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Katastrophe Jobverlust: Burnout nach Kündigung

Der Verlust des Jobs ist für Menschen, die ihren Selbstwert aus der Arbeit beziehen, eine Katastrophe. Manche zerbrechen daran. Porträt einer ausgebrannten Arbeitslosen

http://www.spiegel.de/spiegelwissen/...763507,00.html
  1. #10

    ohne

    Eine Frau, die bei aller Belastung noch die Schlüpfer bügelt, bedarf dringend der Behandlung. Das meine ich ernst.
  2. #11

    ... Unverständis ...

    Ich kenne genug, die sich für ihre Arbeit aufopfern und wirklich denken, man würde es ihnen irgendwann später danken. Nein, dann werden sie weg rationalisiert wie jeder andere auch. Und dann kommt die große Lebenskrise, da man sein ganzes Leben diesem Job geopfert hat. Selbstwertgefühl kann man sich auch durch ein anspruchsvolles Hobby (etwas das dich fordert, beschäftigt und Spaß macht) holen, auch durch einen Bekanntenkreis, der mir als aus Arbeitskollegen besteht. Dann ist man nicht so abhängig und man ist auch weniger von der Arbeit gestresst, was sich wieder positiv auf ihre Arbeit auswirkt.

    Ich weiß, es ist verpönt zu sagen, dass Arbeit nur zum Broterwerb da ist. Ist sie aber. Das bedeutet nicht, dass man die Arbeit schlecht macht oder sich nicht engagiert. Das wird einem leider vorgeworfen, wenn man so denkt.
    Für mich ist Arbeit nicht Obsession. Nein für mich ist Arbeit, eine feste Struktur im Alltag zu haben, aber auch um meine Freizeit zu bezahlen. Indem ich gute Arbeit mache, kann ich mir Städtereisen, Sportlehrgänge etc. leisten. Darum arbeite ich gerne.

    Leider steigern sich selbst in meinen Bekanntenkreis gerade Akademiker in ihren Beruf. Angefangen beim Studium wird sich immer an anderen orientiert und die Messlatte stets nach oben geschoben. Warum kann man denn nicht einfach, kleine Brötchen backen und sich realistische Ziele setzen, die man mit viel Ehrgeiz für sich (!) in Angriff nimmt? Nicht, weil irgendjm. meint, man erwartet es von ihm?

    Nach der Arbeit nimmt man abends noch Fortbildungsmaßnahmen auf sich (so wie der Kollege es auch tut) - man könnte ja im Konkurrenzkampf die kürzeren Ellbogen besitzen ... wir sind doch ständig fremdbestimmt. Das ist genau der Punkt, wenn man sein Selbstwertgefühl nur noch aus der Bewertung aus dem beruflichen Umfeld stärkt.

    Wer so lebt, da habe ich dann auch kein Mitleid, wenn er irgendwann unter die Räder kommt. Sind doch alles kluge Leute, wenn man sie so im Beruf hört, aber eine bewusste Haltung zu seinen eigener Person dazu ist man nicht fähig.

    Für viele ist dann der Burnout die letzte Warnung, dass man irgendwas falsch macht. Erst wenn die Gesundheit leidet (vor allem die Psyche), dann wachen die meisten auf.
  3. #12

    Rechtzeitig Konsequenzen ziehen

    Dieser Fall führt eindeutig vor Augen, wwarum es wichtig ist, eine gesunde Distanz zum Arbeitgeber zu halten.
    Es mag sein, dass man von Kollegen geschätzt wird und viel Selbstwertgefühl aus seiner Arbeit zieht. Trotzdem muss man für sich immer klar Trennen: Was ist mein Interesse? Was ist Interesse des Arbeitgebers?
    Natürlich versuchen viele Unternehmen, diese Trennung zu unterlaufen. Eine Identifikation der Arbeitnehmer mit dem Unternehmen stärkt dessen Verhandlungsposition. Allerdings ist durch die Änderung der Sozial- und Arbeitsgesetzgebung der letzten Jahre die Verhandlungsposition der Arbeitnehmer zusätzlich (und ich meine auch vorsätzlich) verschlechtert worden.
    Daraus resultieren dann Verhaltensweisen von Unternehmen, die mit den Begriffen "verantwortungsvoll" und "sozial" nicht in Zusammenhang zu bringen sind. Letzlich schadet solches Verhalten aber allen.
    Die Bindung zu den Unternehmen wird in Zeiten des Personalmangels am Markt eine entscheidende Rolle spielen. Ich bezweifle, dass ein deutscher Dienstleister seinen Bedarf komplett mit osteuropäischem Personal sinnvoll decken kann.
    Dem Staat werden erhöhte Kosten im Gesundheits und später auch im Sozialwesen entstehen, denn die Motivation unter solchen Bedingungen eine Arbeit anzunehmen ist denkbar gering. Die Drohung über Hartz IV ist nur von beschränkter Wirksamkeit wenn auch über die Alternativhandluung eine Existenzgrundlage, nämlich die Gesundheit, bedroht wird.
    Dass eine solche Entwicklung natürlich auch die Lebensqualität der Bürger gefährdet, liegt auf der Hand.

