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Kim Jong Ils Tod: Nordkorea wirft dem Süden mangelnde Trauer vor

Der Diktator ist tot - müssen Demokraten nun Betroffenheit zeigen? Nordkorea verlangt dies vom verfeindeten Süden und kritisiert, dass die Regierung in Seoul nur zwei Beileidsdelegationen schickt. Neue Spekulationen gibt es über die Nachfolge Kim Jong Ils: Eine wichtige Rolle spielt offenbar Onkel Jang.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...805740,00.html
  1. #20

    ich schmeiß mich weg

    die sind echt sauer weil der Süden sich weigert, künstlich um einen Diktator zu trauern?
    Ich mein, was geht da in den Köpfen vor sich? Glauben die, das wenn die Grenzen geöffnet werden, Milliarden (übertrieben gesprochen) Menschen vom Süden nach Norden zu wandern, um dort vor den Statuen zu weinen?
    Am besten sollen die dann noch alle da bleiben, weil es ihnen dort doch soviel besser gehen wird...
  2. #21

    immer an der wand lang...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Diktator ist tot - müssen Demokraten nun Betroffenheit zeigen? Nordkorea verlangt dies vom verfeindeten Süden und kritisiert, dass die Regierung in Seoul nur zwei Beileidsdelegationen schickt. Neue Spekulationen gibt es über die Nachfolge Kim Jong Ils: Eine wichtige Rolle spielt offenbar Onkel Jang.

    Kim Jong Ils Tod: Nordkorea wirft dem Süden mangelnde Trauer vor - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    die meldung offenbart einen interesannten blick auf das nordkoreanische selbstverständniss.... offenbar ist man dort wirklich so borniert dass man sich für den "nabel der welt" hält....
    das für einzelne wie für nationen so unverzichtbare "wie siehts aus aus den blickwinkwinkel der anderen" ist dort wohl tatsächlich so gut wie nicht vorhanden...irgendwie tatsächlich "steinzeit"....
  3. #22

    .

    Zitat von rainer_daeschler Beitrag anzeigen
    Das zeigt eigentlich, dass es weder Volksdemokratie noch Stalinismus ist, sondern eher eine absolutistische Monarchie. König bleibt, wer die Truppen hinter sich weiß. Es ist eigentlich eine Weiterführung der letzten Yi-Dynastie, mit den selben Unsicherheiten bei einem Thronwechsel. Der geschah zwar auch innerhalb der selben Familie, doch war die Amtsübergabe an den ältesten Sohn kein Automatismus, wie er in Europa favorisiert war. Wohl hat Nordkorea viele Entlehnungen aus dem Stalinismus und dem Maoismus übernommen, Kim Il-sung mit "Juche"-Ideologie aber einen eigenen Weg beschritten, um eine zu große ideologische Abhängigkeit von der Sowjetunion und China zu verhindern und auf keinen Fall zum Zankapfel zwischen den beiden zu werden. Inzwischen heißt die alles beherrschende Lehre "Songun" ("Zuerst das Militär"), die der Machterhaltung der aktuell Regierenden dient, aber wenig Nahrung für begeisterte Altkommunisten hierzulande bietet.
    Das ist sicher richtig - allerdings darf die Frage erlaubt sein, was es denm Nordkoreanern gebracht hat. Aus meiner Sicht die absolute Isolation. Sie sind lediglich Spielball der Chinesen, die sie als Puffer gegen Südkorea einsetzen. Die Chinesen selbst nehmen Nordkorea eigentlich eher weniger ernst - da ist es so etwas wie eine Lachnummer. Und Russland hat sich schon länger von Nordkorea verabschiedet.

    Was außer Hunger und einer minder bemittelten Atombombe, geistig verhärmten Menschen und einer vollkommen irrationalen Wahrnehmung der Welt hat die Kim-Dynastie diesem La nd also gebracht? Nichts. Die Menschen tun mir schon jetzt leid, wenn dort wirklich mal die Grenze geöffnet wird. Das wird für sie unendlich schlimmer als die Grenzöffnung zwqischen Ost- und Westdeutschland für die Ostdeutschen war.

    Verantwortlich dafür war und ist die Kim-Dynastie. Dass das jetzt sogar noch weiter geführt werden soll, ist eine sehr schlechte Nachricht für die Menschen in Notrdkorea. Denn es wird sich vermutliuch auch unter dem nreuen Kim nichts ändern. China hätte die Chance, da etwas Bewegung reinzubrinmgen, aber das interessiert die Chinese vermutlich gar nicht.

    Nein, keine guten Nachrichten für Nordekorea - für Südkorea übrigens auch nicht.
  4. #23

    Borniert = beschränkt

    Zitat von schlauchboot Beitrag anzeigen
    die meldung offenbart einen interesannten blick auf das nordkoreanische selbstverständniss.... offenbar ist man dort wirklich so borniert dass man sich für den "nabel der welt" hält....
    das für einzelne wie für nationen so unverzichtbare "wie siehts aus aus den blickwinkwinkel der anderen" ist dort wohl tatsächlich so gut wie nicht vorhanden...irgendwie tatsächlich "steinzeit"....
    Wir sind alle Produkt unserer Umgebung. Und da die Nordkoreaner alle vom Rest der Welt abgeschottet leben, ist es nicht verwunderlich, dass sie so borniert reagieren.

    Dass der junge Kim ein paar Jahre in der Schweiz zur Schule gehen durfte, läßt aber etwas hoffen.
    Könnte ja sein, dass er dort die Augen nicht permanent geschlossen hielt und auch etwas Kontakt zu Menschen aus anderen Kulturkreisen bekam.
  5. #24

    ich verstehe nicht ............

