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Kindererziehung: Ein Recht auf Schrammen

DPAKinder müssen spielen, toben, Wagnisse eingehen - und sich manchmal blaue Flecken holen. Nur so können sie sich psychisch und körperlich gesund entwickeln. Deshalb sollten Eltern ihre Kinder nicht in Watte packen.

http://www.spiegel.de/gesundheit/psy...836706,00.html
  1. #210

    Zitat von karhu1 Beitrag anzeigen
    .... fuer sich selber entscheinden. Fakt ist, dass es fuer ein 6 jähriges Kind im Strassenverkehr gefährlicher ist als fuer ein10 jähriges. Es hängt auch von der Umgebung ab. In unserem Sommerhaus auf dem Land können die Kinder machen was sie wollen und den ganzen Tag draussen toben, aber bei uns zu Hause duerfen sie nur in Elternbegleitung zum nächsten Spielplatz radeln. Es ist bei uns einfach zu gefährlich.
    Es geht um ein ständiges Entscheiden und einem ist nicht geholfen, dass andere einem sagen was korrekt ist oder nicht, man lernt auch selber. Ich glaube die meisten Eltern machen das auch schon richtig und Beispiele fuer "super Sicherheitsfreaks" oder "Bohrmaschine schon mit 2" sind nicht die Regel. Selbstkritisch muss ich aber sagen, dass wir uns beim ersten Kind viel mehr Sorgen machen als beim dritten, das auch heute noch recht schnell das machen darf, was fuer die grosse Schwester kurz vorher noch zu gefährlich war.
    Ja, die Umgebung spielt eine grosse Rolle.

    Der Dreck, den es bei uns vor der Haustüre gibt, hat eine völlig andere "Qualität" als der, den es bei den Grosseltern im Raum Würzburg gibt.
    Bei den Grosseltern darf meine Tochter so ziemlich alles aus dem Garten essen, was sie zwischen die Finger bekommt. Bei uns müssen Erdbeeren und Salat vom Markt erstmal 15 min desinfiziert werden, weil man sich sonst (auch als Erwachsener) mindestens Moctezumas Rache zuzieht, Wasser aus dem Wasserhahn kann man ebenfalls nicht trinken, dafür gibt es die 20-Liter-Flaschen und Spender.

    Alleine zu Fuss in die Schule gehen ist selbst für Teenager gefährlich, denn in Mexiko verschwinden zehntausende Minderjährige jedes Jahr spurlos, wobei viele den Eltern in der U-Bahn-Station regelrecht entrissen werden, denn diese lassen sie kaum mehr von der Hand.
    Der städtische Spielplatz zu dem wir gehen, ist umzäunt und der Eingang wird bewacht - aus gutem Grund.
    Ich persönlich finde das sehr traurig, aber man muss sich auch den Gegebenheiten anpassen lernen.
    (Es erklärt auch, wieso so viele Kinder aus den Armenvierteln so extrem übergewichtig sind, denn die Eltern lassen sie aus Angst vor Gewalt nicht mehr vor die Tür - abgesehen davon, dass sie sie mit Süssem vollstopfen).
  2. #211

    Wie meinen

    Zitat von michaelXXLF Beitrag anzeigen
    Es gibt doch noch vernünftige Menschen.

    Abgesehen von dem Herrn mit dem Maschinengewehr ...
    Beziehen Sie das nur auf diesen bestimmten Foristen, oder haben Sie per sé etwas gegen Männer mit Maschinengewehren?
  3. #212

    Zitat von pussinboots Beitrag anzeigen
    Nein nein, emotionale Stabilität erlangen Kinder heutzutage ANGEBLICH in KiTa's.
    Das Gegenteil ist der Fall - zumindest vor dem 3. Lebensjahr:

    Risiken und Nebenwirkungen der Deutschen Krippenoffensive

    Zitat von pussinboots Beitrag anzeigen
    Und zu dem von mir geschilderten Fall:
    Wie soll der Junge jemals lernen eigene Ideen umzusetzen, wenn seine Mutter ihm erzählt, dass er ja eigentlich was ganz anderes will ?
    Sie haben schon Recht, dass Kinder möglichst oft ihre Affekte ausleben sollen. Wenn der Kleine niemals seinen Willen durchsetzen kann, weil die Eltern kindliches Verhalten grundsätzlich ablehnen, sähe ich ein Problem, weil so tatsächlich eine Überzeugung entsteht, nichts bewirken zu können. Das würde ich aber aus einer Mutter die ein Kind von 3 Jahren schützt, nicht automatisch annehmen. Der Kleine hat noch Zeit, eine gute Kontrollüberzeugung zu entwickeln.
  4. #213

