Frankreich: Radioaktives Wasser im Atomkraftwerk Penly ausgetreten | Wissen | ZEIT ONLINE
War wohl doch nicht nur so'n kleines Pümpchen.....
Aber gut, Abschaltung erfolgt, Feuer gelöscht, ausgetretenes Wasser aufgefangen, soweit alles gut.
Oder?
AFPErneut ein Zwischenfall in einem französischen Kernkraftwerk: In der Anlage Penly ist ein Feuer ausgebrochen. Das AKW wurde abgeschaltet. Der Betreiber beruhigt - die Brände sind bereits gelöscht, niemand wurde verletzt.
http://www.spiegel.de/wissenschaft/t...826102,00.html
Frankreich: Radioaktives Wasser im Atomkraftwerk Penly ausgetreten | Wissen | ZEIT ONLINE
War wohl doch nicht nur so'n kleines Pümpchen.....
Aber gut, Abschaltung erfolgt, Feuer gelöscht, ausgetretenes Wasser aufgefangen, soweit alles gut.
Oder?
Stimmt: Um mal eine ganz triviale Risikodefinition zu geben:
Risiko = Eintrittswahrscheinlichkeit x Schadensausmaß.
Die Eintrittswahrscheinlichkeit für einen größeren Unfall in einem KKW ist unbestreitbar sehr gering. Die Betreiber sagen ~10^(-6) pro Jahr und Block, die Erfahrung sagt eher ~10^(-4) pro Jahr und Block, aber das ist vergleichsweise irrelevant. Die Aussage "sehr gering" bleibt erst-einmal stehen.
Problematisch wird es beim zweiten Faktor, dem Schadensausmaß. Eine mit Fukushima vergleichbare Freisetzung in Krümmel (bevor jetzt wieder das "an der Nordsee gibt es keine Tsunamis" Theater losgeht: verursacht durch ein 20 Mann Trupp mit AK-47, 10 kg C4 und einem verblendenden Id... der weiß, wo das letzteres hin muss) bei nordwestlichem Wind würde den Großraum Hamburg auf lange Zeit unbewohnbar machen. Wenn sie die Evakuierung vernünftig hin bekommen würden, hielten sich die Personenschäden zugegebenermaßen sogar in sehr engen Grenzen.
Es braucht aber wenig Phantasie sich vorzustellen, was mit dem Wirtschaftsstandort Deutschland passieren würde, wenn der Großraum Hamburg auf einem komplett weg wäre. Millionen Flüchtlinge, der wichtigste Hafen weg etc. pp. Und das für eine Technik, die laut E.ON-Vorstand Klaus-Dieter Maubach für neue Anlagen erst bei Börsenpreisen von über 100 €/MWh Sinn macht?
Das Auslegungserdbeben ist 8.2, tatsächlich aufgetreten ist ein Erdbeben mit 9.0, ergo um den Faktor 8 stärker.Mein Informationsstand.
Wenige Meter ? Dann wäre der Küstenstreifen vor den Kraftwerken aber ein sonderbarer Ausnahmefall gewesen.Der lässt sich nicht mit den 6 m hohen Tsunamieschutzmauern erklären.Die Auswirkungen des Tsunami beschränkten sich nur auf die direkte Umgebung der Reaktorblöcke unten am Meer (wenige Meter). .
Es gibt Aufnahmen, da ist ein angeschwemmter PKW am Reaktorgebäude / Maschinenhaus zu sehen.
Weiter so!
AKW's sind sicher!
Alle bisherigen Unfälle in AKW's waren Gott-gewollt und daher nicht verhinderbar?
Hören Sie auf hier Nebelkerzen zu werfen - es geht den Energiekonzernen nur um den maximalen Gewinn und dafür gehen sie (Sie?) notfalls über Leichen, wie die Banken und die Finanzindustrie im allgemeinen auch.
mögen im normalen Betrieb technisch sicher sein. Die Bewertung des Risikos für Mensch und Umwelt bemisst sich jedoch an Störungsfällen bis zum totalen Ausfall aller Sicherungssysteme. Am 11.09.2011 flogen Terroristen Passagierflugzeuge in die Twintowers. Das Ergebnis ist bekannt. Es besteht kein vernünftiger Grund, daran zu zweifeln, dass Terroristen oder im Falle einer kriegerischen Auseinandersetzung bewusst und gezielt alle Chemieanlagen und Kraftwerke also auch Atomkraftwerke angreifen. Bei der Zerstörung der konventionellen Kraftwerke ist der Schaden beträchtlich, bei Atomkraftwerken unabsehbar. Die Technik ist sicher, Radioaktivität ist noch sicherer. Für zehntausende an Jahren. Es ist nach meiner festen Überzeugung nicht die Frage, ob ein Atomkraftwerk zerstört wird, sondern wann und wo.
