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Kindererziehung: Ein Recht auf Schrammen

DPAKinder müssen spielen, toben, Wagnisse eingehen - und sich manchmal blaue Flecken holen. Nur so können sie sich psychisch und körperlich gesund entwickeln. Deshalb sollten Eltern ihre Kinder nicht in Watte packen.

http://www.spiegel.de/gesundheit/psy...836706,00.html
  1. #160

    Interessant

    scheint mir, dass hier dieselben Teilnehmer mit viel Engagement dafür eintreten, dass Kindern beim Spielen möglichst viele Freiheiten zugestanden werden, um Erfahrungen zu machen und um ihr Selbstvewusstsein zu stärken, wie in den Foren, wo es darum ging möglichst alle Kinder in Kitas oder Krippen unterzubringen. Wechseln eigentlich die Teilnehmer ihre Meinung wie ihr Hemd oder wie kommt diese Diskrepanz zustande?
    Fakt ist doch, dass keine Kita Möglichkeiten dazu gewährleistet, all die freien Spielmöglichkeiten in der Natur zu nutzen, die hier in diesem Forum als erstrebenswert angesehen werden. Jede Kita ist immer nur eine Bewahranstalt, wo man bemüht ist, dass die Kinder am abend, wenn die Eltern zum Abholen kommen, immer noch unverletzt und sauber sind. Eigentlich dürfte kein einziger Befürworter des zur Diskussion gestellten Aufsatzes gleichzeitig für Kita-Betreuung sein, weil es ein Widerspruch in sich ist.
  2. #161

    komisch ist das schon

    Zitat von abwaschhilfe Beitrag anzeigen
    ... Eigentlich dürfte kein einziger Befürworter des zur Diskussion gestellten Aufsatzes gleichzeitig für Kita-Betreuung sein, weil es ein Widerspruch in sich ist.
    Die Kita ist ein Gebot unserer Zeit. Wenn zwei verdienen müssen, um das Haus, die Einbauküche, den Großbildfernseher und die beiden Autos zu finanzieren, benötigt das Kind einen Unterschlupf. Und es gibt etwas gnadenlos Positives an der Kita. Kleine Kinder lernen nämlich am liebsten an Gleichaltrigen, was denn Leben sein könnte. Und wenn sie keine Geschwister haben, entfällt diese Möglichkeit. Die meisten haben keine Geschwister mehr. Weil die Eltern ja für den Großbildfernseher arbeiten müssen. Und natürlich für das Kinderzimmer. Was sich da an teurem Gerümpel stapelt, was aus lauter Liebe geschenkt wurde und kein Kind braucht, ist pervers bis zum Exzeß. Die deutsche Großfamilie kennt eben nur eine Mög-lichkeit, ein Kind glücklich zumachen, nämlich etwas zu kaufen. Und die deutsche Großfamilie besteht aus mindestens vier Großeltern, bis zu zwei Eltern und einem Kind.
  3. #162

    Zitat von abwaschhilfe Beitrag anzeigen
    scheint mir, dass hier dieselben Teilnehmer mit viel Engagement dafür eintreten, dass Kindern beim Spielen möglichst viele Freiheiten zugestanden werden, um Erfahrungen zu machen und um ihr Selbstvewusstsein zu stärken, wie in den Foren, wo es darum ging möglichst alle Kinder in Kitas oder Krippen unterzubringen. Wechseln eigentlich die Teilnehmer ihre Meinung wie ihr Hemd oder wie kommt diese Diskrepanz zustande?
    Fakt ist doch, dass keine Kita Möglichkeiten dazu gewährleistet, all die freien Spielmöglichkeiten in der Natur zu nutzen, die hier in diesem Forum als erstrebenswert angesehen werden. Jede Kita ist immer nur eine Bewahranstalt, wo man bemüht ist, dass die Kinder am abend, wenn die Eltern zum Abholen kommen, immer noch unverletzt und sauber sind. Eigentlich dürfte kein einziger Befürworter des zur Diskussion gestellten Aufsatzes gleichzeitig für Kita-Betreuung sein, weil es ein Widerspruch in sich ist.
    stellen sie sich vor, kitas bekommen das durchaus hin, den kindern auch das toben zu gewähren. viele kitas haben entweder einen spielplatz auf dem eigenen grundstück, oder sie gehen mit den kindern auf einen spielplatz in der nähe.

