Zitat von
albert schulz
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Man kommt aber später nicht mehr dahinter, kann sich nicht erinnern, was da abgelaufen ist. Ich ertappe mich immer wieder bei Gedanken, die ich von meinen Eltern kindlich übernommen haben muß und die eigentlich gar nicht meiner Bewußtheit oder meiner Überzeugung oder meinem Wesen entsprechen. Einfach blind installiert. Und ich werde diese Vorgaben bis zu meinem seligen Ende sicher nicht alle abgearbeitet haben. „Es erben sich Gesetz und Rechte wie eine ewge Krankheit fort; sie schleppen von Geschlecht sich zum Geschlechte, und rücken sacht von Ort zu Ort. Vernunft wird Unsinn, Wohltat Plage: Weh dir, daß du ein Enkel bist! Vom Rechte, das mit uns geboren ist, von dem ist leider nie die Frage. Es erben sich Gesetz und Recht wie eine alte Krankheit.“ (Goethe)
Eltern sind für Kinder fast abstrakte Wesenheiten, gottähnlich (daher auch Gott). Ein ähnlich altes Kind ist Realität. Und die Erfahrung mit ihm wird als sehr viel bedeutsamer empfunden, kein luftleerer Raum. Es ist abschätzbar, erkennbar, eine echte Hilfe für eigenes Verhalten. Trotz Zank und Streit. Ganz nebenbei etwas, was Eheleute nicht wirklich beherrschen, im Gegensatz zu Kindern.