    Männer sind die besseren Pädagogen

    Zitat von findetnemo Beitrag anzeigen
    ... Und wenn ich an unsere Vater-und-Kind-Wochen an der See denke: Wenn da am Strand eine Truppe von 15 Vätern mit ihren Kindergartenkindern aufschlägt, kann auch ein Nicht-Pädagoge den Unterschied zur 50 Meter entfernten Gruppe aus dem örtlichen Mutter-Kind-Kur-Heim deutlich erkennen. Streit um eine Schippe? Auf der einen Seite ein kurzes Aufsehen aus dem Buch, bewerten und nicken, "aha, dann klärt das mal", auf der anderen Seite rückt ein SEK der betroffenen Mütter ggf. noch mit (neutraler?) Unterstützung als Schiedsgericht aus. Ganz abgesehen von dem wirklich völlig anderen Radius, in dem sich die Kinder um das Strandlager verteilen.
    Einstmals saßen wir des Abends mit etwa sieben Paaren in einem geschmackvoll eingerichteten Wohnzimmer, zwei der gealterten Mädchen hatten ihre Babys mitgebracht. Dudu und dada und alle Damen haben sich ausschließlich den Kindern gewidmet. Und es kam wie es kommen mußte, nämlich die Auflösung in die westfälische gemischte Reihe. Die Männer verzogen sich nach und nach in die Küche, ein ungemein gemütliches Verlies von zwei mal zwei Metern, in dem zwar keine Weiber waren oder Babys, aber dafür jede Menge Bier und Wein. Nach Stunden ein herzerfrischender Schrei. Eine Frau hatte die Tür geöffnet und die beiden Babys in der Küche entdeckt, wo sie zwischen den Beinen der Männer sämtliche Kochtöpfe aus den unteren Schränken entfernt und auf dem Boden verteilt hatten. Ohne daß auch nur ein Mann von den Kleinen oder den Töpfen Notiz genommen hätte. Man hat eben nicht draufgetreten. Praktizierte Pädagogik vom Feinsten. Diese Kinder werden die Gegenwart von Männern ihr Leben lang zu schätzen wissen. Hatte ich erwähnt, daß fast alle Anwesenden Pädagogen waren ?

    Frauen sorgen sich eben gern. Oder tun so, als würden sie sich sorgen.
  5. #214

    Kontrollzwang

    Zitat von albert schulz Beitrag anzeigen
    Frauen sorgen sich eben gern. Oder tun so, als würden sie sich sorgen.
    Nein! Sie neigen mehrheitlich zum Kontrollzwang! Eine Form der Machtausübung...

    Kann ein Soziologe hier mal bitte klären?
  6. #215

    Daher meine eiserne Gesundheit

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Kinder müssen spielen, toben, Wagnisse eingehen - und sich manchmal blaue Flecken holen. Nur so können sie sich psychisch und körperlich gesund entwickeln. Deshalb sollten Eltern ihre Kinder nicht in Watte packen.

    Erziehung: Warum Eltern ihre Kinder toben lassen sollten - SPIEGEL ONLINE
    Als Grundschulkind jeden Morgen 1,5 Stunden hinlaufen und 1,5 Stunden zurück. Im Winter auch gerne 2,5 Stunden.
    Nein, nicht bis zur Schule sondern zum Sammelpunkt, wo uns dann (meistens wenigstens) ein LKW aufgesammelt hat.
    Hygiene, Waschen? Ja, doch, schon. So ab und zu halt.
    Und was eine Allergie ist hätte noch nicht mal einer begriffen.

