Blaue Fee,
wenn ein Kindergarten in D heute als Normalfall durchgehend bis 16 Uhr geöffnet haben sollte, ist das schon ein Riesenfortschritt zu der Zeit vor zwanzig Jahren, als die Öffnungszeiten in der Regel von 8 bis 12 und 14 bis 16 Uhr waren und damit auch eine Teilzeitarbeit völlig unmöglich gemacht haben.
Vermutlich höre ich mich an wie meine eigene Großmutter. ("Damals, als ich ein Kind war, mußten wir ohne Schuhe 10 Kilometer in die Schule laufen ...") Aber das ist nicht als Beitrag im Wettbewerb "Wer ist am ärmsten dran" gedacht, sondern um die unbefriedigenden Verhältnisse in deutschen Kindergärten von heute zu erklären. Bis vor wenigen Jahren war es ja klarer Bestandteil der CDU-Familienpolitik, die Berufstätigkeit von Müttern so kompliziert wie möglich zu machen. Der ideologische Schwenk kam zu abrupt und ist noch nicht lange genug her, als daß die Kindergarten-Realität jetzt schon richtig dazu passen könnte.
Was mir als zukunftsträchtige Lösung für die Vereinbarung von beruflichen und familiären Aufgaben gar nicht schlecht gefällt, ist dieses Angebot hier:
http://www.elternservice-awo.de/cms/
Das richtet sich nicht an die Eltern selbst, sondern an Unternehmen. Ich glaube, das hat Zukunft.