Warum stehen bei SPON Radfahrthemen in der Rubrik "AUTO"?
Könnte man die Rubrik nicht Verkehr oder Mobilität nennen?
Obwohl sie zur Laufradgeneration gehören, fahren viele Grundschulkinder heute schlechter Rad als Ende der neunziger Jahre - nicht zuletzt, weil ängstliche Eltern sie unterschätzen. Das Projekt Radschlag will den negativen Trend jetzt stoppen.
http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0...762885,00.html
Warum stehen bei SPON Radfahrthemen in der Rubrik "AUTO"?
Könnte man die Rubrik nicht Verkehr oder Mobilität nennen?
Sie Glückskind, ich wurde niemals von der Schule abgeholt.
Und Schneefahren hat total geschockt, da konnte man geil bremsen.
Eltern, die mit dem Auto zum Bäcker fahren, holen ihre Kinder also mit dem Auto von der Schule ab.
Ursache -> Wirkung
Zum Glück kamen meine Eltern vom Land.
"Papa ich kann nicht zur Schule, ich hab Husten."
"Zieh einen Schal an!"
Liebe Grüße
Ist das Problem nicht eher die Faulheit der Eltern? Die meisten legen doch nur noch den Weg zur Garage zu Fuß zurück. Meine Schwägerin fährt ihre Kinder jeden Tag im Auto in den Kindergarten; 600 Meter, kleine Dorfstraße. Ist Sicherheit hier nicht nur ein vorgeschobenes Argument für die eigene Trägheit?
Letztens hab ich meinen Sohn per Laufrad von der Krippe abgeholt, er ist die 3 Kilometer ganz alleine gefahren. Mit nicht mal drei Jahren. Kinder wollen was leisten, sie wollen sich bewegen. Wir Eltern sind es, die die Kinder zum Bewegungsmangel erziehen. Und dann wundern wir uns über angebliche "Hyperaktivität", dabei ist das nur die logische Folge des Bewegungsmangels.
Die Waschlappen und Monster der heutigen Zeit vs. die guten alten Zeiten scheint hier ja das Thema der Woche zu sein. Gelobt sei, was hart macht.
In meiner unmaßgeblichen Welt fallen Kinder durch die Fahrradprüfung, weil sie während der Prüfungsfahrt Regeln nicht einhalten, von denen Erwachsene noch nie etwas gehört haben. Zu besichtigen jeden Tag im Straßenverkehr.
Aber es muss ja alles wieder an der allgemeinen Verweichlichung liegen. Ein Hinweis noch zum Zur-Schule-bringen im Auto: Für viele liegt das auf dem Weg zu Arbeit oder läßt sich gut kombinieren. Aber der Spruch mit dem Brötchenholen per Auto macht natürlich mehr Spaß.
Das viele Kinder schlecht Rad fahren, kann ich aus eigener Anschauung (Hilfe beim "Fahrradführerschein" in der Grundschule) nur bestätigen. Kein Wunder!
Kinder hochmotivierter Eltern müssen mit 4 Jahren nicht nur schon Ihren Namen schreiben können, sondern bereits die ersten Worte Englisch sprechen, Flöte spielen, das Seepferdchen machen und Rad fahren lernen. Ob das alles so früh schon perfekt klappen kann? Man weiß es nicht ...
Weil aber "wer-weiß-was" passieren könnte, werden diese Kinder dann nicht einmal in der relativ ruhigen Vorstadt mit Spielstraßen, Fußwegen und Parkanlagen alleine aufs Rad gelassen. So kann sich das viel zu früh aufgezwungene "Können" nicht mehr festigen.
Mit Mama und Papa wird aber auch nicht Rad gefahren, weil diese alles mit dem Auto erledigen. Es kommt niemand auf die Idee, die Kinder z.B. zum Sportunterricht oder zur Musikschule mit dem Fahrrad zu begleiten. Da wird natürlich das Auto eingesetzt ... und das auch noch mit Stolz (siehe die immer wieder auftauchenden Aufkleber "Mamas Taxi" o.ä.) ! Am Wochenende wird keine Radtour gemacht, sondern Oma besucht, mit dem Auto - selbstverständlich.
Hallo Mamas und Papas. Lasst Eure Kinder doch auch noch aufs Fahrrad, nachdem Ihr ihnen das Fahren beigebracht habt, das könnte schon helfen!
gegen "Hyperaktivität" gibts doch tolle Pillen
Genau das ist das Problem. Ich seh bei meinen Kollegen mit Fassungslosigkeit, dass >90% mit dem Auto zur Arbeit kommen - und die meisten haben einen Arbeitsweg von <4km. Das sind Entfernungen die sind ideal zum Radfahren, kann man auch mal im Notfall zu Fuß zurücklegen.
Aber nein, man stellt sich lieber im Stau an, um in 20-30min eine Strecke im Auto zurückzulegen, die man mit dem Fahrrad entspannt in 15min schaffen würde.
Und wenn die Eltern selbst überhaupt nicht oder nur unsicher Fahrrad fahren, dann können es die Kinder schlecht von ihnen lernen.