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Kauf von Steuerhinterzieher-CD: Schweiz ermittelt gegen deutsche Steuerfahnder
REUTERS2,5 Millionen Euro für Details zu 1100 mutmaßlicher Steuerhinterziehern: Wegen dieses Datenkaufs ermitteln Schweizer Behörden nun gegen drei Steuerfahnder aus Nordrhein-Westfalen. Sie werfen den Fahndern Beihilfe zur "Wirtschaftsspionage" vor.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...824943,00.html
- #270 31.03.2012 17:40 von
Einmischung der BRD ?
Gewinne jeglicher Art müssen zumindest "Grundversteuert " werden,
in dem Staat, in dem diese generiert wurden.
Denn dort wurde u.A die Infrastruktur genutzt. Ebenfalls zur Unternehmensgründung staatliche Unterstützung geleistet.
Oder aber bei Krisen eben Kurzarbeit durch die BA finanziert.
Ebenso subventionierte Arbeitsplätze alà Aufstockerlöhne.
Es ist und MUSS völlig legitim sein, das solche Gewinne im
Herkunftsland nach deren Gesetzen versteuert werden.
Was danach als Anlagenrendite in einem ANDEREN Staat erwirtschftet
wird, soll eben dort zu den dortigen Steuergesetzen versteuert werden.
Das gleich sollte für Aktienrenditen gelten...versteuert im
" Ursprungsland " der Renditen. - #271 31.03.2012 17:41 von
.........
Für Schweizer Verhältnisse schon.
Es ist einfach ein völlig anderes Verständnis zwischen
Bürger und Staat in einer Direktdemokratie.
In Deutschland gilt der Bürger quasi als Eigentum des Staates.
Das obrigkeitsstaatliche Verhalten ist dort immer noch
recht stark verankert. Das sieht man z.B. an Beschlüssen
der Politik, die beim deutschen Bürger murrend durchgehen,
aber z.b. bei Franzosen schwerste Krawalle auf den Strassen
auslösen würde. Das ganze System ist eher staatsfürsorglich, statt eigenverantwortlich ausgelegt.
Hängt aber sicherlich auch von Mentalität und Geschichte ab. - #272 31.03.2012 17:42 von
- #273 31.03.2012 17:43 von
und immer auf die gute Schweiz
Und dann fragen wir uns bitte, warum wir nicht -wie die DDR auch- einfach eine Mauer um die Schweiz bauen. Eine Tür, Zugang von Frankreich aus, und gut ist es. Nein, es hat schon seinen Sinn, dass die Staaten in Konkurrenz stehen. Auch wenn die Schweiz nicht immer korrekt und anständig war, es war aber immer gut, dass es sie gab.
Und was hindert Staaten, die Beziehungen zur Schweiz abzubrechen? Die eigene Gier, die Angst, dass man selbst als das darsteht was man ist: Geld-gieriege, organisierte kriminelle Organisationen. - #274 31.03.2012 17:45 von
- #275 31.03.2012 17:49 von
Was ?
Was? Hier mal einige Steuerapressarten in Deutschland.
Abgeltungssteuer
Alterseinkünftegesetz
Baulandsteuer
Beförderungssteuer
Biersteuer
Börsenumsatzsteuer
Branntweinsteuer
Einkommensteuer
Erbschaftsteuer
Ergänzungsabgabe
Essigsäuresteuer
Feuerschutzsteuer
Gesellschaftsteuer
Getränkesteuer
Gewerbesteuer
Grunderwerbsteuer
Grundsteuer
Hundesteuer
Hypothekengewinnabgabe
Investitionssteuer
Jagd- und Fischereisteuer
Kaffeesteuer
Kapitalertragsteuer
KFZ-Steuer
Kinosteuer
Kirchensteuer
Körperschaftsteuer
Konjunkturzuschlag
Leuchtmittelsteuer
Lohnsteuer
Lustbarkeitssteuer
Mineralölsteuer
Notopfer Berlin
Ökosteuer - Stromsteuer
Rennwettsteuer
Riesterrente
Salzsteuer
Schankerlaubnissteuer
Schaumweinsteuer
Schenkungsteuer
Sexsteuer
Solidaritätszuschlag
Speiseeissteuer
Spielbankabgabe
Spielkartensteuer
Stabilitätszuschlag
Steuerberatung
Strafbefreiungserklärungsg.
Süßstoffsteuer
Tabaksteuer
Tanzsteuer
Teesteuer
Tonnagesteuer
Umsatzsteuer
Vermögensabgabe
Vermögensteuer
Verpackungssteuer
Versicherungssteuer
Wechselsteuer
Wertpapiersteuer
Zuckersteuer
Zündwarensteuer
Zweitwohnungssteuer
Und jetzt? bla Bla - #276 31.03.2012 17:50 von
Bornierter Blindflug
In Deutschland macht man sich immer gern und oft über die "weltfremden" US-Amerikaner lustig. Leute, die selbst beim Nachbarn Mexiko nur an grosse Hüte, Drogendealer und Siesta denken - und die Deutschen?