    Insgesamt eher weniger empfehlenswert.
    Aber ein großes Problem gibt es hier doch: die Kinder sind zu wenig draußen und zu wenig im Dreck!
  7. #216

    Verallgemeinerung

    Zitat von albert schulz Beitrag anzeigen
    Einstmals saßen wir des Abends mit etwa sieben Paaren in einem geschmackvoll eingerichteten Wohnzimmer, zwei der gealterten Mädchen hatten ihre Babys mitgebracht. Dudu und dada und alle Damen haben sich ausschließlich den Kindern gewidmet. Und es kam wie es kommen mußte, nämlich die Auflösung in die westfälische gemischte Reihe. Die Männer verzogen sich nach und nach in die Küche, ein ungemein gemütliches Verlies von zwei mal zwei Metern, in dem zwar keine Weiber waren oder Babys, aber dafür jede Menge Bier und Wein. Nach Stunden ein herzerfrischender Schrei. Eine Frau hatte die Tür geöffnet und die beiden Babys in der Küche entdeckt, wo sie zwischen den Beinen der Männer sämtliche Kochtöpfe aus den unteren Schränken entfernt und auf dem Boden verteilt hatten. Ohne daß auch nur ein Mann von den Kleinen oder den Töpfen Notiz genommen hätte. Man hat eben nicht draufgetreten. Praktizierte Pädagogik vom Feinsten. Diese Kinder werden die Gegenwart von Männern ihr Leben lang zu schätzen wissen. Hatte ich erwähnt, daß fast alle Anwesenden Pädagogen waren ?

    Frauen sorgen sich eben gern. Oder tun so, als würden sie sich sorgen.
    Ach, ne, das ist aber eine Verallgemeinerung! Ausserdem sind es wahrscheinlich die Frauen, die die Kochtoepfe wieder einraeumen muessen. Oder was sonst so aus den Schraenken geraeumt wurde.
  8. #217

    bitte keine Soziologen, leben muß man selber

    Zitat von Illya_Kuryakin Beitrag anzeigen
    Nein! Sie neigen mehrheitlich zum Kontrollzwang! Eine Form der Machtausübung...

    Kann ein Soziologe hier mal bitte klären?
    Völlig unnötig. Sorgen ist ein Synonym für Kontrolle und Macht und Regelungsbedarf. Alles, worüber man sich Sorgen machen kann, fällt in den Zuständigkeitsbereich der Frau. Meine greise Mutter sorgt sich noch heute um mich, obwohl ich alles andere als ein Kind bin. Und leitet aus der Sorge sofort jede Menge Befehle und Anordnungen ab, die sie vermutlich gute Ratschläge nennen würde.

    Das grundsätzliche Problem ist natürlich weiblich, was sonst ? Die Frau bringt den Kindern Werte bei und Normen. Und sie macht das auch beim Mann. Der darf in Gegenwart von Damen nicht rülpsen und ähnlich Despektierliches, was ich mich gar nicht zu erwähnen traue. Die Frau sorgt für Ordnung, und zwar genau für die, die sie von Haus aus kennt, es hat sich also seit Eva rein nichts geändert. Kinder akzeptieren das genauso wie Männer. Madame herrscht eben.

    Das eigentliche Problem ist ihre Nachlässigkeit und grenzenlose Faulheit. Sie sorgt sich zwar sichtlich, aber sie kümmert sich nur äußerst bedingt. In Wirklichkeit weiß sie gar nicht, warum sie einen so unerhörten Einfluß hat. Sie kauft die übelsten Klamotten, läßt sich beim Friseur verunstalten, oder bläst Schönheitschirurgen Unmengen Geld in die Nase, und alles nur, um so auszusehen, wie sie ist. Und genau so sieht sie danach aus. Es mindert ihre Macht aber nicht wesentlich. Kinder und Männer begucken das Gesicht, Kinder hassen das Schminken, und Männer wissen, daß sie keine Ahnung vom Schminken hat.

