbal raus, mir würde nicht einfallen diese dswg. umzubringen oder weil sie in einen Film gehen dessen Hauptfigur ich nicht mag. Es ist schwierig innere Agression in vernünftige Bahnen zu lenken, ich habe mühsam gelernt diese einfach in Arbeit,putzen,streichen,Gartenarbeit umzuleiten und nach 1 Std. ist diese Negativität weg.Ich bin Kriegsgegner,hab Zivildienst gemacht, ich mag keine GI´s,
    treffe aber oft welche in der Stadt, was würde es mir bringen davon jemand zu töten, dann wäre ich auf der gleichen primitiven Stufe, was würde mir das bringen ? nichts.Ich weiss das ich diese Leute nicht mental ändern kann und finde mich damit ab.Meinen Unmut darüber kann ich in Foren posten. Dieser Mann hat wohl durch Psychopharmaka oder Drogen in einer Tunnelwelt gelebt
    und einen enormen Hass entwickelt, ansonsten kann ich mir das nicht vorstellen. Um Menschen die mir zu oberflächlich sind oder zu konservativ mach ich halt einen Bogen und lass die sein wie sie wollen. Ich bin auch Einzelgänger und hab keine Familie oder Verwandte mehr,dswg.kann ich wg. manchmaler Einsamkeit nicht die Schuld den anderen geben. Klingt vielleicht etwas abgehoben,aber ich handhabe es so.Es gibt schöne Momente an einem Tag, einen Augenblick der einen bereichert, man muß sich vor Augen halten dass man es selber in der Hand hat sich gutes zu tun, dann kommt man mit der Umwelt, so konträr wie sie sein mag auch zurecht.
  8. #8

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der mutmaßliche Kino-Mörder wollte offenbar noch mehr Menschen töten: In seiner Wohnung befindet sich Sprengstoff. Laute Musik sollte Nachbarn oder Polizisten in die Falle locken. Nun macht sich ein Bombentrupp bereit, das Appartement in Colorado zu untersuchen.

    Denver: Bombenkommando dringt in Wohnung des Attentäters vor - SPIEGEL ONLINE

    Mir stellen sich neben der Tatsache, wie man ein Sturmgewehr unbemerkt in ein Kino schmuggeln kann die Frage, was Kleinkinder und Kinder unter sechs Jahren in einem Kinofilm , der ab 13 Jahren freigegeben ist machen.

    Die Presse leckt sich natürlich auch wieder die Finger, das Unwort "Amoklauf" (das eigentlich eine ungeplante Tat aus dem Affekt beschreibt) wird verwendet und dankbar der Titel "Batman-Killer" verwendet. Das ist einfach nur erbärmlich.
  9. #9

    Zitat von wolfgangotto Beitrag anzeigen
    Wen erstaunt schon noch ein solches Attentat. Sieht man sich die Doppelmoral an, in der in Jugendfilmen wie z. B. "Matrix Revolutions" oder anderen Machwerken sinnloses Dauerfeuer auf Menschen abgelassen wird, wundert man sich nicht mehr. Kinder und Jugendliche lernen eben auch durch Vorbild. Bei zunehmender Isolation der jungen Männer vermischen sich plötzlich Fiktion und Wirklichkeit.

    Kein Wunder in einem Land, in dem der persönliche Waffenbesitz das höchste demokratische Gut ist und sich jeder Präsident mit der NRA (National Rifle Association) gutstellen muss.
    Oh nein, bitte nicht schon wieder die Küchenpsychologen!

    Gesunde Menschen sind normalerweise sehr gut in der Lage zwischen filmischer Fiktion und Realität zu unterscheiden. Nur weil jeman einen Action-Film sieht oder ein gewalttätiges Spiel spielt, wird er nicht zum Amokläufer.
    Auch der Waffenbesitz alleine löst solche Taten gewiss nicht aus.

    Ich denke jedoch, dass viele Waffen in privater Hand solche Taten leichter machen und dass die USA ihre Mordrate drastisch reduzieren könnten, wenn die Anzahl der im Umlauf befindlichen Waffen gesenkt würde. Mit einem Sturmgewehr kann ein Amokläufer nun einmal mehr Schaden anrichten als mit einem Küchenmesser.

    Man sieht hier auch mal wieder, dass das Argument der Waffenlobby man könne sich mit Schusswaffen "verteidigen" Quatsch ist. Selbst in den USA geht wohl niemand mit einer geladenen Waffe ins Kino und selbst wenn dieses der Fall gewesen wäre, ist äußerst fraglich ob derjenige es geschafft hätte den gut präparierten Täter zu stoppen oder nicht gar andere Besucher getroffen hätte.


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