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Kernkraftwerk Penly: Französisches AKW nach Feuer abgeschaltet

AFPErneut ein Zwischenfall in einem französischen Kernkraftwerk: In der Anlage Penly ist ein Feuer ausgebrochen. Das AKW wurde abgeschaltet. Der Betreiber beruhigt - die Brände sind bereits gelöscht, niemand wurde verletzt.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/t...826102,00.html
  1. #20

    Frankreich: Radioaktives Wasser im Atomkraftwerk Penly ausgetreten | Wissen | ZEIT ONLINE

    War wohl doch nicht nur so'n kleines Pümpchen.....
    Aber gut, Abschaltung erfolgt, Feuer gelöscht, ausgetretenes Wasser aufgefangen, soweit alles gut.
    Oder?
  2. #21

    Zitat von Jan-Christian_Lewitz Beitrag anzeigen
    Wie wahr, der Tod ist sicher, die Frage ist nur, wo? Wen es wirklich interessiert, der googelt nach "Herborn Tanklaster" oder "Basel Chemieunfall Rhein" oder "ICE Unglück Eschede" oder schaut den Link an:
    31.03.2012, Tod eines Arbeiters bei Explosion im Chemiepark

    Gut, dass wir über alles sprechen, auch was die Sicherheit von KKW angeht.

    Wer es mit Sicherheit für Bevölkerung und Umwelt ernst meint, wird sich einer vergleichenden Risikobetrachtung nicht verschließen können.
    Stimmt: Um mal eine ganz triviale Risikodefinition zu geben:

    Risiko = Eintrittswahrscheinlichkeit x Schadensausmaß.

    Die Eintrittswahrscheinlichkeit für einen größeren Unfall in einem KKW ist unbestreitbar sehr gering. Die Betreiber sagen ~10^(-6) pro Jahr und Block, die Erfahrung sagt eher ~10^(-4) pro Jahr und Block, aber das ist vergleichsweise irrelevant. Die Aussage "sehr gering" bleibt erst-einmal stehen.

    Problematisch wird es beim zweiten Faktor, dem Schadensausmaß. Eine mit Fukushima vergleichbare Freisetzung in Krümmel (bevor jetzt wieder das "an der Nordsee gibt es keine Tsunamis" Theater losgeht: verursacht durch ein 20 Mann Trupp mit AK-47, 10 kg C4 und einem verblendenden Id... der weiß, wo das letzteres hin muss) bei nordwestlichem Wind würde den Großraum Hamburg auf lange Zeit unbewohnbar machen. Wenn sie die Evakuierung vernünftig hin bekommen würden, hielten sich die Personenschäden zugegebenermaßen sogar in sehr engen Grenzen.

    Es braucht aber wenig Phantasie sich vorzustellen, was mit dem Wirtschaftsstandort Deutschland passieren würde, wenn der Großraum Hamburg auf einem komplett weg wäre. Millionen Flüchtlinge, der wichtigste Hafen weg etc. pp. Und das für eine Technik, die laut E.ON-Vorstand Klaus-Dieter Maubach für neue Anlagen erst bei Börsenpreisen von über 100 €/MWh Sinn macht?
  3. #22

    Das

    Zitat von tangarra Beitrag anzeigen
    Die Stärke des Erdbebens lag unter dem Auslegungserdbeben und die Schäden waren gering. Weder die Gebäude noch die Straßen in Fukushima wurden zerstört.
    Das Auslegungserdbeben ist 8.2, tatsächlich aufgetreten ist ein Erdbeben mit 9.0, ergo um den Faktor 8 stärker.Mein Informationsstand.

    Die Auswirkungen des Tsunami beschränkten sich nur auf die direkte Umgebung der Reaktorblöcke unten am Meer (wenige Meter). .
    Wenige Meter ? Dann wäre der Küstenstreifen vor den Kraftwerken aber ein sonderbarer Ausnahmefall gewesen.Der lässt sich nicht mit den 6 m hohen Tsunamieschutzmauern erklären.
    Es gibt Aufnahmen, da ist ein angeschwemmter PKW am Reaktorgebäude / Maschinenhaus zu sehen.
  4. #23

    Was ist eigentlich Ihre Kernaussage?

    Zitat von chico 76 Beitrag anzeigen
    Das Auslegungserdbeben ist 8.2, tatsächlich aufgetreten ist ein Erdbeben mit 9.0, ergo um den Faktor 8 stärker.Mein Informationsstand.



    Wenige Meter ? Dann wäre der Küstenstreifen vor den Kraftwerken aber ein sonderbarer Ausnahmefall gewesen.Der lässt sich nicht mit den 6 m hohen Tsunamieschutzmauern erklären.
    Es gibt Aufnahmen, da ist ein angeschwemmter PKW am Reaktorgebäude / Maschinenhaus zu sehen.
    Weiter so!

    AKW's sind sicher!

    Alle bisherigen Unfälle in AKW's waren Gott-gewollt und daher nicht verhinderbar?