    Aber weil wir beim Thema Gesundheit sind und wie man am besten dagegen vorgeht, wäre auf den weiblichen Einfluß zurückzukommen. Hat eine Frau mehrere Kinder und ist berufstätig, ist ihr das so was von egal, was die Kinder treiben, weil sie gar nicht die Zeit und die Nerven dafür hat. Ist sie Nurhausfrau, ist das Kind ihre stärkste Waffe überhaupt, und leider manchmal ihr einziger Lebensinhalt, und das ist für sie unzureichend, und für das Kind mörderisch. Es hat nämlich keinerlei Lust, Liebesobjekt der Mutter zu sein oder gar zu bleiben. Mir sind ein paar von diesen sorgsam behüteten Söhnen in Erinnerung. Das brutalste war der Junge, der seiner Mutter nach der Pubertät mitteilte, daß er die Nase von ihrer Gluckerei voll habe und selbst wer sein wolle. Und die liebevolle Mutter starb flugs an Krebs. Die Frage stellt sich, ob der Junge sich jemals eine Frau antut, die schönste und mit Abstand gefährlichste Unternehmung, die das Leben zu bieten hat.

    Ein ganz wichtiger Punkt ist die Aufzucht der Mutter. Ist sie in Wald und Flur aufgewachsen, und noch mit Geschwistern, vor allem Rabauken als Brüdern, dürfte sie völlig anders handeln als eine in Samt und Seide großgewordene Prinzessin.
  9. #218

    Muetter

    Zitat von wakaba Beitrag anzeigen
    Als alleinerziehender Vater einer Zehnjährigen fällt mir immer wieder unangenehm auf wie unreflektiert die meisten Mütter Angstzwänge auf Ihre Kinder ausüben und so jede Eigeninitiative stoppen und mögliche denkerische und körperliche Freiheitsgrade abwürgen.Die monopolisierte Erziehungsarbeit konformistischer Mütter und versuchte totale Kontrolle züchtet ängstliche Kinder heran. In der CH ist es tatsächlich so dass der Schulweg Freiraum fürs Kind bedeutet und auch zur Fitness gehört. Fahrradfahren ab 2.Klasse, Laufen in der Gruppe fördert Verkehrserfahrung, Sozialisierung. Sieht man in D weniger - dort spielt die katholische Mutterüberhöhung und der Angstdruck der Medien - die Kinder sind generell fetter und unkoordinierter, die jungen Erwachsenen verfügen generell über weniger Freiheitsgrade.
    Die MEISTEN Muetter??? Da schreibt jemand, der schlechte Erfahrungen mit einer? Frau gemacht hat.
    Kann ich nicht bestaetigen. War selber Mutter, die alles gemacht hat, damit die Kinder so schnell wie moeglich so selbststaendig wie moeglich waren. Meine Tochter sieht das genauso. Und was bezeichnender ist: die Muetter in ihrem Bekanntenkreis ebenfalls.
    'Denkerische und koerperliche Freiheitsgrade abwuergen' ??? Was heisst das auf deutsch? Da die meisten Muetter heutzutage arbeiten, sind sie doch wohl noch eher daran interessiert, dass die Kinder unabhaengig werden/
    Allerdings wohne ich in einem Land, wo selbst heute noch groessere Familien die Norm sind, wenn man von drei Kindern als groessere Familie sprechen kann. Bei Einzelkindern funktioniert das vielleicht anders.
  10. #219

    Töpfe und Frauen

    Zitat von anna cotty Beitrag anzeigen
    Ach, ne, das ist aber eine Verallgemeinerung! Ausserdem sind es wahrscheinlich die Frauen, die die Kochtoepfe wieder einraeumen muessen. Oder was sonst so aus den Schraenken geraeumt wurde.
    Männer räumen schneller und gründlicher auf. Vor allem praktisch und praktikabel. So kenne ich nicht nur eine Frau, die die selten benutzten Gegenstände an der Stelle deponiert, die man am besten sehen und erreichen kann, während die häufig benutzten Dinge in Höhe der Zehen ganz hinten abgestellt werden. Ich kann mich gut daran erinnern, daß mich eine Frau ermorden wollte, als ich mich dieses System zu ändern anheischig machte.

    Das Verhältnis der Menschen untereinander (nicht nur Mann und Frau) ist wohl das vielschichtigste und komplexeste, was es überhaupt gibt, überladen mit Normen und Tabus und verlogenen Vorstellungen ohne Ende. Man kann lediglich Einzelpunkte beleuchten, und wird immer verallgemeinern müssen. Es gibt ein wenig Einsicht, und es ist immer Ironie dabei. Die meisten Frauen hassen diese übrigens. Kabarettisten wissen das.








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