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Kindererziehung: Ein Recht auf Schrammen

DPAKinder müssen spielen, toben, Wagnisse eingehen - und sich manchmal blaue Flecken holen. Nur so können sie sich psychisch und körperlich gesund entwickeln. Deshalb sollten Eltern ihre Kinder nicht in Watte packen.

http://www.spiegel.de/gesundheit/psy...836706,00.html
  1. #60

    Zitat von paulhaupt Beitrag anzeigen
    ... der immer wieder gerne gebracht, dadurch aber nicht weniger blödsinnig wird.
    Ein Kind, daß (richtig) auf eine heiße Herdplatte gefasst hat tut das nie wieder; weil es dann keine Hand mehr hat, mit der es das tun könnte.
    So ein Blödwinn. Für jedes Kind, das dadurch eine Hand verloren hat, werde ich ihnen 10.000 nennen, das dadurch eine rehrreiche Erfahrung gemacht hat. Eine ziemlich gute Quote - besser als in eine Auto zu steigen.
  2. #61

    Wen es interessiert, hier ist die Statistik von 2010:

    Von insgesamt 104 gestorbenen Kindern saßen 49 in einem Pkw, 28 waren zu Fuß unterwegs, 20 fuhren Fahrrad.

    Unfallstatistik: Zahl der Verkehrstoten weiter rückläufig | tagesschau.de

    Rad fahren birgt eine gewisse Gefahr. Es ist mir schleierhaft, wie man sein Kind ohne Helm losfahren lassen kann. Im Auto schnallt man Kinder doch auch an.
    Wo es einen Radweg gibt, würde ich mein Kind fahren lassen, ganz klar. Auf der Straße eher nicht. Bis 10 Jahre dürfen sie sowieso auf dem Bürgersteig fahren, finde ich auch gut so.
    Ansonsten denke ich, die Mischung macht's. Kinder brauchen männliche und weibliche Einflüsse. Beides hat Vor- und Nachteile, die sich im Idealfall in etwa ausgleichen.
    Die Politik sollte langsam mal was dafür tun, dass mehr Männer in Kitas arbeiten. Dies wäre besonders für Alleinerziehende ein Vorteil. Immer nur von einem Geschlecht umgeben und erzogen zu werden, ist meiner Meinung nach schädlich und unnatürlich für ein Kind.
  3. #62

    Zitat von Indigo76 Beitrag anzeigen
    Gebranntes Kind scheut das Feuer - schon mal gehört? Ein Kind, das mal auf die Herdplatte gefasst hat, tut das nie wieder. Das ist eine Lernerfahrung, die Wertvoller ist als zwei Jahre KiTa.
    Das Zitat ist doch Klasse, nicht wahr? Da nimmt Mutti am besten frühzeitig die beiden kleinen Patschhändchen ihres Kleinkindes, drückt sie auf die heiße Herdplatte und wenn es zischt und stinkt sagt sie:"nun weißt Du was "heiß" ist. Da hat doch das liebe Kleine eine Erfahrung für's Leben gemacht und tut es bestimmt nicht wieder.

    Hat jemand gesagt, dass zwei Jahre KiTa gut wären für's Kind?? Ich bestimmt nicht.
  4. #63

    Zitat von pixie48 Beitrag anzeigen
    ... bitte schoen soll ich ein Maschinengewehr irgendwohin schleppen.
    Wenn Sie das nicht können, können Sie sich auch nicht dafür entscheiden, es nicht zu tun, weil Sie gar keine Alternative haben. (s. Fuchs, Trauben, ...)
  5. #64

    Zitat von talackova Beitrag anzeigen
    An jeder Schramme kann man sterben, wenn man sich mit dem falschen infiziert. Warum sollte ich das Bad nicht mehr täglich desinfizieren? Es gibt keine guten Mikroben. Der ganze Artikel besteht aus leichtfertig dahin gesagten Sätzen von vermutlich kinderlosen Psychologen.
    Es gibt keine guten Mikroben? Ohne die Bakterien in ihrem Verdauungstrakt würden sie ziemlich schnell sehr alt aussehen!
  6. #65

    Zitat von talackova Beitrag anzeigen
    An jeder Schramme kann man sterben, wenn man sich mit dem falschen infiziert. Warum sollte ich das Bad nicht mehr täglich desinfizieren? Es gibt keine guten Mikroben.
    Was machen sie, wenn sie sich mal im nicht-sterilen Draußen verletzen? Dann sterben sie auf jeden Fall daran, weil ihr Körper die Mikroorganismen (Mikroben gibt es nicht!) nicht schnell genug erkennen kann und keine "Abwehrkräfte" dagegen hat.

