[QUOTE=tempestas;7816404]Also auf ihrem Link stehen durchschnittliche BRUTTO Löhne./QUOTE]
Stimmt! Mein Fehler.
Mit dem Image der anderen kennen Werbeagenturen sich aus, ihr eigenes schert sie wenig - die Bewerber stehen doch Schlange. Bald lernen viele Berufsstarter die dunkleren Schattierungen der funkelnden Reklamewelt kennen: Ackern bis zum Anschlag, miese Bezahlung, fiese Verträge.
http://www.spiegel.de/karriere/beruf...761788,00.html
[QUOTE=tempestas;7816404]Also auf ihrem Link stehen durchschnittliche BRUTTO Löhne./QUOTE]
Stimmt! Mein Fehler.
in zwei drei kleinen punktenhaben Sie Recht - insbesondere das Geduze ( gibts hier nicht, alle per Sie( und Zwangsbespaßung ( ebenfalls nciht - ARBEITEN).
Wenn ich Ihren Artikel aber Zwischzenzeilenlese kann ich mir gut vorstellen, daß die Zusammenarbeit schwierig war.
Pauschglae BAlhzenung des Werbens in DTL. Rumreiten auf dem "new York" Trip. Erstklassiges Studiium, Topfotografen blablabla...das lässt man unbewusst raushängen und will den Berlinern dann die Coolness erklären... das wird schwierig.
Nun, das ist auhc imer so ein Punkt. Eine Agentur kostet ein bisschen mehr, als Ihr Lohn.
Anschaffungen für die Geräte, Mieten, Strom, Internet, Druckproofs, Vorleistungen, Forderungsausfälle usw usw. Das muss alles rein, ferner kosten Sie nciht einfach 400€ - da kommen noch Sozialabgaben oben drauf. In Ihrem Fall pauschalisierte 30%. Das heisst, Sie kosten den AG 520€.
Überschauber.
Zahlen wir dem AN aber nun ein fiktives Gehalt von 3000 Brutto, kostet mich dieser ca 4200 - bei Ihnen kommen aber nur 1800 an.
Da Herr Lill mich in seinem Artikel kurz zitiert und auch unsere Verbandsstudie als Grundlage nimmt, melde ich mich hier auch mal zu Wort. Besonders dankbar bin ich für den Link eines Forumsteilnehmers auf die Statistik mit den Bruttolöhnen (nicht Nettolöhne!). Ich habe die Zahlen in eine Exceltabelle kopiert und den Durchschnitt berechnet (kann jeder selbst machen, dauert ca. 1. Minute). Der beträgt über alle hier angegebenen 50 Berufe 2228 Euro Brutto im Monat. In der GWA Umfrage geben die Verbandsagenturen ein durchschnittliches Juniorgehalt von 2228 Euro (konnte ich zuerst auch nicht glauben, ist aber so: unter http://www.gwa.de/themen-wissen/gwa-...e-nach-jahren/ die Datei "GWA_Monitor_2010_2.pdf (765.9 kb)" herunterladen und auf Seite 39 nachprüfen). Darf ich fragen, warum ein Einstiegsgehalt, das dem Gehalt der Top 50 Berufe im Bundesdurchschnitt entspricht unfair sein soll und was das mit dem "Wilden Westen" zu tan hat?
Viele Grüße
Mirco Hecker
Gesamtverband Kommunikationsagenturen GWA
Damit disqualifizieren Sie sich ja nun völlig. Ich habe selbst in der Werbebranche gearbeitet (jetzt arbeite ich in der IT-Branche) und wenn Sie "aus Prinzip" Apple VERBIETEN dann kann Ihr Unternehmen ja nur "schund" sein.
Ich persönlich bin absolut kein Apple-Nutzer und mag Apple weder politisch noch technisch sonderlich.
Aber grundsätzlich sollte man die Mitarbeiter entscheiden lassen, womit sie besser arbeiten können und möchten und das war bisher auch in jeder Agentur/Firma in der ich tätig war der Fall!
Zumal es gerade dort im Grafik-/Kreativbereich auch kaum Probleme gibt mit dem Zusammenspiel von Mac- u. Windowsmaschinen. (Wobei ich heutzutage auch viele Programmierer kenne die Macs nutzen).
Letztenendes brauchen Sie zumindest einen Apple-Browser (Safari) um Browserkompatibilität zu checken und ggfs. ein iPhone um zumindest die mobile Ansicht eines Webprojekts zu testen.
Wie gesagt mit Ihrer Aussage "aus Prinzip" Apple zu "verbieten" zeigen Sie nur was für ein intoleranter, verboter Querkopf Sie sind - und genau soetwas kann man in der Werbebranche definitiv nicht gebrauchen - weil das sehr sehr viel über Ihre Einstellung und Arbeitsweise aussagt!
Man stelle sich nur mal vor Sie müssten oder nein DÜRFTEN für Firma Mini oder Apple eine Werbekampagne ausarbeiten - das wäre Ihnen ja gar nicht möglich weil Sie "aus Prinzip" etwas dagegen haben...
Wobei ich ohnehin darin zweifle, dass Sie solch hochkarätige Aufträge überhaupt erhalten [würden] ;-)
Vielleicht können auch die hippen Werbetexter nicht mit dem Konzept Gewerkschaft umgehen. Schließlich funktioniert Lohndumping immer nur solange, wie sich genügend Dumme finden, die sich mit leeren Versprechungen gegeneinander ausspielen lassen. Täten diese sich alle zusammen, dann könnten sie faire Entlohnung einfordern.
Im Übrigen ist Spass an der Arbeit ein Glücksfall für den Arbeitenden, aber in keinem Fall eine Leistung des Arbeitgebers gegenüber dem Arbeitnehmer und entbindet daher ersteren nicht davon, die für ihn verrichtete Arbeit in ihrem vollen Umfang zu entlohnen. Und das Verschwimmen von Arbeit und Freizeit führt in den allermeisten Fällen zu einem Verschwinden der Freizeit sodass aus Work-Life-Balance eine Work-Work-Balance wird. Damit auch noch geringe Löhne zu rechtfertigen ist so abgrundtief zynisch, dass man fast schon wieder Respekt vor dieser kreativen Argumentationsidee haben muss.