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Keine Umbenennung des Mindesthaltbarkeitsdatums: Aigner blockt FDP-Vorstoß

Viele Lebensmittel landen auf dem Müll, obwohl sie noch verzehrt werden könnten - möglicherweise, weil Verbraucher die Angaben zur Haltbarkeit auf der Verpackung missverstehen. Ein FDP-Politiker plädierte für eine eindeutigere Formulierung, doch die CSU-Verbraucherschutzministerin winkt ab.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/ser...792607,00.html
  1. #10

    Kleiner Irrtum

    Zitat von unente Beitrag anzeigen
    Das ist doch Unsinn! Die Überflussmärkte bieten Produkte manchmal kurz vor dem MHD verbilligt an, dürfen sie aber danach nicht mehr verkaufen und auch nicht verschenken - was sie sicher auch nicht wollen, um das Geschäft nicht zu gefährden...
    Natürlich darf ein Supermarkt auch Lebensmittel mit abgelaufenem MHD verkaufen, das ist rechtlich völlig legitim.

    http://www.finanztip.de/recht/wirtsc...cht/bh0906.htm

    Allerdings geht die Haftung vom Hersteller auf den Verkäufer über, darum wird der Verkauf nach MHD meist vermieden.
  2. #11

    ...

    Zitat von fourchette Beitrag anzeigen
    Ich halte es nicht für ratsam, an den Regeln für das Mindesthaltbarkeitsdatum Änderungen vorzunehmen. Ich habe oft genug erlebt, dass Ware auch vor Verfristung schon Schimmel anzeigt.

    Und wenn der Vorschlag dann auch noch von einer Partei kommt, deren Mindesthaltbarkeitsdatum längst abgelaufen ist, der Schimmel ihnen aus den Ohren wächst und dann das ganze zum Himmel stinkt, sollte man ganz vorsichtig sein.
    Der "Best Before"-Vorschlag ist ja nichts anderes als ein Versuch MHD etwas positiver auszudrücken. Käme der Vorschlag von einer anderen Partei, dann wäre sicher kaum etwas daran auszusetzen.

    Da er aber von der FDP kommt ist er schlecht - hätte die FDP 18% (nur so als Beispiel), dann würde es mich kaum wundern wenn der Vorschlag als revolutionär gefeiert würde...
  3. #12

    früher...

    stand da nämlich "höchstens haltbar bis", aber die Lebensmitelbranche fand das MHD viel cooler da es doch eine viel kürzere Zeit suggeriert.

    Und das ist wiederum gut für den Umsatz, aus dem gleichen Grund ist in vielen Broten kein Konservierungsmittel mehr drin, damit es schneller verschimmelt.

    Das ließe sich fast endlos so weiterverfolgen....
  4. #13

    wenn es stinkt oder schimmelt ist es reif für das Klo

    Zitat von Mocs Beitrag anzeigen
    Natürlich darf ein Supermarkt auch Lebensmittel mit abgelaufenem MHD verkaufen, das ist rechtlich völlig legitim...
    Naja, so ein "OLG" ist nicht die höchste Instanz und wenn jemand dann doch eine Lebensmittelvergiftung bekäme, würde der Richter nicht auf sein Urteil verweisen. Ich ignoriere MHD regelmäßig. Erst kürzlich verbrauchte ich im August "abgelaufene" haltbare Schlagsahne - man staunt ja, wie lange Milchprodukte heute "frisch" bleiben.
  5. #14

    Neulich gesehen ...

    In einer Filiale einer Supermarktkette aus der Schweiz in D, bei Molkereiprodukten der Hausmarke, zwei Datumsangaben "Verkaufen bis" und "Verbrauchen bis".

    Was ich mir zusätzlich eher wünschen würde wäre eine genauere Beschreibung der Lagerung, die Temperaturangabe größer gedruckt und eine Angabe wie sich wärmere Lagerung auswirkt und ein Symbol ob trocken oder feucht lagern und ob man das Produkt noch eingefrieren kann. Dass man Toastbrot bei Bedarf direkt aus der Froste in den Toaster stecken kann dürfte jedem klar sein, aber ist die Butter noch gefriertauglich und wie hoch ist der Fettgehalt und damit die Haltbarkeit, all das sind Infos nach denen der Verbraucher vergeblich sucht, selbst wenn er kenntnisreich und kundig ist.
  6. #15

    MHD hilft der Industrie

    Zitat von karsten112 Beitrag anzeigen
    Fr.Aigner und die Industrie wollen doch garnichts anderes als das jetzige MHD.
    In den letzten Jahren sind die Fristen immer kürzer geworden.
    Eine Möglichkeit wäre z.B. das der Handel für verpackte Lebensmittel die er aus dem Laden auf den Müll wirft den vollen Kaufpreis als Strafe abführen muß.
    Die MHD Verarsche wäre Morgen vorrüber...
    Nicht der Handel ist schuld, sondern die Lebensmittelindustrie. Das MHD macht die Produktion planbar. Egal ob der Handel die Ware verkauft oder nicht, die Industrie weiß dank MHD genau, wann die produzierte Ware vom Markt verschwindet. Und je kürzer das Datum, desto höher die Produktion.
    Aber auch der Verbraucher trägt seinen Anteil. Niemand würde sein Auto auf den Müll werfen, weil die Garantie abgelaufen ist.
  7. #16

    111

    Zitat von Mocs Beitrag anzeigen
    Natürlich darf ein Supermarkt auch Lebensmittel mit abgelaufenem MHD verkaufen, das ist rechtlich völlig legitim.
    Das erzählen Sie mal dem Mann vom Ordnungsamt.
  8. #17

    Vorschlag

    Statt dem Aussortieren von Lebensmitteln (z.B. Äpfeln,Kartoffeln und andere LW-Produkte)bereits beim und durch den Bauern weil diese den "ästhetischen" Vorgaben der EU-Bürokratie und des Handels nicht genügen sollten diese als "Naturgewachsen" verkauft werden dürfen.
    Ein Apfel mit leichten optischen Fehlern schmeckt sicher genauso gut...

