Kicker in der Ölmalerei: "Fußballfans sind Künstler"

Tom StroblIhre Gesänge sind wie Musik, ihre Tänze erinnern ans Ballett. Fans zeigen unglaubliche Kreativität, um ihren Vereinen zu huldigen. Der Galerist Gernot Rammer hat einen Maler beauftragt, ganze Fankurven in Öl zu verewigen. Im Interview schwärmt er über ihre revolutionäre Kraft und Schönheit.

http://www.spiegel.de/kultur/gesells...837138,00.html
  1. #10

    bunte fanwelt

    Gut, dass es auch ab und an differenzierte Blicke auf die Welt der Fans gibt. Bunte Bilder helfen da allemal, weil sie ds Bunte der Fankultur aufgreifen und transformieren.
  2. #11

    Tolle Idee

    Die Bilder haben eine starke Ausdruckskraft. Hier rückt der Fan in den Mittelpunkt und nicht der überbezahlte Fußballer. Super Idee und wirklich perfekt umgesetzt. Das macht Lust sich die Bilder Live anzusehen. Weiter so Herr Strobl.
  3. #12

    Lieber Michael

    hatte gerade ganz große Projektpause.
    Vielen Dank für deine Gedanken, zu meinen, oder auch im Ansatz - zu deinen Statements und überhaupt zu unserer Arbeit als „Bildende“ Künstler.
    Ja bei uns (im Ösialnd) hieß es: Schule des Beobachtens.
    However; Ich denke mir, im Sinne dieses neuen Artikels hier im Spiegel, wonach die jetzige Ausstellung in der Akademie der bildenden Künste in Berlin eine Idee aufgreift, das zwar das Thema „Verführung von der Masse“ sich bedient, im Sinne: einer Sport-Ausstellung; denke ich mir; Was macht eine Sport-Ausstellung im „Bundesamt für Kunst“ aus - oder finden werbebotschaftenüberhäufte Testimonials Eingang im „Etat“-Ressort einer Berichterstattung?; Gleichzeitig aber auch; was machen Menschen überhaupt, um ein Ressort zu verlassen, Sport-Ausstellung im Bereich „Kultur?, aber trotzdem im geografischen Bereich einer kulturellen Institution.
    Gemälde im Cafe ums Eck, Schaufenster voll mit „Bildender Kunst", verlassene Firmengebäude, ja selbst Stadtleile werden reanimiert mit Statements von Künstlern. SO, wo sind die zigtausenden der Anhänger, von was auch immer. Gut Gursky - super; aber kritisch, oder huldigend?
    Ich erfreue mich immer um diesen Vergleich, etwa bei einer Fußreflexzonenmassage: aha, hier ist der Punkt für die Leber, oder hier die Stelle, wo am meisten Nervenzellen im menschlichen Körper enden (nein nicht die Geschlechtsorgane), da spüren wir mehr als an Ort und Stelle, was auch so ist - sagt sogar meine Zahnärztin.
    Gut, aber da gibt´s dann aber die, die an der „Front“ stehen wollen, GENAU diese Menschen die mir, vielen anderen ein sehr tolles, integratives, kollektives, letztendlich verbindliches Erlebnis bescheren, um es ohne bedeutungsschwangeren Merkmale der geschichtlichen Wichtigkeit, zu genießen.
    (In Wien arbeiten und leben viele Menschen und Tiere in unseren Flaktürmen, also den letzten Zeugen einer mir nur überlieferten Zeit. z.B.)

    Machen wir weiter: Die Faszination und der Gedanke, das niemand in unseren Jahrgängen, die hier auch posten, (ich bin Jahrgang 1967) in der Vorkriegszeit gelebt haben, ändert m.M. nach die Dinge nicht. Will sagen, ich glaube nicht, dass die Menge der Anhänger für eine Spielergruppe einhergeht (statistisch) mit dem Zustand im eigenen Land. (Vorsicht, klar gibt´s ganz böse Sachen, aber die grenze ich, zumal nicht erlebt, aus) Aber egal, welche Funktion das Spiel hat (Spiel: per Definition - Handlung ohne Konsequenz).
    Jetzt mein Plädoyer: Die Fans, die Anhänger, diejenigen Menschen, die der Stadt oder ihrem Umfeld gemeinsam den Rücken kehren (Arena), um neue Kraft und Gemeinsamkeit, Integration, aber auch Anonymität zu erhalten; alle Zustände wie Trauer, Freude, Geburt, Tod, Schmerz, Ahnungslosigkeit, Unwissen, Loslassen; finden statt:
    Kurz - das ist mein Thema.
    Jetzt bleibt (für ÖsterreicherInnen) nur noch über zu erforschen: was war vor 1894…
    Beste Grüße aus Wien
    Tom