    aber nur solange, wie sich die lieben nachbarn nicht über den kinderlärm aufregen. es gibt kitas, die weder den hauseigenen garten mit spielplatz, noch den spielplatz nebenan, weil es einigen sensibelchen oder neidhammeln oder was auch immer gelungen ist, das gericht davon zu überzeugen, daß kinderlärm eine nicht zumutbare belastung darstellt.

    und noch etwas, ob sie es glauben oder nicht, ich sehe jeden tag kita-kinder mit ihren erziehern, die mit der s-bahn zum zoo, oder zu anderen "attraktionen" fahren.

    und meine tochter hat mit der kita sogar mal eine reise nach westdeutschland gemacht. da war sie 4 jahre alt und sie ist nicht vor heimweh gestorben.

    aus ihrer sicht bin ich sicher eine rabenmutter, weil ich mir den luxus erlaubt habe, arbeiten zu gehen und nicht auf "sozialamt" gemacht habe, damit ich den ganzen tag mit meinem kind verbracht habe.
  4. #163

    Zitat von inci2 Beitrag anzeigen
    und meine tochter hat mit der kita sogar mal eine reise nach westdeutschland gemacht. da war sie 4 jahre alt und sie ist nicht vor heimweh gestorben.
    NUja, da fallen mir spontan schon ein paar Klischeegründe ein...wissen wir denn, ob's umgekehrt auch so gut gegangen wäre? ;o)
  5. #164

    Zitat von Lorbeerblatt Beitrag anzeigen
    Genau das habe ich bei meinen Sohn gemacht! Allerdings natürlich mit "Sicherheitsgurt". Ich habe mit meinen Hand sein Handgelenk umgriffen, so dass meine Finger näher an der Herdplatte waren als seine. Und so lange drüber gehalten, bis es richtig unangenehm wurde. Es hat - ohne Schaden - gefunzt. Sogar so gut, dass er seine Freunde aktiv gewarnt hat, wenn die auch nur ohne Aufsicht in die Nähe wollten.

    Dafür durfte er aber auch schon früh mitkochen, unter Aufsicht ein Messer benutzen, etc.
    Um den Wert "heiss" zu vermitteln, reicht eigentlich auch eine Tasse Tee.
    Herdplatten gibt es bei uns nicht (leider) und so eine Gasflamme ist schon nach einer Sekunde sehr gefährlich.
    Ein Arbeitskollege hat seit einem Monat Verbrennungen 2. Grades an den Händen, weil er den Gashahn beherzt abgedreht hat, damit der Boiler in seiner Wohnung nicht explodiert.

    Es ist ein Fehler eine recht wilde Kindheit auf Dörfern in den Siebzigern mit einer modernen Millionenstadtkindheit vergleichen zu wollen.

    Natürlich war das Spielen im Wald schöner als diese Plastikspielplätze, aber wenn es nichts anderes im näheren Umkreis gibt?
    Wichtig ist doch, dass die Kinder sich bewegen, am besten noch mit Freunden und dass man sie gewähren lassen soll, wenn sie etwas Neues ausprobieren, dass man ihnen zeigt, wie man mit gewissen Utensilien umgeht, grosse Gefahren vermeidet und dabei viel Freude hat.
  6. #165

