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Kehrseite eines Traumberufs: Wilder Westen Werbebranche

Mit dem Image der anderen kennen Werbeagenturen sich aus, ihr eigenes schert sie wenig - die Bewerber stehen doch Schlange. Bald lernen viele Berufsstarter die dunkleren Schattierungen der funkelnden Reklamewelt kennen: Ackern bis zum Anschlag, miese Bezahlung, fiese Verträge.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...761788,00.html
  1. #30

    !

    [QUOTE=tempestas;7816404]Also auf ihrem Link stehen durchschnittliche BRUTTO Löhne./QUOTE]

    Stimmt! Mein Fehler.
  2. #31

    -

    Zitat von spassamarbeiten Beitrag anzeigen
    meine ausbildung war erstklassig. studium in ny, volontariat bei diversen modezeitschriften milano und ny, zusammenarbeit mit absoluten top-fotografen, kam ich des ersten hypes um berlin wegen in dieses moloch von......
    in zwei drei kleinen punktenhaben Sie Recht - insbesondere das Geduze ( gibts hier nicht, alle per Sie( und Zwangsbespaßung ( ebenfalls nciht - ARBEITEN).

    Wenn ich Ihren Artikel aber Zwischzenzeilenlese kann ich mir gut vorstellen, daß die Zusammenarbeit schwierig war.
    Pauschglae BAlhzenung des Werbens in DTL. Rumreiten auf dem "new York" Trip. Erstklassiges Studiium, Topfotografen blablabla...das lässt man unbewusst raushängen und will den Berlinern dann die Coolness erklären... das wird schwierig.
  3. #32

    -

    Zitat von wordpole Beitrag anzeigen
    Meine Erfahrung als Text-Praktikant in der Werbebranche: gut einen Monat nachdem ich mein Text Praktikum in einer renommierten Münchner Agentur (ist schon 9 Jahre her) begonnen hatte, wurde ein anderer Junior Texter entlassen, dessen Job ich dann mitmachen durfte. Einmal bekam ich ein Angebot für eine Kampagne zu sehen, in dem meine Arbeit für 95 Euro/ Stunde angeboten wurde. Mein Praktikumsgehalt: 400 Euro im Monat. Noch Fragen?
    Nun, das ist auhc imer so ein Punkt. Eine Agentur kostet ein bisschen mehr, als Ihr Lohn.

    Anschaffungen für die Geräte, Mieten, Strom, Internet, Druckproofs, Vorleistungen, Forderungsausfälle usw usw. Das muss alles rein, ferner kosten Sie nciht einfach 400€ - da kommen noch Sozialabgaben oben drauf. In Ihrem Fall pauschalisierte 30%. Das heisst, Sie kosten den AG 520€.
    Überschauber.
    Zahlen wir dem AN aber nun ein fiktives Gehalt von 3000 Brutto, kostet mich dieser ca 4200 - bei Ihnen kommen aber nur 1800 an.
  4. #33

    Das ist mir schon klar...

    Zitat von Mulharste Beitrag anzeigen
    Nun, das ist auhc imer so ein Punkt. Eine Agentur kostet ein bisschen mehr, als Ihr Lohn.

    Anschaffungen für die Geräte, Mieten, Strom, Internet, Druckproofs, Vorleistungen, Forderungsausfälle usw usw. Das muss .....
    ...bleibt aber dennoch eine beachtliche Gewinnspanne. Und das Gehalt eines Junior-Texters weniger...
  5. #34

    ...