    Als wäre ihr Bad voller Kleinstlebewesen! Sie lassen sich doch von der Fernsehwerbung verarschen und das Geld aus der Tasche ziehen. Das ist natürlich ihr gutes Recht aber sie werden stauen, wie oft ihr Kind krank sein wird.
  7. #66

    Stimmt

    Zitat von pussinboots Beitrag anzeigen
    Auf der einen Seite sind die Eltern sooooooooo besorgt um ihre Kinder, auf der anderen Seite schreien sie ganz laut nach Krippenplätzen, nun auch schon für einjährige Kinder.Ich kann mich nur noch wundern und den Kopf schütteln.
    Genau das habe ich auch schon gedacht.
  8. #67

    Zitat von meinmein Beitrag anzeigen
    Der Unterschied gegenüber früher ist-so hart es klingt-man hatte genug Kinder, jedes Jahr kam ein neues. So konnte man einen Verlust leichter verschmerzen.
    Einen so herzlosen, dummen, arroganten, ja geradezu kranken Kommentar habe ich hier schon lange nicht mehr gelesen. Egal, wie viele Kinder man hat: Jedes ist eigen, und jedes wird für sich geliebt! Und das ist nicht nur heute so. Der einzige Unterschied ist vielleicht, dass man früher einfach mehr mit Krankheit und Tod leben musste als heute, ob man wollte oder nicht.

    Was sich aber nicht geändert hat, ist der enge Horizont vieler Menschen. Leider nur können die heute anders als früher dank des Internets Ihren Gedankenmüll beliebig verbreiten.
  9. #68

    Traurig!

    Zitat von user543 Beitrag anzeigen
    Ich hatte das Glück, Eltern in einem kindgerechten Alter zu haben. Als ich zur Welt kam war meine Mutter 19 und mein Vater 22 Jahre alt. Da waren beide noch jung und agil. Auf einen Kirschbaum klettern? Kein Problem, mein Vater ist munter mitgekraxelt. Ich habe dann immer gelacht, weil ich als Kind noch auf dünnere Äste klettern konnte, für die er zu schwer war. Ich habe dort die besten Kirschen abbekommen.

    Damals gab es eine geringe Anzahl von "Omakindern", die bei ihren Großeltern aufwuchsen, weil ihre Mütter berufstätig waren. Die wurden in der Schule verlacht, weil sie nichts durften. Wo andere alleine zur Schule laufen mußten, wurden Omakinder mit dem Auto zur Schule gebracht und abgeholt. Wenn ich mein Vesper vergessen hatte, dann hatte ich eben Kohldampf. Wenn das Omakind in unserer Klasse das Vesper vergessen hatte, hat es Omi mit dem Auto pünktlich zur großen Pause vorbeigebracht. Omi kam auch so öfter in der großen Pause vorbei und beobachtete das Geschehen auf dem Schulhof, dass dem Kleinen ja nichts passierte. Vor Beginn der Schulzeit durfte das Omakind draussen nicht sandeln. Oma holte den Sand in Eimern rein, siebte ihn, kochte ihn ab und das Kind durfte dann gelegentlich auf dem Balkon mit dem gereinigten Sand sandeln.

    Omakinder sind in der Schule oft dadurch aufgefallen, dass sie häufig krank waren, sie waren schlaksig, Memmen beim Sport und sobald es draussen einen Tag frisch wurde sofort erkältet.

    Heute sind aber viele Eltern nicht mehr in einem kindgerechten Alter. Sie sind heute so alt, wie früher meine Großeltern waren! Da ist es kein Wunder, dass heute die Mehrheit der Kinder so aufwächst wie früher die verlachten "Omakinder".

    Mütter, die auf die 40 zugehen, Väter, die die 40 überschritten haben sind selbst nicht mehr agil genug, Jahre des Studiums und der Berufstätigkeit ließen sie unbeweglich werden. Erste Alterserscheinungen, Rheuma usw. die haben Angst, dass ihnen selbst etwas passiert, wenn sie sich unbedacht bewegen und das übertragen sie auf ihre Kinder. Ihre Kinder dürfen nichts mehr, weil die Eltern zu alt sind, im Notfall schnell helfen oder nachlaufen zu können.

    Das ist traurig.
    Traurig ist, dass manche Leute voller Vorurteile sind!
  10. #69

    Konflikt

    Zitat von *KentBrockman* Beitrag anzeigen
    Ich stimme dem Artikel komplett zu. Was mir dazu noch einfällt (und wozu ich bestimmt auch einigen Wiederspruch erhalten werde, was aber meine Überzeugung ist):
    Vätern fällt es (aus meiner Erfahrung) deutlich leichter, den Kinderen höhere Risiken zuzutrauen. Ist das Kind auf halber Höhe im Baum, sagt die Mutter meist: "Das reicht, kletter jetzt vorsichtig wieder runter!". Vom Vater kommt eher "Den Rest nach oben schaffst Du auch noch.."
    Bekommt das Kind beides (Vorsicht und Risikobereitschaft) in gleichem Maße, wird es sich auch passend entwickeln. Da die Überzahl der Mütter doch eher zur Vorsicht tendieren (nein, nicht alle...), ist der Vater für die Entwicklung als risikobereiterer Gegenpol wichtig. Da Kinder unter großem weiblichen Einfluss stehen (häufig alleinerziehende Mütter, Erzieherinnen im Kindergarten, Lehrerinnen in der Grundschule), bekommen sie zwar sehr viel positiven Input der "mütterlichen" Seite, es fehlt aber oft komplett der "männliche", väterliche Einfluss!
    Das Problem ist doch oft weniger der väterliche Einfluss, als diesen gegen die vehemente Gegenwehr der Mutter ins Spiel zu bringen, die sich auf ihre mütterlichen Vorrechte und zur Not Ängste beruft und mit Zähnen und Klauen um ihre absolute Vorherrschaft in der Kindererziehung kämpft.

    unterzeichnet

    Ein verheirateter Mann und Vater








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