    Kita hat was

    Zitat von albert schulz Beitrag anzeigen
    Die Kita ist ein Gebot unserer Zeit. ...
    Man kann noch etwas Positives an der Kita entdecken. Das Kind ist dem Einfluß seiner Eltern und ihrem hemmungslosen Ehrgeiz entzogen. Und angesichts der Tatsache, daß an die dreißig Prozent aller Kinder alleinerzogen werden, kann man objektiv nur für Kita sein. Von den alleinerziehenden Müttern hängt nämlich die große Mehrzahl im Hartz. Und das ist für sie nicht sonderlich lustig. Kein Friseur mehr, kein Nagelstudio oder Kino. Und Männer tun sich Alleinerziehende nicht ohne Not oder Grund an, sind sie doch der schlagende Beweis für egoistische Eigenwilligkeit. Und die bekommen nicht nur Männer zu spüren, sondern auch Kinder. Das gilt natürlich in ähnlicher Weise für Einzelkinder von Hausfrauenfrauen vielbeschäftigter Männer, oder auch für Nachzügler geschwisterreicher Familien.
  7. #166

    "Übermuttis"

    Zitat von pussinboots Beitrag anzeigen
    Sehr erfrischend der Beitrag, danke dafür.

    Vor kurzem von mir im Wartezimmer beim Arzt beobachtet:

    Ein Junge, ca. 3 Jahre alt, versucht auf einen Stuhl zu klettern. Sofort kommt die Mutter angerannt, hebt ihn hoch und sagt "Du willst aus dem Fenster gucken ?".
    Der arme Kerl hat es noch dreimal versucht und war schließlich richtig sauer auf seine Mammi.
    Die gute Frau kam wohl garnicht auf die Idee, dass der Junge NICHT aus dem Fenster gucken sondern einfach nur auf den Stuhl klettern wollte. Ich hätte es ihm gegönnt und hatte mir schon Worte der Bewunderung für ihn zurecht gelegt.
    Schade ! Diese Übermutti hat uns beiden eine gute Chance vermasselt.
    od. auch "Edeleltern", die ihr Elternsein heutzutage nicht als etwas normales, sondern eher als so was wie einen "geheiligten" Zustand ansehen - und die Mütter sich anscheinend nur noch einzig über die Fähigkeit zu gebären definieren.

    Sie "erziehen" ihren Nachwuchs auch zu Bestimmkindern, die verinnerlichen, dass sich alles nur um sie zu drehen hat.
    Statt im Toben und Ausprobieren draußen eigene Instinkte, Selbstsicherheit udn einen Bezug zur Natur zu entwickeln, werden sie noch im Vorschulalter u.a. zum Ballett und Taekwondo-Unterricht gekarrt.

    Am Bsp. Prenzlauer Berg (Kinderboombezirk im "must-have"-Charakter), wo so manche Vierjährige bereits ihren eigenen Therapeuten haben, ist ersichtlich, dass Mütter ihren Nachwuchs zum "Projekt Kind" machen - eine Form der Selbstwirklichung und Prestigegewinn - mit zweifelhaftem Nutzen für das Kind, das doch zu einem lebenstüchtigen Menschen erzogen werden und heranwachsen soll.
  8. #167

    Ich sehe keine Diskrepanz

    Zitat von abwaschhilfe Beitrag anzeigen
    scheint mir, dass hier dieselben Teilnehmer mit viel Engagement dafür eintreten, dass Kindern beim Spielen möglichst viele Freiheiten zugestanden werden, um Erfahrungen zu machen und um ihr Selbstvewusstsein zu stärken, wie in den Foren, wo es darum ging möglichst alle Kinder in Kitas oder Krippen unterzubringen. Wechseln eigentlich die Teilnehmer ihre Meinung wie ihr Hemd oder wie kommt diese Diskrepanz zustande?
    Fakt ist doch, dass keine Kita Möglichkeiten dazu gewährleistet, all die freien Spielmöglichkeiten in der Natur zu nutzen, die hier in diesem Forum als erstrebenswert angesehen werden. Jede Kita ist immer nur eine Bewahranstalt, wo man bemüht ist, dass die Kinder am abend, wenn die Eltern zum Abholen kommen, immer noch unverletzt und sauber sind. Eigentlich dürfte kein einziger Befürworter des zur Diskussion gestellten Aufsatzes gleichzeitig für Kita-Betreuung sein, weil es ein Widerspruch in sich ist.
    Krippen können Sie in diesem Zusammenhang sowieso außen vor lassen, da maximal drei Jahre alte Kinder nicht Gegenstand des Artikels waren. In diesem ging wohl eher um Schulkinder und ältere Kindergartenkinder.