    Leider scheitern sinnvolle Gegenmaßnahmen an wirtschaftlich kurzsichtigen Führungskräften und den von ihnen gekauften Parteien.

    Der Fall von Frau P. ist alles andere als ein Einzelfall und ein Symptom einer verfehlten Arbeitsmarktpolitik.
  4. #13

    Wenn Dummheit einen Namen braucht

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Verlust des Jobs ist für Menschen, die ihren Selbstwert aus der Arbeit beziehen, eine Katastrophe. Manche zerbrechen daran. Porträt einer ausgebrannten Arbeitslosen

    http://www.spiegel.de/spiegelwissen/...763507,00.html
    einfach "CHEF" sagen.

    Mein text war: "Ich habe für dich bei Personal versucht eine Gehaltssteigerung zu kriegen, die haben aber gesagt, der xxx arbeitet auch fürs gleiche Geld"

    Der Schock hat mich von meiner Burn Out affinen Arbeitshaltung geheilt.

    Aber schlau für die Firma war es nicht, gelle !
  5. #14

    wer

    Zitat von faustjucken_tk Beitrag anzeigen
    Ich kenne dieses Gefühl.
    Ein sinnloser Job. Ein Management, dem alles egal ist.
    Initiative wird nicht belohnt.
    Ich hatte mein Burn-Out im Job.
    Jetzt bin ich gekündigt mit Abfindung. Es ging mir nie besser. Von einem Tag auf den anderen FREI!!!
    und wer finanziert ihre freiheit ?
  6. #15

    Schöner Artikel, schöner Thread

    Stark bleiben! Zeigt es den fiesen Ausbeutern, die selber nichts können außer auf euch rumtrampeln. Ich wünsche allen Kraft und Rückhalt in der Familie. Das ist das Wichtigste.
  7. #16

    Habe das auch erlebt...

    Hallo Zusammen,
    mir ist vor nicht allzu langer Zeit das selbe passiert. Nach 2 Jahren guter arbeit für einen Großkonzern wurde ich am 23.12.2010 fristlos gekündigt.
    Jetzt bin ich selbstständigt und froh das alles so gekommen ist aber man fragt sich schon was Leuten durch den Kopf geht die Manschen einen Tag vor Weihnachten kündigen!?

    Stress und Mobbing waren an der Tagesordnung. Ich habe das auch viel zu lange mitgemacht und das ganze nur dank einer starken Persönlichkeit relativ heil überstanden. Aber das ist nur eine Frage der Zeit. Früher oder später zerbricht jeder an solchen Umständen.

    Mein Tipp an alle die verzweifeln: Ideen und Fähigkeiten bündeln und den Schritt zur Selbständigkeit wagen, wenn es die Situation erlaubt.
  8. #17

    .

    Zitat von lebenslang Beitrag anzeigen
    und wer finanziert ihre freiheit ?
    Die Abfindung und die Rücklagen.
  9. #18

    Tja,

    Man arbeitet, um zu leben...

    Abgeklatschter Spuch, was?
  10. #19

    Kämpfen und nur an sich denken!!!

    Selber schuld, wenn man meint, man sei unersetzlich. Was habe ich schon Kollegen/Kolleginnen gehabt, die alles gegeben haben und trotzdem entlassen wurden. Das konnte man über die Jahre beobachten und sich mal schön vorbereiten für den Endkampf. Als es dann bei mir soweit war, konnte ich gut bewaffnet zurückschlagen...








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