was mich wundert, ist das die gesamte palette der berufsempörten nicht wie bei fukushima auf die barrikaden gestiegen und abschaltforderungen erhoben haben.
dafür das dieser vorfall in direkter nachbarschaft zu deutschland geschieht ist mir diese "gelassenheit" sehr suspekt. es liegt möglicherweise daran, daß man überzogene horrormeldungen in diesem fall wesentlich leichter überprüfen kann. deshalb kann auch niemand die angeblichen horrormessungen von greenpeace aus fukushima wirklich verifizieren.
das schweigen im walde der grünbewegten sollte jedem die augen öffnen, sofern die nicht schon offen sind.
also ich muß mich schon sehr wundern. es war das stärkste erdbeben seit 140 jahren, und mit einer stärke von 8.8 weit oberhalb der auslegungsgrenzen, die sich auf ein erdbeben der stärke 8 bezogen.
übrigens, die nichtzerstörung fukushimas können sie hier noch einmal ansehen:
Erdbeben Tsunami ! Gewaltige Schäden ! Japan 2011 Flutwelle Fukushima - YouTube
im übrigen kann ich mich noch gut an die berichter und bilder erinnern, daß menschen auf den anlagen von fukushima schutz vor dem tsunami gesucht und gefunden haben.
aber das mit dem tsunami ist ja alles propaganda und fukushima wurde gar nicht vom tsunami getroffen. man hat das nur als anlass genommen, einen gleichzeitig auftretenden störfall zu "verschleiern". [sarkasmus off]
um dieses thema ging es gar nicht. und ich bezweifle sehr, daß das beschriebene beispiel der realität standhält.
erstens waren bikinis in den 50ern nicht verboten, einfach mal die vielen "heimatfilme" aus der zeit anschauen, und zweitens war auch die rocklänge nicht gesetzlich vorgeschrieben. es gab lediglich kleidervorschriften für bestimmte berufe, dazu gehörten für die männer z.b. anzug, hemd und krawatte und für frauen galt "kniebedeckt". und selbst heute im jahr 2012 gibt es noch solche kleidervorschriften in unternehmen. heißt heute nur anders, statt kleidervorschrift eben dress-code.
die zeit bis zum angeblichen 68er-aufbruch wird immer wieder als negativbeispiel gebracht. was aber nicht stimmt. in den 50ern und 60ern gab es wesentlich mehr persönliche freiheit als heute im betreuten staatswesen, daß sich darum kümmert, ob ich auch nur ja nicht das falsche esse und trinke und mir sogar noch vorschreiben will, wie ich meine freie zeit sinnvoll verbringen soll. das geht den staat alles gar nichts an.
der staat soll sich um die rahmenbedingungen für einigermaßen gleiche chancen, nicht gleichheit! für alle, und funktionierende infrastrukturen bemühen und nicht die kleinen zugunsten der großen übervorteilen.
Interessant in diesem Zusammenhang ist, dass sich genau an solchen Überlegungen bzw. Formeln auch Versicherungen orientieren, wenn sie Versicherungsbeiträge festsetzen.
Die Atomkraftwerke in Deutschland (und weltweit) sind für den Fall eines größeren Unfalls nur bis zu einer Obergrenze von maximal 2,5 Mrd versichert. Diese Obergrenze ist im Atomgesetz (von 1957 m.W.) festgelegt. Man legt einfach die Höhe des eintretenden Schaden willkürlich auf maximal 2,5 Mrd fest. Daraus ergeben sich gemäß oben stehender Formel akzeptable Versicherungsbeiträge.
Tatsächlich entstehen jedoch bei einem Super-GAU wie Fukushima oder Tschernobyl Schäden in der Höhe von 5 Billionen, also 5000 Mrd. Die Differenz von 4997,5 Mrd trägt die Allgemeinheit, also wir.
Falls es diese Deckelung aus dem Atomgesetz nicht gäbe, müsste eine Kilowattstunde Atomstrom allein schon aufgrund der zu zahlenden Versicherungsbeiträge MINDESTENS 2 Euro 50 kosten. Wenn man den zu zahlenden Strompreis des Endkunden im gleichen Verhältnis erhöht, sind wir bei einem Preis von 170 Euro pro KWh. Atomstrom ist also nur deshalb billig, weil man das Risiko mit Zustimmung des Staates kalkulatorisch ausblendet. Das gibt es so bei keiner anderen Technologie. Genauso werden die Folgekosten für Endlagerung etc. (man beachte die Zeiträume, für die das Zeug sicher einzulagern ist) ausgeblendet.
Fazit: Stromerzeugung durch Atomkraft ist unwirtschaftlich und verantwortungslos.