Forum


 

Kein Recht auf Schadensersatz: Kleinaktionäre gehen im Telekom-Prozess leer aus

Die rund 17.000 Kleinaktionäre der Deutschen Telekom AG haben eine Schlappe erlitten: In einem Musterprozess hat das Oberlandesgericht Frankfurt entschieden, dass der Börsenprospekt aus dem Jahr 2000 keine schweren Fehler enthielt - die Anleger können keinen Schadensersatz fordern.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...833468,00.html
  1. #1

    Ach ja??

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die rund 17.000 Kleinaktionäre der Deutschen Telekom AG haben eine Schlappe erlitten: In einem Musterprozess hat das Oberlandesgericht Frankfurt entschieden, dass der Börsenprospekt aus dem Jahr 2000 keine schweren Fehler enthielt - die Anleger können keinen Schadensersatz fordern.

    Kleinaktionäre gehen im Telekom-Prozess leer aus - SPIEGEL ONLINE
    und wie ist das gerade mit dem Facebook Hype Börsengang?? Laufen die Kleinaktionäre nachher auch zum Gericht? Nach dem Motto, konnte ja keiner wissen dass da nur heisse Luft gehandelt wird (Vorsicht, Klimaerwärmung..;-)
  2. #2

    Schön dumm

    Was soll man da sagen? Wer so naiv war zu glauben mit der T Aktie könne man nur Geld verdienen hat es auch nicht anders verdient. Damals haben plötzlich alle die keinen Schimmer vom Telekommunikationsmarkt hatten Aktien der Telekom gekauft.
    Das selbe gilt heute für die Facebook Aktie. Das Ding wird völlig und hoffnungslos überbewertet. Wer da kauft braucht später nicht zu jammern.
  3. #3

    Neuemissionen gehypter Aktien, Kleinanleger und Boersenprofis

    Der Unterschied der Betrachtungsweise von Kleinanlegern und dem Profitrader bei Neuemissionen:

    Waehrend dem der Kleinanleger glaubt, er koenne Gewinne damit machen und haelt den Erwerb ueber Jahre hinweg, geht der Boersenprofi hin, kauft die Neuemission, wenn er sie fuer gewinntraechtig haelt, haelt sie wenige Tage bis gelegentlich auch mehrere Wochen und verkauft sie dann nahe dem Hoechststand, wenn er feststellt, dass der Hoechstkurs wieder zu sinken anfaengt. Damit schnappt er den groessten Teil des Gewinnes der Neuemission und verwandelt den Buchgewinn in cash auf seinem Depotkonto.

    Wer kann etwas dafuer, wenn Anleger dafuer zu ungeschickt sind ? Die Emittenten ? Meist nicht.
  4. #4

    ............

    Spon - warum betonen sie Kleinanleger so, wie gehen denn die Großanleger aus???
  5. #5

    T-Aktie und Facebook-Aktie

    Hehe, und die Geschichte wiederholt sich doch!

    Da bin ich mit den Vorrednern einer Meinung:
    Wer völlig überbewertete Aktien kauft, der riskiert den Kursabsturz. Gestern die T-Aktie, morgen die Facebook-Aktie. Und die gierigen Spekulanten sehen nicht ein, dass ihre blinde Gier auch mal mit Verlust statt Gewinn enden kann, wenn sie am Ende nämlich keinen Dummen mehr finden, der ihnen noch mehr Geld für die Aktie bezahlt als sie selbst mal bezahlt haben.

    Aber die Dummen sterben wohl genau so wenig aus wie die Gierigen. Daher wird es immer wieder die Fälle geben, dass völlig überteuerte Aktien am Markt platziert werden - und zum überteuerten Preis sogar massenhaft Käufer finden. Hype, Hype, Hype. Gier ist in unserer Gesellschaft nicht verboten.
  6. #6

    Bingo!

