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Kinder-Synchronsprecher: Das*deutsche Karate Kid heißt Lukas

Mit erst 13 Jahren war Lukas Schust schon bei gut 50 Filmen dabei. Trotzdem erkennt ihn keiner. Denn meist steht er im Tonstudio statt vor der Kamera. Als Synchronsprecher lieh Lukas Karate Kid seine Stimme und dem Slumdog Millionär - alles nur wegen einer Zeitungsanzeige.

http://www.spiegel.de/schulspiegel/0...729149,00.html
  1. #1

    Ich bin gegen Synchronisation. In den meisten Faellen verfaelscht sie einen Film zu sehr. Darueberhinaus gehen Emotionen verloren und es klingt alles zu sehr synthetisch und wie im Studio aufgenommen. Daran hat sich auch mit fortschreitende Technik nichts geaendert.
    Wenn dann noch Dialog Zensur wie bei Starship Troopers hinzukommt, dann entzieht sich der Sinn einer Synchronisation gaenzlich meinem Verstaendnis.

    Im europaeischen Umland laufen Filme grundsaetzlich im O-Ton und da die meisten Filme in Englisch sind, ist dort die Englische Sprache bei Jugendlichen und Erwaechsenen auch deutlich weiter entwickelt als im armen Deutschland.
  2. #2

    .

    Na und? Ich lebe in land X mit sprache X. Da will ich die Filme auch in dieser sprache sehen. Möchten sie auch alle Geschäftspost in englisch bekommen, damit die Jugend das mal beherrscht? wieso schaffen wir die Sprache nicht gleich ganz ab und sprechen nur noch Englisch???

    Im Ernst. Klar gibt es viele schlechte Synchronisationen. aber es gibt auch viele gute (die merkt man sich nur nicht, weil es selbstverständlich ist ;)). Und nur um diese Qualitätsunterschiede nicht zu haben, den Bürger zu bevormunden, find ich falsch. Dieses "Ich gucke Serien prinzipiell nur in Original" ist doch eh meistens Koketterie...
  3. #3

    Nein

    Zitat von Walter Sobchak Beitrag anzeigen
    Ich bin gegen Synchronisation. In den meisten Faellen verfaelscht sie einen Film zu sehr. Darueberhinaus gehen Emotionen verloren und es klingt alles zu sehr synthetisch und wie im Studio aufgenommen. Daran hat sich auch mit fortschreitende Technik nichts geaendert.
    Wenn dann noch ......
    Alles eine Frage der Qualität. Es gibt durchaus Filme, die mit der Synchronisation gewonnen haben und dass Emotionen verloren gehen, ist sicherlich nicht grundsätzlich so; außer vilelleicht bei den polnischen Ein-Mann-Synchronisationen.
  4. #4

    _.o0^0o._

    Eine wichtige Leistung von Schauspielern liegt in dem Gebrauch der Sprache, zusammen mit ihrer Mimik. Manchmal kann eine leichte Aenderung der Tonlage, ein gut gesetztes Nuscheln, oder auch ein passender Dialekt viel Aussagen. So etwas geht beim Synchronisieren leider verloren. Daher sehe ich mir die Filme lieber im Original an, wenn sie nicht englisch sind, dann eben mit Untertitel.
    Deutschland ist am besten mit dem Dubben, hat es hier echt nahezu zur Perfektion gebracht. Aber viele Deutsche haben verlernt, Sprache von den Lippen zu lesen, denn Wort und Bild passen normalerweise kaum zusammen. Da kann der Sprecher noch so viel Talent haben. Wenn man einmal original gesprochene Filme laengere Zeit geniessen konnte, wird man sich immer ueber diese Unstimmigkeit zwischen Klang und Bild aergern. Und trotz der guten Synchronsprecher, so gibt es zwei Probleme, was auch im Artikel deutlich wird: 1. Hauptproblem, es gibt zu wenig Sprecher, daher klingt alles gleich. Und was passiert, wenn zwei Schauspieler in einem Film sind, die sonst immer vom gleichen SPrecher uebersetzt werden? Dann wird ploetzlich einer mal ungewohnt anders klingen. ". Problem, die Sprecher sind meistens zu professionell, daher klingen sie meisten zu glatt, charackterlos. Man sollte sich mal einige amerikanische Serien im original ansehen, und dann die weichgespuelten Synchronisationen davon. Das schmerzt.
  5. #5