    Hören Sie auf hier Nebelkerzen zu werfen - es geht den Energiekonzernen nur um den maximalen Gewinn und dafür gehen sie (Sie?) notfalls über Leichen, wie die Banken und die Finanzindustrie im allgemeinen auch.
  5. #24

    Atomkraftwerke

    mögen im normalen Betrieb technisch sicher sein. Die Bewertung des Risikos für Mensch und Umwelt bemisst sich jedoch an Störungsfällen bis zum totalen Ausfall aller Sicherungssysteme. Am 11.09.2011 flogen Terroristen Passagierflugzeuge in die Twintowers. Das Ergebnis ist bekannt. Es besteht kein vernünftiger Grund, daran zu zweifeln, dass Terroristen oder im Falle einer kriegerischen Auseinandersetzung bewusst und gezielt alle Chemieanlagen und Kraftwerke also auch Atomkraftwerke angreifen. Bei der Zerstörung der konventionellen Kraftwerke ist der Schaden beträchtlich, bei Atomkraftwerken unabsehbar. Die Technik ist sicher, Radioaktivität ist noch sicherer. Für zehntausende an Jahren. Es ist nach meiner festen Überzeugung nicht die Frage, ob ein Atomkraftwerk zerstört wird, sondern wann und wo.
  6. #25

    Zitat von chico 76 Beitrag anzeigen

    Was hat ein bereits gelöschter Brand, mit der Sicherheit von Kernkraftwerken, auch bei uns, zu tun ?
    was mich wundert, ist das die gesamte palette der berufsempörten nicht wie bei fukushima auf die barrikaden gestiegen und abschaltforderungen erhoben haben.

    dafür das dieser vorfall in direkter nachbarschaft zu deutschland geschieht ist mir diese "gelassenheit" sehr suspekt. es liegt möglicherweise daran, daß man überzogene horrormeldungen in diesem fall wesentlich leichter überprüfen kann. deshalb kann auch niemand die angeblichen horrormessungen von greenpeace aus fukushima wirklich verifizieren.

    das schweigen im walde der grünbewegten sollte jedem die augen öffnen, sofern die nicht schon offen sind.
  7. #26

    Zitat von tangarra Beitrag anzeigen

    Das Bemerkenswerte an dem Brand in Penly ist, dass es dort wohl eine einsatzbereite Feuerwehr gibt, während bis heute alle Experten darüber rätseln, wieso es in Fukushima mehr als 10 Stunden dauerte, bis die erste Feuerwehrpumpe angeschlossen war und für die größere Aktion ein paar Tage später die Feuerwehr aus dem über 200 km entfernten Tokio anreiste.
    das könnte evtl. daran liegen, daß es nicht nur in und um fukushima ein extrem starkes beben mit anschließendem tsunami mit zerstörung von zugangswegen gab.
  8. #27

    Zitat von tangarra Beitrag anzeigen
    Natürlich stricken TEPCO und die japansiche Regierung an der Legende, dass ein furchtbare Naturkatstrophe so groß war, dass nichts mehr zu beherrschen war, aber die Messwerte und die Bilder zeigen das Gegenteil.

    Die Stärke des Erdbebens lag unter dem Auslegungserdbeben und die Schäden waren gering. Weder die Gebäude noch die Straßen in Fukushima wurden zerstört.

    Die Auswirkungen des Tsunami beschränkten sich nur auf die direkte Umgebung der Reaktorblöcke unten am Meer (wenige Meter). Die gesamte übrige Infrastruktur der Anlage oben auf dem Hang war intakt.

    Das Personal hat unverletzt den Tsunami überlebt, auch die Leute auf den Warten in den Reaktorgebäuden. Das war am Nachmittag des 11.3.2011 um 15:37. Das Wasser ist auch gleich wieder abgeflossen. Nur die Kellerräume der Turbinengebäude standen unter Wasser.

    Und jetzt kommt es: Bis nach Mitternacht hatte die Mannschaft keine mobile Notbeleuchtung in Gang gebracht. Das macht jede Dorffeuerwehr in wenigen Minuten. Erst nach Mitternacht wurde die erste mobile Pumpe (tragbare Feuerwehrpumpe) zur Notkühlung des Reaktorkerns angeschlossen, mehr als 10 Stunden nach dem Tsunami am 12.3. 2011 um 5:46.

    Und das in Angesicht der Tatsache, dass der Anschluß der mobilen Versorgung mit Kühlwasser eine geplante und geübte Notfallmaßnahme in Fukushima war. So steht es zumindest auf dem Papier.
    also ich muß mich schon sehr wundern. es war das stärkste erdbeben seit 140 jahren, und mit einer stärke von 8.8 weit oberhalb der auslegungsgrenzen, die sich auf ein erdbeben der stärke 8 bezogen.