    Zitat von puter73 Beitrag anzeigen
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    Richtig. Was erwarten die armen, versklavten, unterdrückten, offensichtlich durch einseitige Propaganda und wahnsinnigen Personen kult leicht verblödeten Nordkoreaner vom Rest der Welt?
    Wer um diesen brutalen, genussüchtigen Despoten trauert, muss einen an der Waffel haben.
    das sued korea es ueberhaupt zulaesst das leute dort zur trauerfeier fahren. das wird doch nur propagandistisch ausgeschlachtet. warum wird dieser komische zirkus nicht komplett ignoriert ?
  6. #25

    .

    Es ist für mich eine Tragödie - wir haben 2011 und Millionen Menschen
    hungern und leiden in Nordkorea, werden von einer Handvoll geknechtet und von einem wirklichen Leben abgehalten. Im Forum wird dies mit Monarchie verglichen bzw. als Diktatur bezeichnet. Wenn man ein ganzes Volk einer Gehirnwäsche unterzieht um seine Macht auszuüben und es ver-hungern lässt, ist für mich selbst die Bezeichnung Diktatur zu schwach.
    Für Nordkorea wünsche ich mir eine Wiedervereinigung mit dem Süden, die wird zwar deutlich schwieriger als in unserem Land, wäre aber auch umso wertvoller und wichtiger für Korea.
  7. #26

    Verwunderlich

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Diktator ist tot - müssen Demokraten nun Betroffenheit zeigen? Nordkorea verlangt dies vom verfeindeten Süden und kritisiert, dass die Regierung in Seoul nur zwei Beileidsdelegationen schickt. Neue Spekulationen gibt es über die Nachfolge Kim Jong Ils: Eine wichtige Rolle spielt offenbar Onkel Jang.

    Kim Jong Ils Tod: Nordkorea wirft dem Süden mangelnde Trauer vor - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    ... und verstörend wirkt eigentlich besonders, daß SpOn diesem Affenzirkus eine gefühlte Ewigkeit die Aufmacherseite zur Verfügung stellt.
  8. #27

    Nordkorea und Trauer

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Diktator ist tot - müssen Demokraten nun Betroffenheit zeigen? Nordkorea verlangt dies vom verfeindeten Süden und kritisiert, dass die Regierung in Seoul nur zwei Beileidsdelegationen schickt. Neue Spekulationen gibt es über die Nachfolge Kim Jong Ils: Eine wichtige Rolle spielt offenbar Onkel Jang.

    Kim Jong Ils Tod: Nordkorea wirft dem Süden mangelnde Trauer vor - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Ich vermag nicht einzusehen, warum man Angst schürende Politiker, Menschenverächter, Menschenrechts-Verbrecher und übelste Unterdrücker mit zig-Tausenden durch Hunger hingerichtete Menschen betrauern soll. Mitmenschlichkeit gegenüber Menschen ohne jegliche Mitmenschlichkeit ist abzulehnen. Mitmenschlichkeit kann nur und dann betont nur dem unterjochten Volk gelten. Mit der nordkoreanischen Polit-Verbrecher-Clique geht man viel zu rücksichtsvoll um. Und China lässt grüßen!
  9. #28

    Ich trauere,

    aber nicht um diesen verrückten und grössenwahnsinnigen Diktator.
    Ich trauere um die Millionen Menschen, die dieser Abschaum der Menschheit auf dem Gewissen hat. Ich trauere um die Kinder, die wegen dieses raffgierigen Despoten verhungert sind. Und es tut mir leid, dass nicht sein ganzer Clan elend zu Grunde gegangen ist. Es ist unfassbar, was diese Verbrecher da verlangen.
  10. #29

    Feudalsystem als Kommunismus getarnt

    Zitat von badduck Beitrag anzeigen
    Es ist für mich eine Tragödie - wir haben 2011 und Millionen Menschen
    hungern und leiden in Nordkorea, werden von einer Handvoll geknechtet und von einem wirklichen Leben abgehalten. Im Forum wird dies mit Monarchie verglichen bzw. als Diktatur bezeichnet....
    So, sie diese Familie das Land beherrscht, würde ich eher sagen, es ist ein Feudalsystem, dass sich als einen kommunistischen Staat tarnt. Für die Herrscherfamilie Wein, Weib und Gesang, fürs Volk Zustände wie zur Blühte der Feudalzeit, nur dass damals wenigstens die Stadtluft frei machte, selbst dies gibt es in Nordkorea nicht. Weit davon entfernt, irgend etwas am Kommunismus gut zu finden, aber wirklich kommunistische Regime funktionieren anders. Zwar haben sich auch Honecker und Co., um einmal bei der DDR zu bleiben, so manche Extravaganz geleistet, aber gegenüber dem, was in Nordkorea stattfindet, waren dies ganz bescheidene Leute, die das Beste für das Volk wollten, die nur nicht verstanden haben, dass es so nicht funktioniert. Und selbst der Personenkult in Nordkorea erinnert weniger an Stalin, der in der Beziehung bestimmt kein kleines Licht war, aber was da mit ewigen Präsidenten (wahrscheinlich wird jetzt auch sein Sohn heilig gesprochen) gemacht wird, erinnert mehr an die Pharaonenzeit, zu Lebzeiten ein Gott, der auch noch nach seinem Tod verehrt wurde und die Geschicke des Landes nunmehr aus dem Jenseits lenkte. Da ist klar, dass die ganze Welt und insbesondere Südkorea Trauer tragen sollen: Ein Gott ist gestorben!








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