    Auch gegen Synchronisation

    Egal wie gut man einen Film synchronisiert, er wird immer verfälscht. Der Deutsche hat es gerne bequem, lasst sich den Film synchronisieren, statt Untertitel zu lesen. Ein Vorredner hat recht, fast überall werden Filme im O-Ton angeschaut. Ganz nebenbei lernt man so auch eine weitere Fremdsprache.
  6. #6

    Kommentar

    Zitat von George712 Beitrag anzeigen
    Egal wie gut man einen Film synchronisiert, er wird immer verfälscht. Der Deutsche hat es gerne bequem, lasst sich den Film synchronisieren, statt Untertitel zu lesen. Ein Vorredner hat recht, fast überall werden Filme im O-Ton angeschaut. Ganz nebenbei lernt man so auch eine weitere Fremdsprache.
    Ich habe aus Bequemlichkeit auch lange Zeit deutsche Filme englischen vorgezogen, und tue es teilweise heute noch. Doch wann immer ich das englische Original sehen musste (etwa weil keine deutsche Version aufzutreiben war), fand ich die deutsche Umsetzung hinterher unerträglich. Bei einigen meiner absoluten Lieblingsfilmen musste ich im deutschen Fernsehen bereits nach wenigen Minuten wegschalten, weil ich sie schlicht nicht aushalten konnte (von der üblichen Zensur ganz zu schweigen). Der Gedanke, dass ich diese großartigen Filme ohne Kenntnis des Originals verworfen hätte, bloß weil die nationalisierte Version mir nicht zugesagt hätte, entsetzt mich.

    Später habe ich mir dann zunehmend asiatische Animes angeschaut im Originalton mit englischen Untertiteln, und das war noch einmal eine bemerkenswerte Steigerung. Danach muss ich ganz klar sagen: Wer sich einen synchronisierten Film ansieht, der schaut sich nicht etwa den gleichen Inhalt in anderer Sprache an, sondern vielmehr eine nationale Interpretation dieses Films. Und die ist - auf Deutschland bezogen - in aller Regel nicht besser, sondern irgendwo zwischen erträglich bis grauenvoll schlecht angesiedelt.

    An dieser Stelle verweise ich immer gerne auf das Beispiel der deutschen Adaptation von the IT Crowd ( http://www.youtube.com/watch?v=Q9RLaKUiiqk ). Obwohl die Vorlage in derartigem Maße kopiert wurde, dass es nahezu unmöglich ist, den Klau zu versauen, scheitert der Klon in jeder Hinsicht. Es gilt offenbar: Je deutscher, desto schlechter. Also bitte, bitte auf Untertitel beschränken! Das ist schon herausfordernd genug!

    Ich lese übrigens immer wieder die Frage von Amerikanern, ob man in Deutschland denn kein Englisch beherrsche, weil doch die Filme immerzu übersetzt werden. Und ich antworte dann: Die Deutschen können - abgesehen von einer kleinen intellektuellen "Elite" - nicht nur keine anderen Sprachen sprechen, sie können noch nicht einmal ihre eigene Sprache lesen! Selbst einen Film, der in Deutsch untertitelt ist, verstehen sie einfach nicht. Zuviel Text.

    Es würde mich nicht überraschen, wenn Bildung und Alphabetismus langfristig stark negativ mit Nationalismus und Sozialismus korrelieren...und ja, das äußert sich unter anderem auch darin, ob sich eine Gesellschaft ausländische Werke unverfälscht zumutet oder ob sie es für unter der eigenen Würde und als geistig zu anstrengend befindet, solchen Filmen in nicht-nationalisierter Form zu begegnen.
  7. #7

    x

    Zitat von Zephira Beitrag anzeigen
    Ich lese übrigens immer wieder die Frage von Amerikanern, ob man in Deutschland denn kein Englisch beherrsche, weil doch die Filme immerzu übersetzt werden. Und ich antworte dann: Die Deutschen können - abgesehen von einer kleinen intellektuellen "Elite" - nicht nur keine anderen Sprachen sprechen, sie können noch nicht einmal ihre eigene Sprache lesen! Selbst einen Film, der in Deutsch untertitelt ist, verstehen sie einfach nicht. Zuviel Text.
    Gemessen an den meisten anderen Völkern - außer Ländern wie Schweden, Dänemark etc - sprechen die Deutschen im Schnitt sehr gut Englisch und häufig auch noch anderen Sprachen.
    Gerade verglichen mit den USA sind wir geradezu Meister der Fremdsprachen.

    Ich habe von Amerikanern eher die Klage gehört, daß sie es in Deutschland nicht schaffen, sich mal übungshalber an ein paar deutschen Sätzen zu versuchen, weil jeder sofort anfängt, englisch mit ihnen zu sprechen.








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