Sind keinen Deut besser! Irgendwie scheint sich hier im Forum die "Tatsache" manifestiert zu haben, die Schweizer Wirtschaft bestehe zu 90% aus fiesen Bankinstituten, die arme kleine Ausländer zum Steuerbetrug verführen, dann noch 10% Käsereien und Schokoladenfabriken. Was gibts noch? Ah, Heidi und Uhren und langsamer und weniger als die Deutschen arbeiten sie dort selbstredend auch... Im englischen gibts dafür den schönen Begriff "Truthiness" - die "gefühlte" auf einviertel-Wissen und Klischees basierende, politisch gefärbte "Wahrheit"
Um mal näher an die realen Verhältnisse zu kommen: Der Schweizer Finanzsektor (also von der Regiosparkasse bis zum Treuhänder) erbringt knapp 11% des BIP und gerade mal 5.5% aller Arbeitnehmer sind dort angestellt.
Von ABB, Nestlé, Novartis und Co. scheint man nördlich des Rheins eh nichts gehört zu haben, bzw. geht davon aus, es wären wohl sowieso deutsche Firmen...
Die Idee, die Schweiz habe sich kollektiv drauf ausgelegt der "Finanz-Hütchenspieler" der Welt zu sein, ist also schlicht lächerlich, und wohl eher ein plakatives Bild für politische Stimmungsmache.
Dass die goldene Zeit vorbei, weiss man auch bei CH-Banken und ihren Lobbyisten in Bern. Dass man sich dagegen mit Händen und Füssen wehrt, ist wohl auch aus deren Perspektive logisch. Vorbereitungen für den Zeitenwandel hat man eh getroffen: Das international Banking HQ der Credit Suisse steht z.B. in Singapur. Einem Land, dessen Bankgeheimnis in den letzten Jahren massiv verschärft wurde, während der Finanzsektor dort von weitgehender Deregulierung profitiert. Aber Singapur scheint man in der deutschen Politik und den Medien wohl nicht auf dem "Empörungsradar" zu haben.
Abgesehen davon: wie war das denn mit den deutschen Autobauern und den EU-Umweltregularien, hmm? Da wurde gedroht und lobbyiert, dass sich die Balken biegen. Immerhin ist es ja eine Bürgerrecht Autos mit 3.5+ Litern Hubraum zu fahren und solche der Welt zu verkaufen - auch wenn sie ressourcenfressende Dreckschleudern sind!
Ergo, jedes Land betreibt Standortschutz mit harten Bandagen. Die deutschen Steuerfahndern taten aus ihrer Sicht das richtige, die Schweizer Behörden wenden dafür jetzt ihr geltendes Gesetz an.
Beide Länder werden sich am Ende einigen, auch wenn sich jetzt einige Politiker mit dem Thema zu profilieren versuchen.
Vielleicht begreift man auch in Deutschland am Ende, dass man gegenüber Nachbarn mit der "Gauleiter-Attitüde" einiger Politiker nichts konstruktives erreicht. - #277 31.03.2012 17:50 von
kriminelle Methoden des Staates
Dass Deutschland kein Muster-Rechtsstaat ist, wissen wir spätestens seit der Spiegel-Affäre. Auch die Tatsache, dass die Gespräche der inhaftierten Terroristen mit ihren Anwälten abgehört wurden, ist bekannt und zeigt die Rechtsstaatlichkeit dieses Staates und seiner Diener.
Jetzt muss die Schweiz nur noch ein paar Leute aus dem Dunstkreis dieser Finanzbeamten im Ausland festsetzen lassen, und schon besteht die Möglichkeit den Aufenthaltsort der Verräter (Verkäufer der Bankdaten-CD´s) in Erfahrung zu bringen.
Eine gewisse Schadenfreude kann ich nicht unterdrücken. Auch hinsichtlich der Nachricht, dass der Ex-Bundespräsident Wulff nicht nur den Ehrensold bekommt, sondern auch 3 Büros und Fahrzeug mit Fahrer. Das Bundespräsidialamt gehört auch zu den Leuten, die die Schweiz auf die Fahndungsliste setzen solle. - #278 31.03.2012 17:51 von
- #279 31.03.2012 17:58 von
....
Ehrlicherweise muss man auch sagen, das Deutschland
es nicht anders macht. Deutschland ist Aufrund
seiner Geschichte jedoch gezwungen,
manche Interessen nicht direkt, sondern etwas
korsettierter, also etwas netter und verklausulierter
darzustellen.
Kenne doch unsere alten deutschen Tricks, sich selbst
als Strahlemann hinzustellen und dann mit dem Finger auf
andere zu zeigen:-)
Die endlosen Summen für Rettungsschirme und kommenden
ESM sind selbstverschuldete Dummheit und Ratlosigkeit,
und haben nichts mehr mit Solidarität zu tuen.
Einem solchen Bankroteursystem anzugehören,
muss nun wirklich nicht sein.
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