    Zitat von president Beitrag anzeigen
    Das sage ich schon seit Jahren. Ich arbeite seit 18 Jahren im Filmgeschäft. In meinen jungen Jahren habe ich genau den gleichen Fehler gemacht: viel arbeiten, 24/7 für wenig Geld. Der Job ist natürlich super-interessant und mega-abwechselnd - wenn man Single ist oder keine Kinder hat - und man nimmt deshalb.....
    Ha, schön, endlich mal einer, der sich auskennt. Kann alles von Ihnen gesagt nur unterstützen.
  6. #35

    Faire Gehälter

    Da Herr Lill mich in seinem Artikel kurz zitiert und auch unsere Verbandsstudie als Grundlage nimmt, melde ich mich hier auch mal zu Wort. Besonders dankbar bin ich für den Link eines Forumsteilnehmers auf die Statistik mit den Bruttolöhnen (nicht Nettolöhne!). Ich habe die Zahlen in eine Exceltabelle kopiert und den Durchschnitt berechnet (kann jeder selbst machen, dauert ca. 1. Minute). Der beträgt über alle hier angegebenen 50 Berufe 2228 Euro Brutto im Monat. In der GWA Umfrage geben die Verbandsagenturen ein durchschnittliches Juniorgehalt von 2228 Euro (konnte ich zuerst auch nicht glauben, ist aber so: unter http://www.gwa.de/themen-wissen/gwa-...e-nach-jahren/ die Datei "GWA_Monitor_2010_2.pdf (765.9 kb)" herunterladen und auf Seite 39 nachprüfen). Darf ich fragen, warum ein Einstiegsgehalt, das dem Gehalt der Top 50 Berufe im Bundesdurchschnitt entspricht unfair sein soll und was das mit dem "Wilden Westen" zu tan hat?
    Viele Grüße
    Mirco Hecker
    Gesamtverband Kommunikationsagenturen GWA
  7. #36

    -

    Zitat von wordpole Beitrag anzeigen
    ...bleibt aber dennoch eine beachtliche Gewinnspanne. Und das Gehalt eines Junior-Texters weniger...
    Nein, da gibts kaum Gewinnspannen - glauben Sie mir, die Kosten fallen an.
  8. #37

    Ach Mulharste,

    jammer doch nicht. Du erzählst doch sonst hier immer allen – ungefragt – was für ein toller Hecht Du bist. Dann beweis Dich doch mal, beiß Deine Hechtzähne zusammen und mach eine gute Miene zu diesem Spiel! Du gehörst doch dazu, Du wolltest es doch nicht anders.

    Zitat von Mulharste Beitrag anzeigen
    Der Artikel vergisst etwas:
    Was sollen wir Werber machen?
    Die Leute haben kein Geld merh für Werbunbg ( außer die wenigen ganz großen) - die MEnschen möchten nur billig, billig. billig. Wir als mittlere Agentur haben teilweise Konkurrenten, die für 75€ Logos erstellen - für 150€ Webseiten bauen (nat mit dem entsprechenden Ergebnis)- der Kunde kaufts, Hauptsache billig. Viele der Kunden verstehen Werbung nicht, sehen den gigantischen Aufwand nicht und haben schlicht keine Ahnung, was irgendwann in Misstrauen umschlägt. Da werden für den Fahrzeugmonteur 120 € die Stunde anstandlos bezahtl, für die Entwicklung eines CD, welches gern mal 3 Montate in Anspruch nimmt, sind dann aber 300 € geplant -wohlgemerkt mit 4-5 Änderungen und Anpsassungen. Man möge doch auch bitte SOnntags arbeiten. Wovon sollen "wir" denn dann Spitzenlöhne zahlen? ( Von der Sit. hier im Osten red ich gar nicht erst).

    Ferner kann mir niemand erzählen, dass Serviceplan 2000€ für Trainees raushaut und Berufs"anfänger" nach vier Jahren 50k mitnehmen. Das verdient nur die absolute Topelite, der NormalAN auf keinen Fall.

