Kerouac-Verfilmung "On the Road": Hipster auf Kaffeefahrt
Concorde FilmverleihAch, wären sie doch daheim geblieben! In der Verfilmung von Jack Kerouacs Klassiker "On the Road" tingeln die Jungstars Kristen Stewart, Garrett Hedlung und Sam Riley durch die USA, nehmen Drogen und haben Sex. Leider sehen sie dabei so aus, als ob sie Werbung für eine Billig-Modekette machen.
Dümmlicher Indie Chic. American Apparel und eben auch Urban Outfitters haben wohl kräftig gezahlt. So könnte man auch für den Bergmannkiez, den Mauerpark oder ein MGMT Album werben.
Gähn.
wie können sie es wagen, aus dem besten Buch des 20. Jahrhunderts billigen Appledreck zu machen. Dagegen sind Mohammed Karikaturen ein Kindergeburtstag, ich fordere eine Fatwa gegen alle Beteiligten
...bislang hat der Film positive und negative Kritiken bekommen, wobei die MEHRHEIT positiv ist. Vor allem die schauspielerische Leistung wurde oftmals positiv hervorgehoben. Gerade Garrett Hedlund hat viele Kritiker überzeugt.
Viggo Mortensen wurde durch die Bank weg gefeiert, und auch Kirsten Dunst sowie Amy Adams hoch gelobt, auch wenn sie als Nebendarsteller [zu] wenig tun müssen. Denn gerade diese drei gehören zur höchsten Riege Hollywoods. Daraus hat Walter Salles nicht genug Kapital geschlagen. Den Film allerdings, ohne ihn vorher gesehen zu haben, abzustempeln halte ich für einen Fehler. Man könnte etwas verpassen! Bei der TIFF Premiere waren die Zuschauer jedenfalls höchst angetan!
Auch wenn dort eine andere, um 15 Minuten verkürzte Fassung gezeigt wurde.
Habe den Film gesehen und finde ihn sehr gut, und ich empfehle, ihn anzuschauen. Fuer SpOn-Redakteure und -Leser koennte er eventuell zu anspruchsvoll sein.
Die Frage ist, ob man eine Kritik immer am Buch auslegen muss. Zwar ist "On the Road" eine Adaption, dennoch wird der Film reichlich Zuschauer in die Kinos locken, die das Buch nicht gelesen haben: Soll heißen, so unverfilmbar ein Roman auch erscheinen mag, sollte man doch den Film für sich betrachten und nicht sofort aufschreien. Der Film ist lang, ist zäh, weiß nicht wohin er seine Erzählung führen will, ja, aber ebenso ergeht es ja auch den Figuren, die nicht wissen wohin. Von daher wird eben jenes Gefühl vermittelt, was auch die Figuren empfinden. Fand ich einen guten Ansatz. Die Umsetzung von Roman zu Film ist mir da relativ Schnuppe.