    Zitat von Gerdtrader50 Beitrag anzeigen
    Der Unterschied der Betrachtungsweise von Kleinanlegern und dem Profitrader bei Neuemissionen:

    Waehrend dem der Kleinanleger glaubt, er koenne Gewinne damit machen und haelt den Erwerb ueber Jahre hinweg, geht der Boersenprofi hin, kauft die Neuemission, wenn er sie fuer gewinntraechtig haelt, haelt sie wenige Tage bis gelegentlich auch mehrere Wochen und verkauft sie dann nahe dem Hoechststand, wenn er feststellt, dass der Hoechstkurs wieder zu sinken anfaengt. Damit schnappt er den groessten Teil des Gewinnes der Neuemission und verwandelt den Buchgewinn in cash auf seinem Depotkonto.

    Wer kann etwas dafuer, wenn Anleger dafuer zu ungeschickt sind ? Die Emittenten ? Meist nicht.
    Schließlich gibt es ja genug Kleinanleger ohne jegliche Ahnung von Börsengeschäften, die blöd genug sind, den Profis die Aktien zu Höchstpreisen abzukaufen. Auf Entschädigung klagen, wenn die Finanzgeschäfte in die Hosen gehen - das wäre ja noch schöner. Haben wir auch hier schon amerikanische Verhältnisse? Dann müssten künftig Warnhinweise vor Verlusten in den Börsenprospekten abgedruckt werden..
  7. #7

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Anleger können keinen Schadensersatz fordern.
    Kleinaktionäre gehen im Telekom-Prozess leer aus - SPIEGEL ONLINE
    Das Übliche: Zuerst zocken und wenn es schief geht, der Ruf nach Staat oder der Gang zu den Gerichten. Schuld ist m.E. der umfangreiche Verbraucherschutz, der den Verbraucher letztlich unmündig macht. Ich hoffe, der BGH urteilt nicht anders.
  8. #8

    Zitat von eisbaerchen Beitrag anzeigen
    und wie ist das gerade mit dem Facebook Hype Börsengang?? Laufen die Kleinaktionäre nachher auch zum Gericht? Nach dem Motto, konnte ja keiner wissen dass da nur heisse Luft gehandelt wird (Vorsicht, Klimaerwärmung..;-)
    Was an heißer Luft in einem Unternehmen steckt. ist nicht selten dem (vorläufigen) Börsenprospekt zu entnehmen, einem Werk in Schwarzweiß mit viel Text und Zahlen. Nur schauen da die Kleinanleger meist nicht rein und meinen, der Börsenprospekt sei die Hochglanzbroschüre mit der das Unternehmens den Verkauf seiner Aktien bewirbt. Klar, dass sich die Kleinanleger nicht durch die Zahlenwerke durcharbeiten. Ihre Bankberater sollten es allerdings. Aber was von deren Expertise inzwischen zu halten ist, dass weiß man ja. Da ist der Kleinanleger allein gelassen mit sich und den Provisionsaussichten seines Beraters.
  9. #9

    Wertpapiere

    Beschissen wurden die Kleinen Postbedintesten. Ihnen wurde der Erwerb der Wertpapiere vom Arbeitgeber besonders empfohlen.
    Viel Kollegen haben, um die Papiere sich leisten zu können , sogar ihren Dispokredit verbraten.
    Aber wann ist auch jemals etwas Gutes von Oben gekommen?
    Die Zusteller beim PA73, wurden von ihrem Amtmann Knüppel, gegenüber der Zeitschrift Stern, sogar als zu 99% Dumm diffamiert.

    Provitiert haben nur solche Leute wie Zumwinkel!
    Erinnerungen an Kollege Otto und Albert Vietor ( Neue Heimat) werden wach. Letzterer wurde sogar mit dem Verdienstkreuz der Bundesrepublik ausgezeichnet.
    Verdienstkreuz: Wenn ich bedenke , wer alles einen hat angenommen ,dann bin ich froh , dass ich keinen abbekommen!








TOP



TOP