    Sind Schulen für Sie auch reine Verwahranstalten?

    Außerdem bieten einige Kindergärten durchaus eine Menge Möglichkeiten zum Spielen in der Natur. Der Kindergarten, den meine Kinder besucht haben hatte glücklicherweise ein sehr großes Grundstück mit allei Spielgeräten aber auch Gebüschen, Bäumen usw. Die Kinder waren dort auch bei so gut wie jedem Wetter draußen und keiner erwartete, seine Kinder "sauber" wieder in Empfang nehmen zu können.

    Zusätzlich ging täglich eine Gruppe einfach in den Wald. Wegen der großen Nachfrage konnte jedes allerdings nur einmal pro Woche mit in den Wald.

    Es gibt also auch andere Kindergärten. Wenn Erzieherinnen ausschließlich darauf bedacht sein sollten, die lieben Kleinen sauber wieder zu übergeben, kann das natürlich auch an entsprechenden Äußerungen und Erwartungshaltungen der Eltern liegen.
  9. #168

    Zitat von abwaschhilfe Beitrag anzeigen
    Fakt ist doch, dass keine Kita Möglichkeiten dazu gewährleistet, all die freien Spielmöglichkeiten in der Natur zu nutzen, die hier in diesem Forum als erstrebenswert angesehen werden. Jede Kita ist immer nur eine Bewahranstalt, wo man bemüht ist, dass die Kinder am abend, wenn die Eltern zum Abholen kommen, immer noch unverletzt und sauber sind. Eigentlich dürfte kein einziger Befürworter des zur Diskussion gestellten Aufsatzes gleichzeitig für Kita-Betreuung sein, weil es ein Widerspruch in sich ist.
    Das stimmt überhaupt nicht. Ich wohne am Waldrand. In unmittelbarer Nähe gibt es zwei Kitas und natürlich gehen die Kinder oft in den Wald!
    Bei der einen Kita kann man gut in die Außenanlage schauen, da sind Bäume, Sandkästen, ein alter Eisenbahnwaggon, eine riesige Rutsche etc. Muss ja echt furchtbar für ein Kind sein, dort geparkt zu werden. Was soll es bloß den ganzen Tag machen!
    Es mag sicherlich schlechte Kitas geben, aber hören Sie doch um Himmels Willen auf, jede einzelne Kita als schlecht hinzustellen. Ich möchte mal wissen, wie ein Kind mit seiner Mutter mehr Spaß haben will als mit Gleichaltrigen in dieser schönen Kita.
  10. #169

    Die Mütter drehen complett am Rad !

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Kinder müssen spielen, toben, Wagnisse eingehen - und sich manchmal blaue Flecken holen. Nur so können sie sich psychisch und körperlich gesund entwickeln. Deshalb sollten Eltern ihre Kinder nicht in Watte packen.

    Erziehung: Warum Eltern ihre Kinder toben lassen sollten - SPIEGEL ONLINE
    Meiner Meinung nach drehen die Mütter complett am Rad !

    Haben nicht mehr sechs , acht oder zehn Kinder sondern nur noch einen Prinzen , eine Prinzessin . Und die muß auf Teufel - komm - raus
    gelingen . Eine Schramme - ab zum Arzt ! Das Kind hibbelt zuviel - ab zum Psychofritzen ! Oder Ergotherapie ! Oh - je - mine !

    Väter sind da deutlich entspannter , vielleicht risikobereiter , setzen sich jedoch heutzutage des lieben Friedens Willen nicht mehr so consequent gegen Ihre hysterischen Frauen durch .

    Väter werden heute aus der Erziehung gedrängt .
    Die Ergebnisse sind bei einer Busfahrt nach Schulschluß leicht zu eruieren !








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