    übrigens, die nichtzerstörung fukushimas können sie hier noch einmal ansehen:

    Erdbeben Tsunami ! Gewaltige Schäden ! Japan 2011 Flutwelle Fukushima - YouTube

    im übrigen kann ich mich noch gut an die berichter und bilder erinnern, daß menschen auf den anlagen von fukushima schutz vor dem tsunami gesucht und gefunden haben.

    aber das mit dem tsunami ist ja alles propaganda und fukushima wurde gar nicht vom tsunami getroffen. man hat das nur als anlass genommen, einen gleichzeitig auftretenden störfall zu "verschleiern". [sarkasmus off]
  9. #28

    Zitat von reuanmuc Beitrag anzeigen
    Vom Tanzen sind solche Folgen nicht bekannt, außer einigen wenigen Knochenbrüchen oder Hautabschürfungen. Musik in Kneipen ist erlaubt; wenn ein Gast im Stehen dabei die Beine etwas bewegt oder stolpert, dann ist es als Tanz verboten und kann den Wirt bis zu 10.000 Euro kosten.
    um dieses thema ging es gar nicht. und ich bezweifle sehr, daß das beschriebene beispiel der realität standhält.

    Zitat von reuanmuc Beitrag anzeigen
    Wären Ihnen die alt-50er lieber, als noch der Bikini verboten und die Rocklänge vorgeschrieben war?
    erstens waren bikinis in den 50ern nicht verboten, einfach mal die vielen "heimatfilme" aus der zeit anschauen, und zweitens war auch die rocklänge nicht gesetzlich vorgeschrieben. es gab lediglich kleidervorschriften für bestimmte berufe, dazu gehörten für die männer z.b. anzug, hemd und krawatte und für frauen galt "kniebedeckt". und selbst heute im jahr 2012 gibt es noch solche kleidervorschriften in unternehmen. heißt heute nur anders, statt kleidervorschrift eben dress-code.

    die zeit bis zum angeblichen 68er-aufbruch wird immer wieder als negativbeispiel gebracht. was aber nicht stimmt. in den 50ern und 60ern gab es wesentlich mehr persönliche freiheit als heute im betreuten staatswesen, daß sich darum kümmert, ob ich auch nur ja nicht das falsche esse und trinke und mir sogar noch vorschreiben will, wie ich meine freie zeit sinnvoll verbringen soll. das geht den staat alles gar nichts an.

    der staat soll sich um die rahmenbedingungen für einigermaßen gleiche chancen, nicht gleichheit! für alle, und funktionierende infrastrukturen bemühen und nicht die kleinen zugunsten der großen übervorteilen.
  10. #29

    Risiken von AKWs

    Zitat von Treeman Beitrag anzeigen
    Stimmt: Um mal eine ganz triviale Risikodefinition zu geben:

    Risiko = Eintrittswahrscheinlichkeit x Schadensausmaß.

    Die Eintrittswahrscheinlichkeit für einen größeren Unfall in einem KKW ist unbestreitbar sehr gering. Die Betreiber sagen ~10^(-6) pro Jahr und Block, die Erfahrung sagt eher ~10^(-4) pro Jahr und Block, aber das ist vergleichsweise irrelevant. Die Aussage "sehr gering" bleibt erst-einmal stehen.

    Problematisch wird es beim zweiten Faktor, dem Schadensausmaß. ...
    Interessant in diesem Zusammenhang ist, dass sich genau an solchen Überlegungen bzw. Formeln auch Versicherungen orientieren, wenn sie Versicherungsbeiträge festsetzen.

    Die Atomkraftwerke in Deutschland (und weltweit) sind für den Fall eines größeren Unfalls nur bis zu einer Obergrenze von maximal 2,5 Mrd versichert. Diese Obergrenze ist im Atomgesetz (von 1957 m.W.) festgelegt. Man legt einfach die Höhe des eintretenden Schaden willkürlich auf maximal 2,5 Mrd fest. Daraus ergeben sich gemäß oben stehender Formel akzeptable Versicherungsbeiträge.

    Tatsächlich entstehen jedoch bei einem Super-GAU wie Fukushima oder Tschernobyl Schäden in der Höhe von 5 Billionen, also 5000 Mrd. Die Differenz von 4997,5 Mrd trägt die Allgemeinheit, also wir.

    Falls es diese Deckelung aus dem Atomgesetz nicht gäbe, müsste eine Kilowattstunde Atomstrom allein schon aufgrund der zu zahlenden Versicherungsbeiträge MINDESTENS 2 Euro 50 kosten. Wenn man den zu zahlenden Strompreis des Endkunden im gleichen Verhältnis erhöht, sind wir bei einem Preis von 170 Euro pro KWh. Atomstrom ist also nur deshalb billig, weil man das Risiko mit Zustimmung des Staates kalkulatorisch ausblendet. Das gibt es so bei keiner anderen Technologie. Genauso werden die Folgekosten für Endlagerung etc. (man beachte die Zeiträume, für die das Zeug sicher einzulagern ist) ausgeblendet.

    Fazit: Stromerzeugung durch Atomkraft ist unwirtschaftlich und verantwortungslos.


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