DPAItaliens Torschütze Mario Balotelli entblößte seinen Oberkörper - und drei türkise Klebestreifen auf dem Rücken. Seitdem fragen sich viele: Was hat es mit den Kinesio-Tapes auf sich? Sie sollen Verspannungen lösen und Schmerzen lindern. Wissenschaftliche Beweise für den Nutzen gibt es aber kaum.
http://www.spiegel.de/gesundheit/ern...841763,00.html
Die lassen sich doch immer was Neues einfallen.
Da gab es doch schonmal dieses Nasenpflaster.
Pflaster für die Flügel: Nase vorn! - SPIEGEL ONLINE
Wir haben doch am Donnerstag erlebt, dass im Sport vieles bis alles über den Kopf läuft:
Fast jeder, mit dem ich zu tun hatte (zumindest von den stärkeren Athleten), hatte eigene Ticks und Rituale, meistens zur Motivation und / oder zum Konzentrationsaufbau. Das kann eine besondere Übung beim Warmmachen, ein kurzes Selbstgespräch, ein kleiner Aufkleber am Schläger (so die Sportart einen verwendet, dreht sich da viel drum) und meinetwegen auch ein spezielles Tape sein.
Reine Psychologie... und das kann durchaus die letzten paar Prozente bringen.
Es wird einen Schlaffi nicht zum Athleten machen, aber es kann den Fokus eines Sportlers verbessern.
Bei Balotelli hat das offenbar bestens funktioniert:
Ein strenger Blick und 14 Deutsche laufend weinend in die Kabine...
Der freute sich über die zusätzliche IGel-Leistung, die er abrechnen konnte. Bis dahin war mir das Klebeband unbekannt, ich ließ es mehr aus Neugier draufpappen. Die Schmerzen im Schultergelenk wurden nicht gelindert, das hat allein die Spritze geschafft. Bei der nächsten Konsultation werde ich diesen paramedizinischen Hokuspokus ablehnen. Ähnlich der Homöopathie lebt das Tape nur vom Placebo-Effekt.
Letzten Endes entscheidet die richtige, positive Einstellung zu sich und zum Gegner das Spiel, wenn beide gleich stark sind. Und wenn es hilft vorher in seine Unterhose zu pinkeln, ist das voll in Ordnung, nur damit lässt sich nicht wirklich Geld verdienen. Mit Tapes und Powerarmbändern schon. Aber kann man etwas gegen die Beschränktheit der Masse tun? Nö und irgendwie haben sie es dann auch verdient :)
... hängt zum Glück nicht immer von "wissenschaftlicher" Klugpullerei ab, die uns sagt, dass etwas nicht funktioniert, sondern vom Ergebnis. Wenn sich der Sportler gut und sicher fühlt mit den Tapes und daraufhin z.B. entscheidende Tore schiesst, ist das Ziel erreicht. Die heutige Wissenschaft ist meiner bescheidenen Meinung nach zu sehr auf isolierte Detals fixiert, statt ein Gesamtbild zu betrachten. Und da gehört ein simples "gutes Gefühl" des Protagonisten dazu.
Man muss nicht alles absolut "objektiv" im Doppelblindtest belegen. Zwei Tore im Spiel reichen als Ergebnis.
Im Rahmen einer mehrwöchigen Behandlung gegen eine Blockade im Iliosakralgelenk hab ich solche Tapes auch schon auf dem Rücken gehabt. Der Physiotherapeut klebte sie mir mit den Worten auf: "Wir wollen mal was ausprobieren... kostet Sie nichts."
Das Gefühl der frisch aufgeklebten Bänder war nicht unangenehm: weil es sich anders anfühlte als sonst, galt meine Aufmerksamkeit stärker meiner Haltung und Rückenmuskulatur als gewöhnlich.
Das wars aber auch schon. Nach ein paar Stunden hatte ich mich an das Gefühl der klebenden Tapes gewöhnt, sodass ich sie nicht mehr spürte. Mein Rücken dagegen bereitete mir nach wie vor sehr unangenehme Schmerzen.
Nach einem Tag waren die Tapes unansehnlich, weil an ihren Rändern dunkle Fusseln meiner Kleidung klebten (das kennt man ja auch von Pflastern) und sie wurden noch unansehnlicher, je häufiger ich in den kommenden Tagen duschte.
Nach einer wohlwollenden knappen Woche hab ich die Dinger entfernt. Dass sie irgend einen langfristigen positiven Einfluss auf meinen Rücken gehabt hätten, kann ich nicht behaupten.
Drei Streifen ... oh oh, hat da die UEFA noch nicht gemeckert oder besteht da keine Verwechslungsgefahr?