    Werbung kostet Geld - viel Geld. Wir sagen immer:
    Wenn du für deinen Buesinessplan 2000€ bezahlt hast, und für deinen Internetauftritt auch, kannst du mal gepfelgt 40.000 für Werbung ausgeben. Der Businessplan ist der Start - ein Logo und einen Claim hast du dein ganzes Leben. Das sehen viele nicht.
  9. #38

    Protektionismus

    Zitat von Mulharste Beitrag anzeigen
    Sen sationell - APPLAUS. Ja, so ist es...SO IST es.....!!!
    Ich passe zwar nicht rein, aber exakt das ist "unsere" Fremdwahrnehmung.
    (...)
    APPLE Verbot in der gesamten Agentur ( ja, da binich eisern)
    Damit disqualifizieren Sie sich ja nun völlig. Ich habe selbst in der Werbebranche gearbeitet (jetzt arbeite ich in der IT-Branche) und wenn Sie "aus Prinzip" Apple VERBIETEN dann kann Ihr Unternehmen ja nur "schund" sein.

    Ich persönlich bin absolut kein Apple-Nutzer und mag Apple weder politisch noch technisch sonderlich.
    Aber grundsätzlich sollte man die Mitarbeiter entscheiden lassen, womit sie besser arbeiten können und möchten und das war bisher auch in jeder Agentur/Firma in der ich tätig war der Fall!

    Zumal es gerade dort im Grafik-/Kreativbereich auch kaum Probleme gibt mit dem Zusammenspiel von Mac- u. Windowsmaschinen. (Wobei ich heutzutage auch viele Programmierer kenne die Macs nutzen).

    Letztenendes brauchen Sie zumindest einen Apple-Browser (Safari) um Browserkompatibilität zu checken und ggfs. ein iPhone um zumindest die mobile Ansicht eines Webprojekts zu testen.

    Wie gesagt mit Ihrer Aussage "aus Prinzip" Apple zu "verbieten" zeigen Sie nur was für ein intoleranter, verboter Querkopf Sie sind - und genau soetwas kann man in der Werbebranche definitiv nicht gebrauchen - weil das sehr sehr viel über Ihre Einstellung und Arbeitsweise aussagt!

    Man stelle sich nur mal vor Sie müssten oder nein DÜRFTEN für Firma Mini oder Apple eine Werbekampagne ausarbeiten - das wäre Ihnen ja gar nicht möglich weil Sie "aus Prinzip" etwas dagegen haben...

    Wobei ich ohnehin darin zweifle, dass Sie solch hochkarätige Aufträge überhaupt erhalten [würden] ;-)
  10. #39

    Gegenthese

    Zitat von Langles Beitrag anzeigen
    Kann Ver.di überhaupt mit kreativen Berufen umgehen? Ist es für die Damen und Herren dort vorstellbar, dass Menschen Erfüllung in diesem ihrem kreativen Beruf suchen und erleben, und dass es sie daher wenig schert, ob sonst wer weniger arbeitet, mehr verdient oder in der Illusion lebt, auch in 30 Jahren noch dieselbe Tätigkeit auszuüben?
    Vielleicht können auch die hippen Werbetexter nicht mit dem Konzept Gewerkschaft umgehen. Schließlich funktioniert Lohndumping immer nur solange, wie sich genügend Dumme finden, die sich mit leeren Versprechungen gegeneinander ausspielen lassen. Täten diese sich alle zusammen, dann könnten sie faire Entlohnung einfordern.

    Im Übrigen ist Spass an der Arbeit ein Glücksfall für den Arbeitenden, aber in keinem Fall eine Leistung des Arbeitgebers gegenüber dem Arbeitnehmer und entbindet daher ersteren nicht davon, die für ihn verrichtete Arbeit in ihrem vollen Umfang zu entlohnen. Und das Verschwimmen von Arbeit und Freizeit führt in den allermeisten Fällen zu einem Verschwinden der Freizeit sodass aus Work-Life-Balance eine Work-Work-Balance wird. Damit auch noch geringe Löhne zu rechtfertigen ist so abgrundtief zynisch, dass man fast schon wieder Respekt vor dieser kreativen Argumentationsidee haben muss.








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