    Das bisherige MHD sollte ergänzt werden durch eine Daten-Troika: Produziert am / Mindest haltbar bis / Zu verbrauchen bis.
    Dadurch weiß der Kunde, von wann das Produkt ist, wie lange der Hersteller bzw. der Handel für die gleiche Güte des Produktes haftet und wie lange er es maximal aufbewahren kann.

    Aber das alles setzt ein gemeinsames Wollen voraus und da liegt der Hase im Pfeffer: Einzelhandelsverbände, Bauernverband, Großhandel, Einzelhandel, Bauern und Hersteller und, last-not-least, die Politik verfolgen hier ganz eigene Interessen und leider nicht die des Verbrauchers.
  9. #18

    Wahrscheinlichkeitsrechnung

    Zitat von hanspeters Beitrag anzeigen
    Der "Best Before"-Vorschlag ist ja nichts anderes als ein Versuch MHD etwas positiver auszudrücken. Käme der Vorschlag von einer anderen Partei, dann wäre sicher kaum etwas daran auszusetzen.

    Da er aber von der FDP kommt ist er schlecht - hätte die FDP 18% (nur so als Beispiel), dann würde es mich kaum wundern wenn der Vorschlag als revolutionär gefeiert würde...
    Alles, was im Bund von der FDP kam, war schlecht. Warum sollte es denn anders werden? Im Übrigen kommt es nicht nur auf eine "Idee" an. Die Idee müsste dann bitte schön in ein Gesetz formuliert werden, welches auch vor Gerichten standhält. Die FDP Fordert jaulend seit Jahrzehnten ein gerechteres Steuerrecht. Sie hatten bisher weder Sachverstand, Personal und Fleiß, um das tatsächlich nachvollziehbare Anliegen in einen Gesetzesentwurf zu schmieden. Die FDP ist halt eine totale Versagerpartei, deren Mitglieder seit Jahrzehnten dumm daher reden und selbst nichts - aber auch gar nichts - geregelt bekommen. Insofern kann die unselige Tätigkeit der FDP lediglich als Pöstchenjäger- und Versorgungsverband für Looser gewertet werden.
  10. #19

    Man muß Lobbypolitik begreifen

    Zitat von unente Beitrag anzeigen
    Das ist doch Unsinn! Die Überflussmärkte bieten Produkte manchmal kurz vor dem MHD verbilligt an, dürfen sie aber danach nicht mehr verkaufen und auch nicht verschenken - was sie sicher auch nicht wollen, um das Geschäft nicht zu gefährden. Wer Geld bezahlt, will natürlich möglichst frische Produkte dafür und wer im Laden aktiv vergleicht, der findet auch die frischere Milch, obwohl die extra ganz hinten im Regal platziert wurde.
    Da haben sie wohl die Lobbypolitik der Lebensmittelmafia nicht richtig verstanden bzw. deren Propaganda funktioniert bestens!

    http://www.tastethewaste.com/

    Wenn sie sich Verbrauchersendungen zu x-beliebigen Lebensmitteln ansehen würden, dann wüßten sie, das der Handel permanent Überkapazitäten produziert- die Natur kann sehr verschwenderisch sein.
    Da hierdurch aber der Preis verfallen würde, pflügt man lieber unter und behauptet "der Verbraucher will das".

    Ich will es nicht!

    Meine erste Erfahrung mit angebl. verfallenen Lebensmitteln war bei den US-Besatzern vor dem Mauerfall in deren PX´s.
    Da wurden 6-10 kg schwere Truthähne weggeworfen, nicht weil sie schlecht waren, sondern weil die Verpackung nicht ganz in Ordnung war. Und statt den Mitarbeitern die 2Wahl-Ware mit nach Hause zu geben, wurde sie bewußt zerstört, indem man sie auftauen ließ und mit Asche und Glasscherben vermengte. Als Kind fuhr ich an am Wochenende häufig an einem Bauernhof vorbei, da gab es 8-10m hohe Bananenberge während die Kg-Preise für Bananen eine bestimmte Grenze nie unterschritten.

    Nein, Aigner ist Politsklave des global agierenden Lebensmittelsyndikats aus Nestle und Konsorten. Vermutl. lockt nach Ende ihrer Amtszeit (hoffentlich bald) ein gut dotierter Job bei einem Nahrungsmittelkonzern (hoffentlich nicht).

    Ciao
    DerDemokrator

    P.S. Nachdem ein Real-Markt (in einem Berliner Einkaufscenter im Wedding) merkte, das die ärmere Kundschaft zuallererst die Ware mit den "bald zum Verzehr" bestimmten Lebensmitteln stürmte, wurde dieser Bereich "eingedampft". Ganz sicher weil man um das gesundheitliche Wohl der Kundschaft besorgt war ;-)


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