Es heißt Puky und nicht Pucky - oder ist das eine Billig-Plagiat-Marke aus China? :-)"Die Nachfrage nach Laufrädern steigt kontinuierlich", sagt Ralf Puslat, Geschäftsführer des Kinderfahrrad-Herstellers Pucky.
Obwohl sie zur Laufradgeneration gehören, fahren viele Grundschulkinder heute schlechter Rad als Ende der neunziger Jahre - nicht zuletzt, weil ängstliche Eltern sie unterschätzen. Das Projekt Radschlag will den negativen Trend jetzt stoppen.
http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0...762885,00.html
Es heißt Puky und nicht Pucky - oder ist das eine Billig-Plagiat-Marke aus China? :-)"Die Nachfrage nach Laufrädern steigt kontinuierlich", sagt Ralf Puslat, Geschäftsführer des Kinderfahrrad-Herstellers Pucky.
Dies sind die Folgen des Verengens der frei zugänglichen und öffentlichen Räume. Kinder haben kaum noch Gelegenheit eigenständig zu üben, da mittlerweile selbst die letzten freien und geeigneten Flächen durch "Bezäunung" abgeschlossen werden. Grund hierfür sind abstruse haftungsrechtliche Entwicklungen aber auch der verständliche Wunsch mancher Eigentümer und Vereine ihre Flächen hundekotfrei zu halten.
(Letzteres war der Grund, warum bei uns der Schützenverein eine große Freifläche, die sie selten als Parkplatz und Festplatz nutzte, für die Öffentlichkeit zu sperren. Konsequenz: Kinder können hier nur noch auf Gehwegen und stark befahrenen Straßen üben! (Da bleibt nur noch der frühe Sonntag vormittag!)
Eltern und nicht Lehrer sind hier verantwortlich zu machen: Ab dem ersten Regentropfen wird das Auto genommen. Oder ab dem ersten Kilometer. Dass Fahrradfahren in der Stadt deutlich schneller ist und gesund obendrein, ist offensichtlich in den Köpfen der Erwachsenen nicht angekommen. Außerdem wird zu viel auf passive Sicherheit (Helm, Armschoner etc.) als auf aktive Sicherheit (Fallübungen, Fahrradfahren auch bei "schlechtem" Wetter geachtet. Auch Qualitätszeitungen schreiben gern bei einem verletzten Radfahrer, er hätte "keinen Helm angehabt" statt: Er war ein ungeübter Fahrradfahrer. Der hätte den einen oder anderen Unfall nämlich vermeiden können.
Es könnte auch ein dummer Radfahrer gewesen sein, der wider besseren Wissens auf seiner Vorfahrt beharrte... Wobei - Recht hätte er ja gehabt... Also kann's doch nicht an ihm gelegen haben...
Muß mal weiter nachdenken...
Ansonsten sehe ich es so, dass den Kindern immer weniger Freiraum gegeben wird, sich selbst zu (er-)finden. Dazu gehören auch Fehler und damit Blessuren. Das liegt zu einem Großteil an den fehlenden räumlichen Möglichkeiten, unbeobachtet spielen zu können und der übergroßen Fürsorge vieler Eltern. Ich will da nicht zwischen den Geschlechtern wählen müssen. Ein Grund für die Einengung der Freiräume liegt aber auch darin begründet, dass jeder meint gegen einen Dritten einen Anspruch auf irgendwas zu haben, wenn das eigene Kind Mist gebaut hat. Nur nicht bei sich selbst suchen müssen. Da sollte mal gegengesteuert werden. Eltern sollten mal Verantwortung für sich und ihre Kinder übernehmen. Nicht nur für die Zeit bis zum 18. Lebenslahr. Sie sollten drüber nachdenken müssen, was sie ihren Kindern mit der Beschränkung der Entwicklungsmöglichkeiten antun. Ich vermute, es gäbe eine ganz andere Entwicklung, wenn Kinder nicht auf überdachten Spielplätzen unter Aufsicht von Sozialarbeitern spielen müßten. Es gäbe eine ganz andere Entwicklung, wenn Kinder nicht bereits im 4. Lebensjahr einen Terminkalender hätten, den sich Erwachsene niemals antun würden. Bei der Gelegenheit, dass Kinder mit dem PKW zu den Terminen gefahren werden, liegt auch daran, dass die Zeit für die begleitende Person auch nur endlich ist...
Aber das Verantwortung tragen müssen, würde die Geburtenquote vermutlich wieder senken...
Würde ich nicht sagen. Einer meiner Freunde ist Rettungssanitäter, er berichtet mir immer wieder haarsträubende Geschichten von Radfahrern, die die Balance verlieren und mit dem Kopf zum Teil aus dem Stand auf der Bordsteinkante aufschlagen - sowas endet ohne Helm oft dramatisch.
Zum Thema elterliches Vorbild: Ich stamme vom Land, lebe jetzt in Berlin. Immer wenn ich meine Eltern auf dem Dorf besuche, sehe ich eine unfassbare Faulheit vieler Menschen. "Sprit ist zu teuer" und ähnliche Sprüche, dabei aber für 10 Brötchen die 300 zum Bäcker mit 150 Pferden. Das ist wirklich krank.
Dazu 50% der 30jährigen mit ordentlichem Bauch. Meine Verwandschaft nenn mich einen Hungerhaken, obwohl ich bei 183 80 kg wiege.
So ähnlich war es bei mir auch:
"Ich kann nicht in die Schule, ich habe Bauchweh."
"Trink Deinen Tee, dann geht das"
Ging es auch.
Bis zur Blinddarm-OP im Eiltempo...
Zum Glück wohnten wir in der Stadt, da war die Klinik so weit weg.
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